Dienstag, 29. Juli 2014


Matschie: "Weichen für Gemeinsamen Unterricht sind in Thüringen richtig gestellt. Bund muss Länder auch bei Inklusion stärker entlasten"

(lifePR) (Erfurt, ) "Thüringen stellt sich der Herausforderung der Inklusion - mit Augenmaß. Ich will hier keine Quotendebatte. Es geht beim Gemeinsamen Unterricht um ganz konkrete Bedürfnisse und die notwendigen Rahmenbedingungen", mit diesen Worten reagiert Christoph Matschie auf eine aktuelle Studie der Bertelsmannstiftung, die deutschlandweit die Herausforderungen der Inklusion in den Blick nimmt.

Der Thüringer Bildungsminister sieht Thüringen mit Blick auf den Gemeinsamen Unterricht auf dem Weg: "Die Weichen sind in Thüringen richtig gestellt."

Matschie macht das an ganz konkreten Entscheidungen fest: "Wir haben das Personal an den Schulen für den Gemeinsamen Unterricht gestärkt. Seit Schuljahresbeginn hat jede Schule einen festen Ansprechpartner für den Gemeinsamen Unterricht. Das macht sich vor Ort bemerkbar. Viel Unsicherheit ist damit gewichen." Mit dem neuen Schuljahr wird eine weitere Struktur zur Unterstützung des Gemeinsamen Unterrichts geschaffen: "Ab August wird es in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens einen eigenen Koordinator, eine Koordinatorin für den Gemeinsamen Unterricht geben. Seit 2004 haben die Koordinatoren für den Gemeinsamen Unterricht unter Beweis gestellt, dass sie an der Schnittstelle zwischen Eltern, Schülern und Ämtern hervorragende Arbeit leisten. Wir wollen diese Kompetenzen jetzt fest verankern und ständige Ansprechpartner vor Ort schaffen" Bewährt habe sich nach Ansicht von Christoph Matschie inzwischen auch eine weitere Neuerung. "Wir haben den Gemeinsamen Unterricht gestärkt und verbessern gleichzeitig die Qualität der sonderpädagogischen Begutachtung. Seit diesem Schuljahr ist in jedem Schulamt ein Team zur Qualitätssicherung der sonderpädagogischen Begutachtung eingesetzt. Die Gutachten haben sich spürbar verbessert, das ist die Rückmeldung aus der Praxis."

Matschie verweist darüber hinaus auf den seit November 2011 existierenden den Beirat Inklusive Bildung, den er zusammen mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung eingerichtet hat: "Der Beirat hat seine Arbeit voller Elan aufgenommen und bereits 5 Arbeitsgruppen gebildet. Mir ist dabei wichtig, dass alle Beteiligten an einem Tisch die Probleme lösen."

Matschie weist jedoch auch darauf hin, dass das Land Thüringen die Herausforderung bei der Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion nicht allein stemmen kann. "Wir brauchen die stärkere Beteiligung des Bundes in der Bildungsfinanzierung. Zwei Wege sind dabei denkbar: Der Bund tritt den Ländern Steueranteile bei der Umsatzsteuer ab, oder das Kooperationsverbot in der Bildung wird generell gelockert. Der bisherige Vorschlag der Bundesregierung reicht dazu bei weitem noch nicht aus."
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