Sonntag, 02. Oktober 2016


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Den Box-Champion zog es zur Trauung in die kleine Dorfkirche

Ständige Ausstellung über Max Schmeling im Jagdschloss Groß Schönebeck

(lifePR) (Potsdam, ) Max Schmeling, der "Meister aller Klassen", hat an mehreren Orten Brandenburgs seine Spuren hinterlassen. Die meiste Zeit verbrachte er in Bad Saarow. Nach dem entscheidenden WM-Kampf gegen den Amerikaner Jack Sharkey 1930 wollte sich Schmeling aus dem lauten und aufgeregt wirkenden Berlin zurückziehen und wurde am Scharmützelsee fündig. Auf einem 12 000 Quadratmeter großen Grundstück verliebte er sich in ein "spitzgiebeliges, strohgedecktes Haus in der Künstlerkolonie", wie er später einmal in einem Rückblick sagte. Bis 1938 wohnte der im uckermärkischen Klein Luckow, das heute zu Mecklenburg-Vorpommern gehört, geborene Box-Champion für mehrere Wochen pro Jahr in dem beschaulichen Ort am Scharmützelsee.

Sein Haus, in das sich Schmeling einen Boxring mit Blick auf den Garten bauen ließ, diente zu DDR-Zeiten der Handwerkskammer Leipzig als Ferienheim. 1952 zerstörte ein Feuer das Rohrdach, das danach durch Ziegel ersetzt wurde. Nach mehreren Verkäufen befindet sich das Haus heute in Privateigentum.

Einen festen Platz in vielen Schmeling-Chroniken besitzt die kleine Dorfkirche von Bad Saarow in der Kirchstraße. Hier heiratete das Sportidol am 6. Juli 1933 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Schauspielerin Anny Ondra, die er bereits in den Zwanziger Jahren regelmäßig in ihrem Haus in der Villenkolonie Neu-Babelsberg besucht hatte.

An Brandenburg schätzte Schmeling aber nicht nur die Idylle in Bad Saarow. Als 25-jähriger lernte er im Stadtforst Müncheberg, eine halbe Stunde östlich Berlins gelegen, das Jagen und das von ihm ebenfalls leidenschaftlich betriebene Skatspiel.

Das Hotel "Seeschloss" in Lanke am Obersee bei Bernau hält bis heute die Erinnerung an das erste Trainingslager Schmelings vor dessen ersten WM-Titel 1930 fest. Er trainierte auf dem Grundstück, veranstaltete im Saal einige Schaukämpfe und schwamm gern im Obersee zum Ausgleich einige Runden.

Staunenswertes über Max Schmeling in Groß Schönebeck

Im Jagdschloss Groß Schönebeck gibt es seit September 2006 eine Ausstellung über Max Schmeling. Die beiden Räume zeigen die Hoch- und Tiefzeiten des Boxers. Bilder und Filmsequenzen mit turbulenten Szenen aus den dreißiger Jahren bringen "Maxe", wie ihn seine Freunde nannten, den Besuchern nahe. In einem originalen Boxring kann jedermann selbst auf einen Sandsack schlagen. Der andere Raum widmet sich dem Naturliebhaber Schmeling, der viele Tage seines Lebens beim Jagen im Wald verbrachte. Private Fotoalben erlauben einen Blick hinter die manchmal etwas rau wirkende Fassade.

Infos:
- Schorfheidemuseum im Jagdschloss Groß Schönebeck, Schlossstraße 6, Tel. 033393/65 272, www.gemeinde-schorfheide.de.

Öffnungszeiten:
- Täglich 10 bis 16 Uhr

Anreise:
- Mit der Heidekrautbahn vom S-Bahnhof Berlin-Karow direkt bis Groß Schönebeck,
- Autofahrer nehmen von Berlin die B 109 direkt bis Groß Schönebeck.

Essen und Trinken:
- Gestüt Gut Sarnow, Eichhorster Chaussee 5, 16244 Schorfheide, Tel. 0333 93/ 65 825, www.gut-sarnow.com Weitere Ausflugsziele:
- Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck
- Artistenmuseum Klosterfelde
- Fahrgastschifffahrt und Kanufahrten auf dem Werbellinsee

www.reiseland-brandenburg.de
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