Mittwoch, 22. November 2017


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Keine falschen Versprechungen

Garantiezins

Aachen, (lifePR) - Noch bis Ende 2011 beträgt der Höchstrechnungszins für kapitalbildende Lebensversicherungen und Rentenversicherungen 2,25 Prozent. Die Gesamtverzinsung, die Versicherte für ihre Policen bekommen, liegt jedoch deutlich darüber. Was der Höchstrechnungszins bedeutet und wie er berechnet wird.

Wer überlegt, eine Lebensversicherung abzuschließen, möchte wissen, welchen Betrag er nach der vereinbarten Laufzeit und bei regelmäßiger Prämienzahlung mindestens zu erwarten hat. Eine Orientierung gibt ihm dabei der Höchstrechnungszins, auch Garantiezins genannt. Der Höchstrechnungszins bezeichnet den Prozentsatz, den die Versicherer für ihre Deckungsrückstellungen maximal zugrunde legen dürfen. Sie dürfen also für die Prämien der Versicherten, abzüglich der Kosten für Abschluss und Verwaltung, maximal nur diesen Zinssatz garantieren.

Einheitliche Festlegung

Der Garantiezins soll verhindern, dass Versicherer mit hohen und riskanten Versprechungen werben, die sie möglicherweise später nicht einhalten können. Es handelt sich also um eine Regelung im Sinne des Verbraucherschutzes. Der Zinssatz wird vom Bundesfinanzministerium einheitlich festgelegt. Die Höhe darf 60 Prozent des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre der Umlaufrendite zehnjähriger auf Euro lautender Staatsanleihen nicht übersteigen.

Höhere Gesamtverzinsung

Welche Gesamtverzinsung Versicherte tatsächlich erhalten, wird von mehreren Faktoren bestimmt. Zunächst spielt die Höhe der Kosten eine Rolle. Davon hängt ab, welcher Betrag überhaupt verzinst wird. Meist erwirtschaften Versicherungsgesellschaften nicht nur den Garantiezins, sondern erzielen darüber hinaus Überschüsse. Diese werden jährlich neu ermittelt und weitestgehend den einzelnen Policen zugeordnet, so schreibt es das Versicherungsvertragsgesetz vor. Bianca Boss, Expertin vom Bund der Versicherten, sagt: „Die Renditen variieren je nach Laufzeit, unter dem Strich können Versicherungskunden durchschnittlich mit vier Prozent im Jahr rechnen.“ Das ist weit mehr als die zurzeit garantierten 2,25 Prozent. Wenn der Garantiezins ab dem Jahr 2012 sinkt, verschiebt sich die Grenze zwischen dem garantierten Anteil und den Leistungen aus der Überschussbeteiligung. An den Renditen ändert sich jedoch nichts.

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