Sonntag, 02. Oktober 2016


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Amtsarzt: "Frühe Diagnose hilft vor Ansteckung zu schützen"

Welt-TBC-Tag am 24. März - Region Hannover untersucht und berät

(lifePR) (Hannover, ) Anlässlich des Welt-TBC-Tags am 24. März macht Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover, darauf aufmerksam, dass die Risiken von Tuberkulose nicht zu unterschätzen sind. "Die Tuberkulose ist auch heute noch die weltweit häufigste zum Tode führende behandelbare bakterielle Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen", betont Dr. Yilmaz. Wichtig sei im Fall einer Ansteckung mit TBC eine frühzeitige Diagnose - nicht nur, um den Patienten oder die Patientin korrekt zu behandeln, sondern auch zum Schutz aller, die mit dieser Person engen Kontakt haben. Tuberkulose wird durch kleine erregerhaltige Tröpfchen übertragen. Nur bei fünf bis zehn Prozent der Infizierten bricht die Krankheit aus. Dennoch ist TBC neben HIV und Malaria die Krankheit, die weltweit die meisten Todesopfer fordert.

"Deshalb ist Tuberkulose weiterhin eine ernste Erkrankung und meldepflichtig", erläutert Amtsarzt Dr. Yilmaz. "Das Gesundheitsamt registriert jeden Erkrankten bzw. jede Erkrankte und überprüft, wer mit dieser Person im Kontakt war und sich eventuell angesteckt haben könnte. Wir beraten und begleiten diese Erkrankten und ihre Kontaktpersonen. Damit leisten wir als Gesundheitsamt unseren Beitrag dazu, dass TBC in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten drastisch eingedämmt wurde." Das Problem: Die Krankheit gibt sich nicht durch typische Anzeichen zu erkennen, sondern äußert sich nur durch allgemeine Beschwerden wie Husten, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und vermehrte Schweißbildung. Treten solche Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf, sollten ein Arzt oder die Tuberkulose-Beratungsstelle im Haus der Region aufgesucht werden.

"Im vergangenen Jahr haben wir 66 Fälle von Tuberkulose-Erkrankung registriert", sagt Dr. Ange Hanke-Lensing, Leiterin des Teams Infektionsschutz TBC. "Das liegt etwa im Schnitt der vergangenen Jahre." Etwa 60 bis 70 Neuerkrankungen seien in der Region Hannover seit 2010 pro Jahr gemeldet worden. Für 2015 erwartet die Expertin einen Anstieg. Innerhalb der ersten beiden Monate wurden insgesamt 22 Fälle registriert. Da TBC andernorts nicht so stark eingedämmt ist wie in Deutschland, geschieht es immer wieder, dass Menschen, die aus anderen Ländern einreisen, eine Infektion "mitbringen". Menschen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben, stehen besonders in dem Risiko, sich an offener Tuberkulose anzustecken. Bei der Diagnose hat mittlerweile neben der Röntgenuntersuchung und dem Nachweis der Bakterien in einem Abstrich die Blutuntersuchung ihren festen Stellenwert.

Weitere Auskünfte oder Terminvereinbarungen sind beim Team Infektionsschutz TBC der Region Hannover unter Telefon (0511) 616-22888. Auch die Internetseite www.hannover.de hält ausführliche Informationen über Tuberkulose bereit.

Tuberkulose
ist weltweit noch immer die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist etwa jeder Dritte mit Tuberkulosebakterien infiziert, jeder zehnte davon erkrankt. Jährlich sterben etwa 1,4 Millionen Menschen an der Krankheit - die meisten in Asien und Afrika.

Tuberkulose
wird in den meisten Fällen durch winzige, erregerhaltige Tröpfchen übertragen und befällt in der Regel die Lunge. Die Krankheit gibt sich nicht durch typische Anzeichen zu erkennen, sondern äußert sich nur durch allgemeine Beschwerden wie Husten, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und vermehrte Schweißbildung. Treten solche Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf, sollte ein Arzt oder die Tuberkulose-Beratungsstelle im Haus der Region aufgesucht werden.
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