Samstag, 10. Dezember 2016


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NEU: Textilien aus Fairtrade-Baumwolle bei Adler

Erste Textil-Einzelhandelskette setzt ein Zeichen für Fairen Handel

(lifePR) (Saarbrücken, ) Seit Montag gehört die Fairtrade-Stadt Saarbrücken zu einer der 125 Städte in Deutschland, Österreich und Luxemburg, in denen Kunden und Kundinnen der Adler-Modemärkte T-Shirts aus Fairtrade-Baumwolle kaufen können. Damit ist Adler die erste Textil-Einzelhandelskette in Deutschland, die in ihrem Sortiment dauerhaft auf den Fairen Handel setzt. "Gerade in der Textil- und Baumwollindustrie ist es wichtig ein Zeichen für soziale Verantwortung zu setzen", sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair. "Durch die Neueinführung bei Adler können die Lebensbedingungen von vielen Baumwollbauernfamilien in Indien verbessert werden."

Fairtrade - für Adler eine schlüssige Entscheidung

Die Firmen-Philosophie der Adler Modemärkte schließt ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit ein, daher war der Schritt zu Fairtrade eine schlüssige Entscheidung. "Wir glauben, dass Unternehmen und alle denen es gut geht, als Teil der Gesellschaft auch Verantwortung für diese übernehmen sollten. Das schließt eben auch das Engagement für die Produzenten unserer Kleidung, die wir täglich tragen, mit ein", so Lothar Schäfer, CEO Adler Modemärkte GmbH.

Fairtrade-Baumwolle eine Bereicherung für Saarbrücker Bürger

In der ersten Fairtrade-Stadt Saarbrücken wird das Engagement von Adler besonders begrüßt, denn Saarbrücker und Saarbrückerinnen können jetzt auch beim Einkauf von Kleidung auf das Fairtrade-Siegel achten. Kajo Breuer, Leiter des Umweltdezernats der Stadt Saarbrücken, hofft auf Nachahmer: "Wir würden uns freuen, wenn das Engagement von Adler auch andere Unternehmen in Saarbrücken motiviert, fair gehandelte Produkte ins Sortiment aufzunehmen."

Teurer Rohstoff - arme Bauern

"Baumwolle - ein Rohstoff, der so teuer ist wie selten zuvor" - dies berichten Medien und die Bremer Baumwollbörse. Doch auch wenn sich der Preis an der Börse für Baumwolle nach oben entwickelt, ist dies bei den Bauern und Bäuerinnen in den Produzentenländern nicht überall zu spüren. Während in Indien die Preise gestiegen sind, blieb der lokale Marktpreis in Burkina Faso Westafrika auf dem gleichen Level, trotz Ernteausfällen durch Überschwemmungen. Für Bauernfamilien, die durch den starken Regen neben ihren Unterkünften auch den Großteil ihrer Ernte verloren haben, bedeutet das den wirtschaftlichen Ruin.

Sichere Zukunft und verbesserte Arbeitsbedingungen Dank Fairtrade

Bei Fairtrade ist dies anders: Durch den Fairen Handel können sich die Baumwoll-Produzenten auf einen festen Mindestpreis verlassen. Zusätzlich wird eine Fairtrade-Prämie an die Kooperativen ausgezahlt, die für Gemeinschaftsprojekte ausgegeben wird. Für die Menschen vor Ort bedeutet das neben der Tatsache, dass sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern, auch die Möglichkeit planbar in die Zukunft zu investieren.

Die Baumwolle der Adler-T-Shirts stammt von Bauern und Bäuerinnen der Kooperative Agrocel in Indien. Seit 2005 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert. Die ersten Projekte, die Dank der Fairtrade-Prämie getätigt werden konnten, waren Investitionen in die Gesundheitsvorsorge für die Mitglieder der Organisation und ein spezielles Gesundheitsprogramm für Schulkinder. Durch die Einführung bei Adler können die Bauernfamilien jetzt noch mehr Baumwolle über den Fairen Handel verkaufen und neue Projekte in Angriff nehmen.

Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette

Beim Fairen Handel werden auch die anderen Beteiligten der Lieferkette nicht außen vor gelassen. "Alle anderen Hersteller innerhalb der Produktionskette wie Spinnereien, Webereien oder Konfektionäre müssen sich an soziale Standards halten. Sie verpflichten sich, die anerkannten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten", erklärte Dieter Overath.

"Wir alle tragen täglich Kleidung und fragen uns doch nur selten, unter welchen Bedingungen diese entstanden ist", so Overath. "Wer beim Kauf von Textilien auf das Fairtrade-Siegel achtet, kann ohne großen Aufwand ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit setzen."

Hintergrund Adler Modemärkte GmbH

Das Traditionsunternehmen Adler, das dieses Jahr sein 60jähriges Firmenjubiläum feiert, ist mit über 130 Modemärkten und knapp 6000 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und Luxemburg eine der größten deutschen Textilhandelsketten. Am 1. März 2010 hat Adler erfolgreich seinen Online-Shop gelauncht und die Fairtrade-Shirts sind Teil des umfangreichen Sortiments. Adler steht für Mode für die ganze Familie zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.
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TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V.

Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Die Fairtrade-Produkte sind in über 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 15.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus.

Für die Verbindung sozialer und ökologischer Standards erhielt TransFair e.V. den "Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009" in der Kategorie nachhaltigste Produkte/Dienstleitungen.

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