Dienstag, 27. September 2016


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Region Hannover stellt neues Handlungskonzept zum Radverkehr vor: Bis 2025 soll jeder fünfte Weg mit dem Fahrrad zurückgelegt werden

Umsteigen: aufsteigen

(lifePR) (Hannover, ) Die Region Hannover will mehr Menschen fürs Radfahren begeistern. Bis 2025 sollen im Durchschnitt 21 Prozent aller Wege in und um Hannover mit dem Rad zurückgelegt werden. Dafür soll um unter anderem das regionale Radwegenetz außerhalb Hannover weiter ausgebaut und Fahrradabstellanlagen modernisiert oder neu errichtet werden. Auch die Mitnahme von Fahrrädern in Bus und Bahn soll erleichtert werden. Für die Umsetzung dieser Pläne stellt die Region jährlich eine Millionen Euro zusätzlich zu den vorhandenen Mitteln zur Förderung des Radverkehrs zur Verfügung. Die Maßnahmen sind Teil des neuen "Handlungskonzeptes Radverkehr", dem der Verkehrssauschuss der Region Hannover in seiner heutigen Sitzung (24.3.) einstimmig zugestimmt hat.

"Mit dem Konzept liegen für die Region Hannover nunmehr konkrete Entwicklungsleitlinien für die Radverkehrsförderung der nächsten zehn Jahre vor", sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz: "Wir haben dafür das Motto 'umsteigen: aufsteigen' gewählt. Unser Ziel ist die Steigerung des Radverkehrsanteils in der gesamten Region Hannover bei gleichzeitiger Erhöhung der Verkehrssicherheit. Damit steigt die Bedeutung des Radverkehrs im Gesamtverkehrssystem, ein hoher Radverkehrsanteil wird wesentlich zur Reduzierung verkehrsbedingter CO2-Emissionen beitragen." Das Handlungskonzept der Region ergänzt dabei das "Leitbild Radverkehr" der Landeshauptstadt Hannover, das die Zielmarke bei 25 Prozent bis zum Jahr 2025 setzt. In den 20 anderen Regionskommunen sind im Schnitt gegenwärtig erst 12 Prozent der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit dem Rad unterwegs, in zehn Jahren sollen es 18 Prozent sein.

Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr bei der Region Hannover: "Bei den Menschen im Umland ist das Radfahren zurzeit noch weniger stark angesagt. Mit dem Handlungskonzept können wir Angebote schaffen, die das Umsteigen vom motorisierten Individualverkehr auf das Fahrrad attraktiver und vor allem sicherer machen."

Schnell und sicher unterwegs: für eine bessere Vernetzung

Eine bessere Vernetzung der regionalen Radwege ermöglicht es Radfahrenden zukünftig schneller ans Ziel zu kommen. Vorrangig sollen deshalb vielfach genutzte Wege ausgebaut und modernisiert werden. Breitere Fahrbahnen und eine bessere Qualität des Fahrbahnbelags sorgen dafür, dass die Wege auch bei schlechtem Wetter gut befahrbar sind und auch bei hoher Beanspruchung über Jahre Bestand haben. Die Instandhaltungskosten bleiben damit auf Dauer niedrig. Die Verkehrssicherheit verbessert sich zudem durch Umbaumaßnahmen in den Ortsdurchfahrten sowie an schwer einsehbaren Kreuzungen. Der Abbau von Sichthemmnissen beispielsweise mindert das Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmer. Mehr Fahrradabstellplätze sowie die Modernisierung bestehender Abstellanlagen steigern zudem die Attraktivität des Radfahrens in den Städten und Kommunen.

Mit dem Rad in Bus und Bahn

Bereits heute können Fahrgäste in den meisten Bussen und Bahnen des Großraum-verkehr Hannover (GVH) ihre Räder kostenfrei mitnehmen. Zukünftig soll die Fahrradmitnahme werktags schon vor 6.00 Uhr und den Sommerferien ganztägig möglich sein. Die Bereiche für Fahrräder und die sogenannten Mehrzweckbereiche in den Fahrzeugen der S-Bahnen werden umgebaut und die Fahrradabstellbereiche entsprechend deutlich gekennzeichnet.

Mit dem System Bike & Ride können Radfahrende den öffentlichen Nahverkehr und ihr Fahrrad kombiniert nutzen. Dafür ist der Bau weiterer Fahrradabstellanlagen sowie Fahrradgaragen auf Parkplätzen, an Bahnhöfen sowie Bushaltestellen geplant. Für sogenannte Pedelecs, spezielle Elektrofahrräder, soll es an bestimmten Standorten Ladestationen und Schließfächer für Akkus geben, sodass auch hier eine uneingeschränkte Mobilität innerhalb der Region gewährleistet ist.

Ziel: Mehr Radfahrende, weniger CO2

Das Handlungskonzept ist Teil des Verkehrsentwicklungsplans pro Klima. Dieser sieht vor, dass sich durch die Ausweitung des Radverkehrs rund ein Viertel der CO2-Emissionen im Personenverkehr vermeiden lassen. Steigerungen bei der Zahl der Radfahrer gab es in den letzten Jahren vor allem im Gebiet der Landeshauptstadt. Im Umland liegt das Rad als Verkehrsmittel weniger im Trend. Hier stagnieren die Zahlen - noch.

Künftig sollen die Bürgerinnen und Bürger noch umfassender über das Radwegenetz der Region informiert werden. Im Rahmen der Kampagne "Klimapaket 2020 - Alles drin gegen CO2" veranstaltet die Region zum Beispiel die Aktionen "Stadtradeln" (31.5. bis 20.6.15) und die "Fahrradsternfahrt". Neue digitale Angebote, wie ein Informationsportal zu Radwegen mit einem Radroutenplaner, entstehen ebenfalls. Der Umsetzungsprozess soll gemeinsam mit den Partnern von Kommunen, Verwaltungen, Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern am 22. April 2015 im Rahmen der Veranstaltung "Region im Dialog" begonnen werden. Beginn ist um 17 Uhr.
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