Dienstag, 21. Oktober 2014


Amtsarzt rät: Jetzt noch gegen Grippe impfen lassen

Fit durch die Feiertage

(lifePR) (Hannover, ) Der Winter streckt allmählich seine kalten Finger aus. Während die Temperaturen sinken, steigt die Zahl der Atemwegserkrankungen: Für die Region Hannover verzeichnet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt derzeit einen hohen Erkrankungsstand, gemessen anhand der Meldungen von Kindertageseinrichtungen. Die eigentliche Grippe-Welle steht aber noch bevor, sagt Dr. Hans-Bernhard Behrends, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. "Ich rechne damit, dass noch vor Weihnachten die Zahl der Erkrankungen deutlich zunehmen wird. Wer das Fest ohne tropfende Nase und dickem Kopf feiern will, sollte sich jetzt einen Impftermin bei seinem Hausarzt geben lassen", so der Amtsarzt.

Ursache für die regelmäßige Zunahme von Erkältungen im Winter sind vor allem starke Temperaturschwankungen zwischen Drinnen und Draußen: "Der Körper muss sich ständig neu anpassen - an die oft überheizten Innenräume im Wechsel mit der eisigen Außenluft. Das belastet das Immunsystem, mit der Folge, dass wir leichter für Infektionen durch Bakterien oder Viren empfänglich sind", sagt Dr. Hans-Bernhard Behrends. Das Immunsystem zu stärken, hilft also, Erkältungen vorzubeugen - zum Beispiel durch den Verzicht von Alkohol- und Nikotinkonsum oder durch Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Gegen aggressive Influenza-Viren ist der Körper aber oft machtlos: "Da nützt nur die Impfung", so der Allgemeinmediziner.

Vor allem ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig für Infektionen, aber auch Kinder, deren körpereigene Abwehr noch nicht so ausgebildet ist wie bei Erwachsenen. Durchschnittlich sechs bis zehn Mal im Jahr leiden Kinder unter grippalen Infekten oder Magen-Darm-Infektionen. Wie für die Großen gilt für die Kleinen: süße fettreiche Speisen reduzieren und stattdessen zwischendurch lieber mal in eine Möhre oder einen Apfel beißen. Viel trinken, am besten ungesüßte Tees, ist ebenfalls Pflicht: "Die Heizungsluft in den Räumen trocknet die Schleimhäute zum Beispiel in der Nase aus, wodurch Viren ein leichteres Spiel haben, den Körper zu infizieren", sagt Dr. Behrends.

Auch vor Auskühlungen und Erfrierungen müssen sich Kinder besonders schützen - dazu brauchen die Temperaturen gar nicht mal unter den Gefrierpunkt fallen. "Feuchte Witterungen, starker Wind und Temperaturen knapp über null Grad können bei Kindern, die falsch angezogen sind, Kälteschäden hervorrufen", warnt Dr. Behrends. Ideal angezogen sind Kinder und Jugendliche mit einer wind- und regenfesten Kleidung im Zwiebelsystem - so dass beim Toben im Freien die äußere Jacke auch mal abgelegt werden kann, die dann wieder übergezogen wird, wenn das Spiel vorüber ist.
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