Montag, 18. Dezember 2017


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Epigenetischer Wirkstoff 4SC-202 stärkt körpereigene Immunantwort gegen Krebs

Vielversprechende wissenschaftliche Daten eröffnen neue Horizonte für die klinische Entwicklung des epigenetischen Krebswirkstoffs 4SC-202

Planegg-Martinsried, (lifePR) - Die 4SC AG (4SC, FWB Prime Standard: VSC) hat das Wirkungsspektrum der aussichtsreichen Substanz 4SC-202 intensiv untersucht, um bestmöglich auf eine klinische Phase-II-Studie vorbereitet zu sein. Dabei hat das wissenschaftliche Team herausgefunden, dass 4SC-202 die körpereigene Immunantwort gegen Krebszellen stärkt.

4SC-202 greift Krebsgewebe über epigenetische Mechanismen an. Es sorgt dafür, dass in Krebszellen stillgelegte Gene wieder abgelesen oder übermäßig aktive Bereiche herunterreguliert werden. Durch fehlerhafte Genaktivität können Krebszellen beispielsweise das Immunsystem daran hindern, den Tumor zu bekämpfen.

"Die Behandlung mit 4SC-202 hat in präklinischen Untersuchungen dazu geführt, dass Tumorgewebe für körpereigene Immunzellen sichtbar wurde. Die Immunzellen wurden in der direkten Umgebung der Krebsgeschwüre nicht mehr unterdrückt, sondern konnten verstärkt in den Tumor einwandern und diesen angreifen", erklärt Dr. Daniel Vitt, Vorstand für Forschung und Entwicklung der 4SC. "In mit 4SC-202 behandelten Mäusen ist das Tumorgewebe deutlich langsamer gewachsen als in der Kontrollgruppe." Weitere Experimente in der Zellkultur konnten diese Beobachtungen unterstreichen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Präparaten greift 4SC-202 zielgerichtet Krebszellen an, schädigt aber kaum Immunzellen.

Enno Spillner, Vorstandsvorsitzender der 4SC, ordnet ein: "Diese Daten bestätigen das große Potenzial dieser aussichtsreichen epigenetischen Substanz, das wir bereits in der im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossenen Phase-I-Studie TOPAS gesehen haben. In dieser Studie hatte sich 4SC-202 bei Patienten mit fortgeschrittenem Blutkrebs als sicher und gut verträglich erwiesen. Die neu gewonnenen immunologischen Daten eröffnen uns jetzt weitere Möglichkeiten für die klinische Entwicklung von 4SC-202." Angedacht sind insbesondere Behandlungsansätze für Patienten mit hämatologischen Tumoren oder kleinzelligem Lungenkarzinom in Kombination mit bereits etablierten Formen der Immuntherapie.

Dr. Svetlana Hamm, Head of Biology bei 4SC, präsentiert die neuen immunologischen Daten zu 4SC-202 mit einem Poster auf der "3rd Immunotherapy of Cancer"-Konferenz in München, die vom 21. bis 23. März im Klinikum Rechts der Isar, Hörsaal A, Ismaninger Straße 22 stattfindet.

Über 4SC-202

4SC-202 ist ein epigenetischer Krebswirkstoff mit einmaligem therapeutischem Profil, der in Tablettenform verabreicht wird. In der klinischen Phase-I-Studie TOPAS wurde 4SC-202 bis März 2015 bei 24 Patienten mit fortgeschrittenem Blutkrebs untersucht. Der Wirkstoff erwies sich als sicher und gut verträglich. Der gesundheitliche Zustand stabilisierte sich bei der Hälfte der Patienten, bei einem Studienteilnehmer wurde das Tumorgewebe kleiner und bei einem weiteren bildeten sich die Krebsgeschwüre sogar vollständig zurück.

4SC-202 wirkt als selektiver LSD1- sowie HDAC1, 2 und 3-Inhibitor. LSD1 (Lysin-spezifische Demethylase) und HDACs (Histon-Deacetylasen) sind epigenetisch aktive Enzyme, die unter anderem Histone verändern, um welche die DNA in unseren Zellen gewickelt ist. Damit bewirken LSD1 und HDACs, dass bestimmte Gene verstärkt oder vermindert abgelesen werden. In verschiedensten Krebsarten ist die Aktivität von LSD1 und HDACs fehlerhaft reguliert, was durch 4SC-202 wieder normalisiert werden kann.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten immer nur am Tag der Veröffentlichung dieser Pressemeldung. Es liegt in der Natur von zukunftsgerichteten Aussagen, dass mit ihnen bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten verbunden sind, die in der Zukunft eintreten können oder nicht. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse und Leistungen erheblich von den zukünftig erwarteten Ergebnissen und Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder impliziert wurden. Für die Richtigkeit, das Erreichen oder die Angemessenheit solcher Aussagen, Schätzungen oder Prognosen werden keinerlei Garantien übernommen oder Zusicherungen gemacht. Die 4SC AG ist nicht verpflichtet, solche Informationen zu aktualisieren oder etwaige darin enthaltene Unrichtigkeiten oder Auslassungen, die sich zeigen, zu korrigieren.

Durch diese epigenetischen Wirkmechanismen hemmt 4SC-202 beispielsweise verschiedene für die Krebsentstehung und Bildung von Metastasen wichtige Signalwege in Krebszellen. Außerdem verstärkt 4SC-202 die körpereigene Immunantwort gegen das Krebsgewebe. Zum einen macht 4SC-202 Krebszellen für das Immunsystem besser sichtbar, indem es tumorassoziierte Antigene hochreguliert, zum anderen werden spezielle Enzyme herunterreguliert, welche die Immunzellen daran hindern, Krebszellen effektiv zu bekämpfen.

4SC AG

Das Biotechnologie-Unternehmen 4SC erforscht und entwickelt mit Fokus auf epigenetische Wirkmechanismen zielgerichtete niedermolekulare Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf. Damit sollen den betroffenen Patienten innovative Therapien mit verbesserter Verträglichkeit und Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Behandlungsmethoden für eine höhere Lebensqualität und eine verlängerte Lebenserwartung geboten werden. Die Pipeline des Unternehmens umfasst vielversprechende Produkte in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Durch Partnerschaften mit Unternehmen der Pharma- und Biotechnologieindustrie setzt die 4SC auf zukünftiges Wachstum und Wertsteigerung. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und beschäftigte am 31. Dezember 2015 insgesamt 67 Mitarbeiter (Headcount) bzw. 58 Vollzeitkräfte (FTEs). 4SC ist seit Dezember 2005 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

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