Dienstag, 17. Oktober 2017


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4SC Discovery veranstaltet Konferenz 'Wirkstoff-Forschung im Zeitalter der Epigenetik' am 24. September 2012

Führende internationale Wissenschaftler und Unternehmensvertreter diskutieren neue epigenetische Strategien zur wirksamen Bekämpfung von Tumorerkrankungen

Martinsried, (lifePR) - Das Biotechnologie-Unternehmen 4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC), das zielgerichtete, niedermolekulare Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen und Krebs erforscht und entwickelt, meldet, dass ihre auf die Entdeckung und Frühphasenforschung neuer Wirkstoffe spezialisierte Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH am 24. September 2012 eine medizinisch-wissenschaftliche Konferenz zum Thema 'Drug Discovery in the Age of Epigenetics' veranstaltet.

Auf dem eintägigen Symposium in Martinsried bei München diskutieren rund 40 internationale Wissenschaftler (Teilnahme auf persönliche Einladung) aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Auswirkungen epigenetischer Modifikationen auf die Entstehung und das Wachstum von Krebs sowie, darauf basierend, neue Strategien zur wirksamen Bekämpfung von Tumorerkrankungen.

Als Referenten konnten die führenden Experten auf dem Feld der epigenetischen Krebsforschung in Europa gewonnen werden: Professor Dr. Nick La Thangue (Universität Oxford) wird den Leitvortrag (Thema: 'HDAC-Inhibitoren und prognostische Biomarker') halten. Weitere Referenten sind Professor Dr. Martin Göttlicher vom Münchner Helmholtz Institut sowie Professor Steven A. Johnsen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Das Programm wird abgerundet mit Vorträgen von Unternehmensvertretern über vielversprechende neue Ansätze in der epigenetischen Arzneimittelforschung und -entwicklung in der Krebsmedizin, darunter Dr. Ismael Moarefi (Chief Scientific Officer, Crelux GmbH), Dr. Daniel Vitt (Forschungsvorstand, 4SC AG) und Dr. Bernd Hentsch (Entwicklungsvorsand, 4SC AG). Das vollständige Programm des Symposiums ist online unter www.4sc-discovery.de abrufbar.

Die epigenetische Regulierung in Tumorzellen wird derzeit intensiv unter Krebsforschern und -medizinern diskutiert. Denn sie eröffnet neue, bislang unbekannte Eingriffsmöglichkeiten für therapeutische Konzepte. Eine veränderte epigenetische Signatur ist ein unverwechselbares Merkmal von Krebszellen und in allen Tumorzellen präsent. Diese kann durch neue Substanzen therapeutisch angegangen werden. Das Ziel ist dieser Wirkstoffe ist es, die sog. Transkription (d.h. das Ablesen von Erbinformation) in Tumorzellen umzuprogrammieren. Auf diese Weise werden Signalübertragungswege in der Zelle verändert. Dies wiederum kann dazu führen, dass Tumorzellen wieder empfänglich werden für zuvor nicht mehr wirksame konventionelle Krebstherapien (sog. Re-Sensitivierung von Tumorzellen) und/oder dazu, dass die Krebszellen absterben (sog. Apoptose). Darüber hinaus können diese Wirkstoffe den gezielten therapeutischen Angriff auf Krebsstammzellen bewirken - ein weiteres attraktives neues Feld in der Krebsforschung. Mit Hilfe neuer Biomarker soll die Wirksamkeit der Therapien gemessen und überprüft werden. Auf diese Weise könnte eine verlässliche Bildung von Patientenpopulationen (Stratifizierung) im Sinne der personalisierten Medizin gelingen und damit eine bessere Vorhersage des weiteren Krankheitsverlaufs bzw. des Therapieerfolgs; zudem könnten sich daraus weitere neue Behandlungsoptionen ergeben. Insgesamt erwachsen der pharmazeutischen Industrie auf diese Weise zahlreiche neue Chancen und Herausforderungen in der Erforschung und klinischen Entwicklung neuer Krebsmedikamente.

Dr. Stefan Strobl, Geschäftsführer der 4SC Discovery GmbH, sagte: 'Wir sind hoch erfreut dass wir derart hochkarätige Referenten für unser diesjähriges Symposium gewinnen konnten. Damit schaffen wir die perfekten Voraussetzungen für einen fruchtbaren Austausch zwischen akademischer Forschung und Unternehmen auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. Das Symposium bietet uns zudem eine Plattform, die epigenetischen Forschungs- und Entwicklungsprojekte der 4SC zu präsentieren. Dieses hoch innovative Forschungsfeld ist definitiv eines der vielversprechendsten der Krebsmedizin - heute und in Zukunft.'

