Mittwoch, 07. Dezember 2016


Die häufigsten Irrtümer zum Thema Kopfschmerz

PhytoDoc Kommentar: Am 5.9. ist Tag des Kopfschmerzes

(lifePR) (Heidelberg, ) Nach den Rücken- und Gelenkschmerzen zählt der Kopfschmerz zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Etwa 4 bis 5 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet sogar täglich unter Kopfschmerzen. Die Formen sind sehr vielfältig. So versteht man unter Sekundären Kopfschmerzen alle Arten von Kopfschmerzen mit einer eindeutigen organischen Ursache, zum Beispiel ein Kater nach einem Rausch.

Bei den Primären Kopfschmerzen sieht es anders aus. Hier ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Über 90 Prozent der Kopfschmerzerkrankungen entfallen auf die Kopfschmerzformen Migräne und Spannungskopfschmerzen. Diese können auch kombiniert auftreten. Weitere Primäre Formen sind beispielsweise der Clusterkopfschmerz (Horton-Syndrom) und der medikamentenassoziierte Kopfschmerz (meist durch zu häufiges Einnehmen von Schmerzmitteln).

Nach wie vor sind Frauen zahlenmäßig mehr davon betroffen, Gründe sind zumeist das Multitasking, das empfindliche vegetative Nervensystem, hormonelle Schwankungen. Erbliche Faktoren spielen beim Kopfschmerz auch eine Rolle.

Es gibt zudem eine Reihe populärer Irrtümer, die sich um den Kopfschmerz ranken. Dr. Berthold Musselmann von PhytoDoc, dem Portal für Gesundheit, Naturheilkunde und Heilpflanzen erläutert diese.

1.Irrtum: "Ich habe Migräne und andere Kopfschmerzen: Dann brauche ich sofort Medikamente."

Achtung: Das Wichtigste bei Kopfschmerzen ist die Analyse. Dazu zählen meist auch die Änderung der Lebens-, Ernährungs-, Bewegungssituation, die Schlafverhältnisse und die Einstellung zu Genussmitteln.

2. Irrtum: "Schmerzen im Kopf? Das muss gleich über technische Diagnostik abgeklärt werden.“

Blinder Aktionismus bringt nichts, Kernspintomografie und Co sind nur bei Alarmsymptomen notwendig.

3. Irrtum: "Kopfschmerzen sind doch normal und fast immer harmlos."

Halt: der Kopfschmerz kann auch ein Symptom einer gefährlichen Grunderkrankung sein. Bei folgenden Auffälligkeiten sollte prinzipiell reagiert werden und fachärztlich abgeklärt werden:

- Wenn der Kopfschmerz erstmals bei Personen mit über 40 Jahren auftritt.

- Wenn der Kopfschmerz einen veränderten Schmerzcharakter zeigt und wenn er
außergewöhnlich stark ist.

- Wenn es Hinweise auf Meningitis oder Subarachnoidalblutung (Hirnblutung) gibt. Anzeichen können sein: Fieber, Rücken-, Nackenschmerzen/-steife, Schüttelfrost. erhöhter intrakranieller Druck –(intrakraniell - innerhalb des Schädels), Müdigkeit, Erbrechen, Gedächtnis-, Konzentrationsstörung, Schwindel/ Unsicherheit in der Bewegung, Zunahme bei Husten, Niesen, Pressen, Kopfbewegung.


4. Irrtum: "Kopfschmerz, das ist hauptsächlich Migräne".

Nein, es gibt nach der internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft 13 Hauptgruppen von Kopfschmerz. Auf die so genannten Primären Kopfschmerzen entfallen dabei 90 Prozent (Migräne, Spannungskopfschmerz). Spannungskopfschmerzen gehen von der Halswirbelsäule und von Verspannungen aus, auch geistige und haltungsbedingte Überanstrengung verstärken diese. Zudem gibt es medikamenteninduzierte Kopfschmerzen auf der Basis eines primären Kopfschmerzes. Mischtypen treten dabei übrigens sehr regelmäßig auf.

5. Irrtum: "Kopfschmerzen – das kommt vom vielen Nachdenken. Kopfschmerzen sind hauptsächlich kopfbasiert, kommen von der Kopfregion.“

Nein, das ist nicht so. Sehr häufig sind auch Probleme an der Halswirbelsäule, am Kiefer, Probleme mit dem Zahnstatus, den Schleimhäuten, den Gefäßen, dem Bauch, mit der Haut sowie ein veränderter Blutdruck die Auslöser für Kopfschmerzen.


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(Der Experte: Dr. med. Berthold Musselmann ist seit 2006 bei PhytoDoc und dort Ärztlicher Leiter. Er studierte Medizin an der Ruhr-Universität Bochum und Essen und in Recklinghausen. 1987 promovierte er mit einer Arbeit im Bereich der medizinischen Mikrobiologie/Immunologie. Nach einer zweijährigen Klinikzeit an den Unikliniken Heidelberg (Endokrinologie, Onkologie, allgemeine Innere Medizin, Poliklinik) und am Städtischen Klinikum in München-Harlaching zog es ihn in ärztliche Praxen (Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren). Parallel absolvierte er Ausbildungen in Naturheilverfahren (1991-97), Chirotherapie (1990-92), und Umweltmedizin (1996-97). 1992 gründete er eine eigene Praxis und ist seit 1996 Arzt für Allgemeinmedizin. Dr. Musselmann lehrt seit 1997 in der studentischen Ausbildung und wurde 2000 Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Universität Heidelberg.) Infos: www.dr-musselmann.de.


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