Sonntag, 04. Dezember 2016


Interesse künftiger japanische Führungskräfte am Thüringer Konzept der Lehrerfortbildung

(lifePR) (Bad Berka, ) Innerhalb eines intensiven zweiwöchigen Besuchsprogramms in Thüringen, organisiert vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) bietet sich für 15 künftige japanische Führungskräfte die Chance, die Lebens- und Arbeitswelt des Gastlandes sowie seine Kultur und Geschichte kennen zu lernen. Zwei bis drei Tage davon findet ein spezielles, branchenspezifisches Besuchprogramm statt, währenddessen die jungen Berufstätigen das Arbeitsleben ihrer eigenen Berufssparte kennen lernen können. Der Reise geht ein dreitägiges Vorbereitungsseminar im JDZB voran. Es wird auf deutscher Seite seit 2006 in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring Thüringen e.V. veranstaltet. Die Delegation besucht im Rahmen ihres Aufenthalts auch Bildungsinstitutionen in Thüringen.

So informierten sich die Teilnehmer, die von ganz unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen Japans kommen, gestern im Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) über das Veranstaltungs-, Unterstützungs-, und Materialangebot sowie die Herausforderungen bei der Erhaltung und dem weiteren Ausbau der Profession des pädagogischen Personals.

"Durch den gegenseitigen Austausch zu Organisationsformen und methodisch-didaktischen Herangehensweisen in der Qualifizierung von Erwachsenen nehme ich viele Anregungen für meine berufliche Praxis mit", sagte Sachiko Shima, die gegenwärtig als Trainee bei einem japanischen Süßwarenhersteller tätig ist. Die Gäste interessierten sich dabei besonders für solche Formen, in denen Fortbildungsteilnehmer aktiv in Seminare einbezogen werden.

Der stellvertretende Direktor des Thillm, Martin Seelig, erläuterte das u.a. am Beispiel der in wenigen Tagen stattfindenden Thüringer Sommerakademie.

Dabei betonte er, dass die gesamte Lernumgebung so gestaltet sein muss, dass man selbstorganisiert und individuell verschiedenste Angebote ausprobieren kann, Lernziele gemeinsam ausgehandelt und auch zusammen überprüft, was erreicht wurde.

In einer als Lerndorf konzipierten Umgebung lernen Lehrkräfte und Pädagogen aus Kindertageseinrichtungen in der Sommerakademie so z.B. auf einem als Marktplatz umgestalteten Konferenzraum, finden im Atelier, im Dorfgemeinschaftshaus oder der Tanzbar, in Cafés, in verschiedenen Werkstätten, im Jugendclub, der Dorfschule oder im Bürgermeisterbüro die verschiedensten Materialien vor, die in immer wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen Anlässe bieten, miteinander und voneinander zu lernen.

Auch die konsequent nachfrageorientierte Gestaltung der Fortbildung von Lehrkräften in den ersten zwei Berufsjahren nach der Lehramtsausbildung durch ein Angebot von frei wählbaren Modulen zur Unterstützung der Schulpraxis fand großen Anklang bei den japanischen Gästen.
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