Über 4SCs epigenetisches Forschungs- und Entwicklungsportfolio in der Onkologie

4SC hat einen starken Schwerpunkt im Bereich der Erforschung und Entwicklung neuer epigenetisch wirkender Krebsmedikamente und eine Reihe von attraktiven Programmen in der klinischen Entwicklung sowie in frühen Forschungsphasen.

Resminostat (4SC-201), die onkologische Leitsubstanz von 4SC, ist ein oral verabreichter pan-Histon-Deacetylase (HDAC)-Inhibitor mit einem innovativen, epigenetisch vermittelten Wirkmechanismus, der die Substanz als neue zielgerichtete Tumortherapie sowohl in Monotherapie, aber vor allem in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten für ein breites onkologisches Indikationsfeld potenziell einsetzbar macht. HDAC-Inhibitoren verändern nachweislich die DNA-Struktur von Tumorzellen und lösen damit die Zelldifferenzierung und schließlich den programmierten Zelltod (Apoptose) aus. Zudem wird davon ausgegangen, dass Resminostat eine sogenannte '(Re-)Sensitivierung' von Tumorzellen gegenüber anderen Krebswirkstoffen bewirkt. Dadurch können bestimmte Toleranz- und Resistenzmechanismen, die Tumorzellen häufig gegen andere Krebsmedikamente entwickeln, unterdrückt bzw. umgekehrt werden. Durch die zusätzliche Behandlung mit Resminostat soll also die Wirksamkeit einer zuvor verabreichten Krebstherapie, die keine ausreichende Wirkung mehr gezeigt hat, wiederhergestellt oder deutlich verbessert werden. In einem breiten klinischen Phase-II-Entwicklungsprogramm wird Resminostat in den drei Indikationen Leberkrebs (HCC), Lymphdrüsenkrebs (Hodgkin Lymphom,) und Darmkrebs (CRC) untersucht.

4SC-202 ist 4SCs zweiter epigenetischer Medikamentenkandidat in der klinischen Entwicklung. 4SC-202 ist ein oral verfügbarer selektiver Klasse-I-Deacetylase (DAC)-Inhibitor mit einzigartigem Wirkprinzip, der Kombination aus epigenetischer Regulierung und dem zielgerichteten Angriff auf Krebsstammzellen. Es hat sich gezeigt, dass 4SC-202 über die epigenetische Veränderung einen wichtigen Signalübertragungsweg für die Entstehung und das Wachstum von Krebs, den WNT-Signalweg, moduliert. Dadurch blockiert 4SC-202 effektiv Eigenschaften von Krebsstammzellen. Derzeit wird der Wirkstoff, der in präklinischen in vivo Modellen bereits sehr gute Wirksamkeit gezeigt hat, in einer klinischen Phase-I-Studie bei Patienten mit hämatologischen Tumorerkrankungen untersucht. Des Weiteres forscht die 4SC Discovery GmbH an zahlreichen weiteren epigenetischen therapeutischen Zielstrukturen, darunter an Peptidyl-Arginin-Deiminasen (PADs), MSK (mitogen- und stressaktivierte Proteinkinasen) sowie Protein-Deacetylasen (DAC).

Über die 4SC Discovery GmbH

Die 4SC Discovery GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der 4SC AG, bietet Technologien und maßgeschneiderte Forschungsdienstleitungen auf dem Gebiet der Entdeckung und medizinalchemischen Optimierung neuer Wirkstoffe, bis hin zum präklinischen Entwicklungskandidaten. Insbesondere bietet das Unternehmen seinen Kunden aus der Pharma-, Biotechnologie- und Chemieindustrie auf Basis einer leistungsfähigen, computerbasierten Modelling-, Screening- und Discovery-Technologie Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile bei der Entdeckung und Optimierung neuer Wirkstoffe. Des Weiteren erforscht die 4SC Discovery auf Basis einer umfassenden pharmakologischen Expertise neue Wirkstoffe im Bereich Krebs- und Autoimmunerkrankungen, auch für die nachhaltige Ausgestaltung der klinischen Entwicklungspipeline des 4SC Konzerns. Über Partnerschaften mit Pharma- und Biotech-Unternehmen soll die Weiterentwicklung dieser Forschungsprogramme beschleunigt und ihre Kommerzialisierung vorangetrieben werden.

Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument kann Prognosen, Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegende oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der 4SC AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.4sc.de und www.4sc-discovery.de

4SC AG

Der von der 4SC AG geführte Konzern erforscht und entwickelt zielgerichtet wirkende, niedermolekulare Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf in verschiedenen Autoimmun- und Krebsindikationen. Damit sollen den betroffenen Patienten innovative Therapien mit verbesserter Verträglichkeit und Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Behandlungsmethoden für eine höhere Lebensqualität geboten werden. Zum 30. Juni 2012 beschäftigte der 4SC Konzern 90 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet. Die 4SC AG ist seit Dezember 2005 am Prime Standard der Börse Frankfurt gelistet.

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