Donnerstag, 08. Dezember 2016


TÜV SÜD: Winterwartung schützt vor teuren Schäden

(lifePR) (München, ) Bislang lassen winterliche Temperaturen auf sich warten, Autofahrer sollten dadurch aber nicht die Winterwartung vernachlässigen, denn gerade bei Minusgraden gilt: Soll das Auto einwandfrei laufen und sollen schwerwiegende Schäden vermieden werden, müssen Autofahrer vor den kalten Tagen unbedingt Frostschutzmittel und Kühlsysteme überprüfen. Was dabei zu beachten ist und an welche Flüssigkeiten man am besten den Fachmann lässt - dazu haben TÜV SÜD-Experten die wichtigsten Tipps zusammen gestellt.

Motorkühlung: Friert der Kühlkreislauf ein, drohen teure Schäden: gerissene Kühler, gebrochene Wasserpumpen oder im schlimmsten Fall Haarrisse im Motorblock oder Zylinderkopf. Moderne Fahrzeuge haben deshalb inzwischen ein geschlossenes und verplombtes Kühlmittelsystem. Die eingestellte Mindesttemperatur für den Winter können Autofahrer an einem Anhänger - meist am Kühlerdeckel - ablesen. "Reicht der Kälteschutz nicht aus, sollte man diesen in der Fachwerkstatt austauschen lassen", erläutert Hans-Werner Wormer von TÜV SÜD. Bei älteren Fahrzeugen, bei denen das Kühlsystem noch nicht verplombt ist, kann man den Frostschutzmittelanteil im Kühlwasser mit einer Frostschutzspindel leicht selbst testen. Vorsicht: Bei der Wahl des Frostschutzmittels auf die Herstellerfreigabe achten. Ungeeignete Mittel können den Kühlkreislauf beschädigen.

Scheibenwasser: Wer im Winter mit Sommerreiniger im Wischwasser unterwegs ist, riskiert den Blindflug. Friert die Waschanlage ein, können im schlimmsten Fall Behälter und die Pumpe Risse bekommen. Beim Wischwasser reichen Schutzmittel mit einer Wirksamkeit bis minus 20 Grad. Das entsprechende Mischverhältnis ist auf den Additivbehältern abgebildet. Tipp für Pendler: Wer viel auf Autobahnen unterwegs ist, braucht viel Wischwasser für die freie Sicht. An Tankstellen ist das Additiv oft teuer. Deshalb lieber einen günstigen Fünf-Liter-Kanister aus dem Fachhandel in den Kofferraum!

Bremsflüssigkeit: Bremsen funktionieren mittels Hydrauliköl. Öl ist zunächst wenig anfällig für Temperaturschwankungen. Mit der Zeit kann sich jedoch Feuchtigkeit im System ansammeln, die bei Frost womöglich gefriert.

Dann kann nicht mehr genug Druck im System aufgebaut werden. Schlimmstes Szenario: ein Komplettausfall der Bremsanlage. Ein Check der Bremsflüssigkeit kann also - nicht nur vor dem Winter - lebensrettend sein. Dazu einen Blick auf den Bremsflüssigkeitsbehälter werfen. Ist die Flüssigkeit trüb, heißt es wechseln. Wer sich unsicher ist, sollte zum Test ein TÜV SÜD Service-Center aufsuchen oder eine Fachwerkstatt. Dort wird die Bremsflüssigkeit gegebenenfalls gleich ausgetauscht. Apropos Fachwerkstatt. Finger weg von der Bremsanlage! "Den Austausch der Bremsflüssigkeit unbedingt den Profis überlassen", rät Wormer. Den Bremsflüssigkeits-Test führen auch die Profis an allen TÜV SÜD Service-Centern durch.

Übrigens: Moderne Dieselkraftstoffe gefrieren nicht. Sie sind mit entsprechenden Zusätzen vermischt, die den Kaltstart und den Betrieb auch noch bei minus 30 Grad sicherstellen.

Informationen für Autofahrer unter www.tuev-sued.de
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