Samstag, 03. Dezember 2016


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Wilde Kerle im Bayerischen Wald

Pfadfinder des Bezirks Altbayern haben Zelte aufgeschlagen

(lifePR) (Ringelai, ) Man fühlt sich in einen "Wilde Kerle" Film versetzt. Überall wird gehämmert, gebolzt und gelärmt, was das Zeug hält. Die Pfadfinder haben in der Regeion Bayerischer Wald ihr Ferienlager aufgeschlagen.

"Das wird ein Stadttor", ruft Johannes Hofer von luftiger Höhe herab. Der Franke ist eifrig dabei, den Querstämmen sicheren Halt zu geben. Im Pfadfinderlager des Bezirks Altbayern, das in Ringelai am "Scheibenweiher" abgehalten wird, rührt sich allerhand. "Castra Flava - Stadt der Zünfte" wurde als Motto des Pfingstlagers auserkoren. Die 120 Pfadfinder schließen sich zu Zünften zusammen, um deren Handwerk kennen zu lernen und eine mittelalterliche Stadt mit Zunftwesen aufzubauen. Am Ende soll am Freitag auch ein Bürgermeister für die Stadt gewählt und durch das Ringelaier Gemeindeoberhaupt Max Köberl vereidigt werden. Unterstützt werden die Zünfte von echten Handwerkern wie Josef Süß, Paul Okolowitz, Josef Wimberger, Hans Ilg, Karl Wensauer und anderen Kapazitäten aus der Gemeinde Ringelai. "Es hat bestens geklappt", freut sich Karl-Heinz Stocker, Bezirkssprecher und Lagerleiter bei einem Blick über das Geschehen. In zwei Tagen entstand nach der Spielidee eine zu wählende Zunft mit all ihren handwerklichen Traditionen, all diese Zünfte bilden nun die Stadt "Castra Flava".

Beim Rundgang durch das Lagerleben werden die ganzen handwerklichen Traditionen des Mittelalters spürbar erlebt. Hansi Köhler aus Taufkirchen ist voll auf das Drechseln eines Kerzenständers konzertiert. Das wird eine schöne Erinnerung an das Lager in Ringelai", lacht der "Wölfling".

Ein paar Schritte weiter sind Mädchen an der Arbeit. Sie bemalen mit bunten Farben runde Zylinder aus Pappe. "Trommeln werden's", erklärt Leila Eckmüller. Das Mädchen wohnt in Ringelai, wird aber nun mit weiteren Jugendlichen aus Ringelai bei den Pfadfindern leben.

Sophie aus Oberteisbach ist indessen am Spinnrad im Einsatz. Gar nicht einfach, einen dünnen Faden aus dem Wollknäuel auf die Spindel zu drehen. Stefan schwingt den Schmiedehammer am Amboss. Ein kleines Messer soll aus dem Eisen geformt werden. Stefan ist sehr geschickt und schon wird aus dem Rundstab ein flaches Messer herausgearbeitet.

Philipp und Mario leisten Vorarbeitet für den Bau des Stadttores. Sie sind damit beschäftigt, die hölzernen Rundlinge von der Rinde zu "befreien", zu schepsen. Beide sind emsig am Werk, denn sie sind es, die für Nachschub verantwortlich sind. Es herrscht übrigens großes Interesse von Eltern aus der Gemeinde Ringelai, die nun das Pfadfinderleben kennenlernen und ihre Kinder in diesem Verbund integrieren wollen. Ein Treffen zu einem Gespräch ist bereits anberaumt. Man hofft, dass sich in Ringelai auch eine Pfadfindergruppe bildet.

Am Ende des Lagers wird am Freitag ein großer Markt entstehen. Eine Stadt braucht am Ende auch einen Bürgermeister. Eine Bürgermeisterwahl wird organisiert, Kandidaten werden nominiert und die Wahl mit allem drumherum wie z.B. Wahlkampf. Am Ende wird eine Bürgermeisterwahl stattfinden, damit der neu gewählte Bürgermeister dann die Stadt übernehmen kann. Das "amtliche" Gemeindeoberhaupt von Ringelai wird dann seinen "Pfadfinder-Kollegen" vereidigen und das Regierungszepter überreichen.


Text: Norbert Peter, PNP
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