Montag, 22. September 2014


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Ausländische Dominanz im Deutschen Fahrderby

Westfälische Meisterschaften – 15 Mal Gold vergeben

(lifePR) (Münster, ) Mit einer Rekordbeteiligung von 16 Nationen, über 80 Gespannen in den internationalen Fahrwettbewerben und rund 400 Spring-, Dressurreitern und Voltigierern bei den Westfälischen Meisterschaften bot Riesenbeck International 2007 an vier Turniertagen die komplette Bandbreite des Pferdesports.

Im Internationalen Deutschen Fahrderby war nach dem Karrierenende von Michael Freund, dem Sieger der Jahre 2003, 2005 und 2006, der Weg frei für neue Namen. Dabei spielten die deutschen Fahrer diesmal im Endklassement nur eine untergeordnete Rolle.

Der neue Derbysieger kommt aus Schweden und heißt Fredrik Persson. Die Ränge zwei und drei belegten der Ungar Jozsef Dobrovitz vor dem Australier Boyd Exell, der in der Marathonfahrt trotz eines Umsturzes seines Kutsche in der Wertung geblieben war, weil der Vorfall außerdem eines Hindernisses passiert war.

Der Franzose Benjamin Aillaud, Sieger der 15,5 Kilometer langen Marathonfahrt, dem eigentlichen Herzstück des Derbys, wurde am Ende Vierter und hatte sich ebenso wie der Zweitplatzierte des Geländes, Ludwig Weinmayr aus Fischbachau (Endplatzierung Fünfter) ein noch besseres Endergebnis durch eine mäßige Dressurleistung verbaut.

Ein anderes Bild bot die ebenfalls international besetzte Zweispännerkonkurrenz, die zugleich zweite Sichtung für die WM im polnischen Warka war: Hier präsentierten sich die Schützlinge von Bundestrainer Eckard Meyer in blendender Form. Allen voran Sebastian Warneck (Dabendorf), Seriensieger von Riesenbeck (2003, 2004, 2005), der die kombinierte Wertung und damit nach der ersten auch die zweite WM-Sichtung für sich entscheiden konnte. Den deutschen Triumph komplettierten Klaus Tebbe (Neuenkirchen) und Rudolf Huber (Stuhr) auf den Rängen zwei und drei.

Bei den nationalen Pony-Vierspanner-Prüfungen waren die ersten drei Plätze bereits nach Dressur und Gelände nahezu vergeben, weil die Abstände zum Viertplatzierten schon zu groß waren. Den Gesamtsieg sicherte sich mit einer fehlerfreien Fahrt durch den Hindernis-Parcours Abel Unmüßig (St. Märgen). Mit drei Fehlerpunkten platzierte sich Karl-Heinz Wanstrath (Fürstenau) auf Rang zwei gefolgt von Martin Thiemann (Saerbeck), der sich 9,84 Fehlerpunkte im Hindernisfahren leisten konnte.

Bei den Westfälischen Meisterschaften wurden 15 neue Titelträger gekürt. Im Ponybereich heißen die neuen Meister im Springen Henrik Bockstette (Wadelheim-Rheine) und in der Dressur Nadine Surmann (Appelhülsen).

Bei den Springreiter-Junioren setzte sich Gerrit Schepers (Emscherquelle) vor Lokalmatador Lars Grafmüller (Riesenbeck) durch. In der Junioren-Dressur holte sich Ann-Kristin Dornbracht (Kalthof) Gold.

Riesenbecker Farben wurde auch bei den Jungen Reitern blendend vertreten. Denis Huser (Riesenbeck) wurde Dritter bei den Springreitern. Der Titel gewann hier Julia Gorski (Hagen). Ebenfalls mit Gold dekoriert wurde bei den Jungen Reitern Dressur Kirsten Sieber (Schwerte).

Zur rein familiären Angelegenheit gerieten die Entscheidungen um die Titel im Springen der Senioren. Bei den Damen fiel die Entscheidung zugunsten von Silvia Gripshöver (Werne). Ihr Bruder Lutz zog nach und holte Titel Nummer zwei für die Familie.

Wolfram Wittig (Herford) heißt der neue Meister in der Dressur der Senioren. Bei den Damen holte sich Marion Wiebusch (Hattingen) Gold.

Beim Gruppenvoltigieren verteidigte TPZ Peiler-Hamm den im Vorjahr gewonnenen Titel.

Bei den Herren wurde Dennis Peiler (Hamm) seiner Favoritenrolle gerecht und gewann seinen siebten Landestitel. Damit zog er mit Rekordtitelhalter Christoph Lensing gleich. Der Titel bei den Damen ging an Mareike Mimberg (Wehdem-Oppendorf).

Die Westfälischen Nachwuchschampionate wurden in der Dressur von Christopher Ifland (Rhede-Kommert) und im Springen von Alena Walter (Neheim-Hüsten) gewonnen.

Nach einer wochenlangen Schlechtwetterperiode im Vorfeld des Turniers hatten die Veranstalter mit enormem Einsatz nach den beiden ersten Turniertagen die Schlammschlacht mit Bravour gemeistert und wurden anschließend mit hochsommerlichen Temperaturen belohnt. „Die Bedingungen sind für alle Aktiven zufrieden stellend“, hatte Heinz Kerkhoff, der Vorsitzende des Reitervereins Riesenbeck, zu Beginn tiefgestapelt. „Trotz widrigster Witterungsbedingungen fanden Fahrer, Voltigierer und Reiter in allen Disziplinen sehr gute Verhältnisse vor“, lobte dagegen Klaus Ridder, geschäftsführender Vorstand des Provinzial-Verbandes Westfälischer Reit- und Fahrvereine.

Bereits in knapp vier Wochen wartet ein weiteres Großereignis auf die Pferdefans in Riesenbeck. Im Rahmen der Aktion „PFERDE-STÄRKEN“ der Region Münsterland präsentiert sich der Zucht-, Reit- und Fahrverein Riesenbeck am Samstag und Sonntag, 11./12. August, auf der Reitsportanlage Surenburg mit allen seinen pferdesportlichen Facetten.
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