Samstag, 19. April 2014


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Käfighaltung: VIER PFOTEN fordert kurze Übergangsfrist

Bundesrat debattiert über Qual von Legehennen

(lifePR) (Berlin / Hamburg, ) Der Bundesrat debattiert heute Nachmittag über das Ende der Kleingruppen-Käfige für Legehennen. Ilse Aigner (CSU) wollte den Unternehmen eine Übergangsfrist bis 2035 einräumen, um ihre Käfige abzuschaffen. Damit war sie aber im vergangenen Jahr gescheitert und hatte das Thema an die Länder abgegeben. Landesregierungen wie Rheinland-Pfalz und Niedersachsen halten eine Frist bis 2023 für angemessen. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert dagegen eine fünfjährige Übergangsfrist bis 2016. In der Kleingruppenhaltung werden bis zu 60 Tiere in einem niedrigen Käfig zusammengepfercht. Eine Henne hat kaum mehr Platz als ein A4-Blatt. Diese Tierquälerei müsse schnellstmöglich beendet werden, so VIER PFOTEN. Die Abstimmung im Bundesrat ist für den 2. März geplant.

"Aufgrund massiver Proteste von Tierschützern und Verbrauchern bieten die meisten großen Supermarktketten Eier aus Kleingruppen-Käfigen schon gar nicht mehr an", berichtet Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Laut der Tierschutzorganisation ist die süddeutsche Kette "V-Markt" der letzte deutsche Supermarkt, in dem noch Käfig-Eier verkauft werden. "Ein viel größeres Problem sind die versteckten Eier in Fertiggerichten, Nudeln und Keksen. Hier brauchen wir dringend eine Kennzeichnungspflicht, damit der Verbraucher sich bewusst für tierfreundliche Produkte entscheiden kann", fordert Dr. Stephany. In Deutschland leiden laut Statistischem Bundesamt im November 2011 ca. 5,6 Millionen Legehennen in Käfigen. VIER PFOTEN empfiehlt, den Eierkonsum zu reduzieren. Wer Eier essen möchte, sollte auf Freilandhaltung zurückgreifen.

Weitere Informationen auf www.vier-pfoten.de im Bereich Kampagnen / Nutztiere / Eier.
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