Digitale Zukunft: Mensch und Maschine - Wer wird der Chef?

14. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTank in Wolfsburg zu Ende gegangen

(lifePR) ( Leipzig, )
Wer wird in absehbarer Zukunft über wen bestimmen: Der Mensch über die Maschine oder umgekehrt? Das war eine der zentralen Fragen, die zwei Tage lang vom 16. bis 17. Juni 2015 beim 14. Zukunftskongress des 2bAHEAD ThinkTank in Wolfsburg kontrovers diskutiert wurde. Rund 250 Teilnehmer aus verschiedenen wirtschaftlichen Branchen, Innovationschefs und Entscheider sprachen über die greifbare und fernere digitale Zukunft.

Im stilvollen Ambiente des Schlosses Wolfsburg und im Schlossgarten waren sich die Diskutanten einig: In fünf Jahren wird das Smartphone intelligenter sein als wir Menschen. Dr. Eric W. Brown, Direktor der "Watson Algorithms" bei der IBM Watson Group sagte auf dem 14. Zukunftskongress voraus, dass kognitive Computer bis zum Jahr 2025 die Welt massiv verändern werden:

"Auch heute vertrauen wir Computern für immer mehr Aufgaben - zum Beispiel bei Autopilot-Systemen - ohne dass es uns bewusst ist. Und die Industrie hilft uns aktiv dabei, diesen Systemen zu vertrauen ohne überhaupt darüber nachzudenken. Aber: Wir entwerfen diese hochintelligenten Computersysteme als Systeme zwischen Mensch und Computer und nicht als hundertprozentig autonome Systeme. Der Computer kann zum Beispiel einen Vorschlag machen und rationale Gründe dafür liefern oder Prognosen stellen, aber der menschliche Experte wertet diese Information aus und trifft die Entscheidung." Sind also digitale Systeme intelligenter als der Mensch? Die einstimmige Meinung unter den Kongressteilnehmern lautet: Ja!

Digitale Systeme werden intelligenter sein als Menschen

Zukunftsforscher und Gastgeber des 14. Zukunftskongresses Sven Gábor Jánszky zieht ein Zwischenfazit der Befragung von Teilnehmern: "Einerseits herrscht die Meinung vor, dass in der Zukunft der Rat von Experten für die Menschen eine weniger wichtige Rolle spielen wird als die der Masse. Für viele ist schon jetzt wichtig und wird künftig noch relevanter sein, was die Masse zu bestimmten Themen für eine Meinung vertritt." Dies könne unter anderem im medizinischen Bereich große Auswirkungen haben. "Andererseits gibt es die Meinung, dass Vertrauen nur dann entwickelt werden kann, wenn man eine persönliche Beratung vor Ort bekommt und nicht anonym über Internet oder Telefon."

Konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen, wie man digitale Transformation im eigenen Unternehmen umsetzen kann, wurden mit Kongressteilnehmern in einem Future Lab erarbeitet. Die entstandenen Geschäftsmodelle werden vom 2b AHEAD ThinkTank in den kommenden Tagen detailliert ausgewertet und den Kongress-Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

2bAHEAD-Innovators Award: OneWeb - Internet für alle auf der Welt

Um von der digitalen Welt zu profitieren ist vor allem eins notwendig: Ein schneller Internetanschluss. Dafür setzt sich Greg Wyler ein, der den 2b AHEAD Innovators Award 2015 verliehen bekommen hat. "Schnelles Internet für alle!" - diesen Wunsch möchte sein Unternehmen OneWeb erfüllen. 648 kleine Satelliten werden in den nächsten Jahren die Welt umkreisen und von überall her für eine schnelle Internetverbindung erreichbar sein. So sollen die "restlichen 3 Milliarden Menschen" an das wichtige Informations- und Kommunikationsnetzwerk angekoppelt werden. Wyler referierte über Details seines Vorhabens. Die Jury sagte über Greg Wyler in der Laudatio: "So einer muss entweder total verrückt sein oder der größte Innovator, den wir bisher gesehen haben. Seine Vision ist wie ein Funke, der soziale Entwicklungen überall auf der Welt möglich machen wird und schon jetzt weitere Geschäftsmodelle ausgelöst hat."

Gastgeber Sven Gábor Jánszky war über den Zuspruch zum Zukunftskongress erfreut: "Wir stellen fest, dass die Nachfrage für eine Teilnahme an unserem jährlichen Zukunftskongress weiter steigt. Wir sprechen hier zwar über Dinge, die wie Science Fiction klingen, aber schon in fünf bis zehn Jahren Realität sein werden. Entsprechend steigt auch der Bedarf, branchenübergreifend zu kommunizieren, zu diskutieren und quer zu denken, um verschiedene Aspekte für das eigene Handeln zu berücksichtigen und auch Regeln zu brechen."
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