Donnerstag, 29. September 2016


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Sanierung bei Schimmelpilzbefall - Anspruch und Wirklichkeit driften massiv auseinander

Fehlentscheidungen führen zu kostenintensiven Zweitsanierungen

(lifePR) (Himmelstadt, ) Bei Feuchteschäden wird bei den mehr als 1 Million Wasserschäden pro Jahr regelmäßig nur getrocknet und nicht mikrobiologisch untersucht. Inwieweit eine gesundheitsgefährdende Schimmel- und / oder Bakterienbelastung vorliegt, kann nur aufgrund von Erfahrungswerten geschätzt werden. Die Desinfektion bei Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen ist trotz vielfältigster Produkte und Testberichte nicht fachgerecht. Die Erkenntnisse zu Schimmel in neu errichteten Gebäuden sind erschreckend. Das belegt eine Studie von Dipl.-Ing. Eva Foitzik aus Zürich.

Warum kommt es bei Schimmelschäden so häufig zu Falschsanierungen? Warum werden erforderliche Sanierungen nicht vorgenommen, obwohl unter objektiven und objektivierbaren Gründen ein akuter Handlungsbedarf besteht? Die Gründe hierfür sind vielschichtig, weiß Dr. Gerhard Führer, Leiter des peridomus Instituts und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz Forums, aufgrund seiner langjährigen Erfahrung:

- Viele Menschen wollen "glauben" und "nicht wissen". Bei diesem Phänomen ist es egal, ob es sich um eine Geldanlage, den Kauf eines neuen Autos oder gar um einen Schimmelschaden im eigenen Haus handelt.

- Viele Fachleute anderer Fachdisziplinen unterliegen beim Thema "Sanierung bei Schimmelpilzbefall" einer Kompetenzillusion. Unsere hochgradig spezialisierte Gesellschaft verfügt mittlerweile über Fachleute auf allen Wissens- und Arbeitsgebieten. Die komplexe Thematik von Schimmelschäden wird jedoch häufig unterschätzt. Viele Zeitgenossen unterliegen der Fehleinschätzung, qualifiziert mitreden zu können.

- Eine fachgerechte Sanierung kostet oftmals viel Geld. Wer dieses zahlen muss, möchte zunächst Kosten sparen. Und dies unabhängig davon, ob fachgerecht oder "irgendwie" saniert wird. Durch Oberflächlichkeit und Schnelligkeit bei der Ausführung bleibt die gerade in diesem Fachbereich erforderliche Qualität unberücksichtigt.

"All diese Gründe sind menschlich nachvollziehbar", so Dr. Führer. "Sie führen jedoch zu Fehlentscheidungen und sind unter fachlichen Gesichtspunkten die Grundlage für eine meist kostenintensive "Sanierung der Sanierung". Aktuell wird bei den mehr als 1 Million Wasserschäden pro Jahr in Deutschland nur getrocknet und nicht mikrobiologisch untersucht. Inwieweit hier eine Schimmel- und / oder Bakterienbelastung vorliegt, ist aufgrund der fehlenden Untersuchung nicht bekannt. Die Desinfektion in Innenräumen ist trotz vielfältigster Produkte und Testberichte nicht fachgerecht. Zur Problematik "Schimmel im Neubau" wurde im letzten Jahr von Dipl.-Ing. Eva Foitzik, Architektin aus Zürich, eine Studie erarbeitet. Die Erkenntnisse zu Schimmel in neu errichteten Gebäuden sind erschreckend.

Doch was ist zu tun, um Falschsanierungen zu unterbinden, bisher unerkannte Schimmelschäden zu sanieren oder Schimmel in Innenräumen prinzipiell zu vermeiden? Wie kann Betroffenen geholfen, wie können Versicherungen unterstützt, das Gesundheitssystem entlastet, die Bauunternehmen vor Risiken bewahrt werden? Laut Gerhard Führer gibt es hier nur eine Antwort: "Aufklärung und Fortbildung, um preisgünstige, schadenstolerante und einfache Lösungen zu finden."

"Schimmel in Gebäuden: Risiken, Kosten, Vorsorge" lautet das Motto des 5. Würzburger Schimmelpilz Forums. Es findet vom 20. bis 21. März 2015 im Novum Conference & Events statt. Das Zwei-Tagesticket kostet 299 Euro zzgl. MwSt. Veranstalter ist das peridomus Institut Dr. Führer. Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und den Veranstaltungszeiten auf

www.schimmelpilz-forum.de
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Über Peridomus Institut Dr. Führer

Dr. Gerhard Führer beschäftigt sich seit seinem Studium der Biologie und Chemie an der Universität in Würzburg mit Schadstoffen in Innenräumen und der praxisnahen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Unmittelbar nach dem Studium war er in München bei der Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit (GSF) in der Umweltforschung tätig. Das von ihm 1993 gegründete peridomus Institut führt bundesweit "Innenraumchecks" zur Klärung und Vermeidung von gebäudebedingten Erkrankungen durch. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Im Rahmen seiner Sachverständigentätigkeit zeigt Führer Lösungen für fachgerechte Sanierungen auf. Er unterrichtet an der Fakultät "Bauen und Umwelt" der Donau-Universität Krems in Österreich, ist als Dozent u. a. für die Bayerische Architektenkammer tätig und Herausgeber des Loseblattwerkes "Schimmelbildung in Gebäuden". Neben Veröffentlichungen in verschiedenen Fachmedien zur Schadstoffproblematik initiiert und organisiert Führer Fachtagungen und Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema "Schadstoffe in Innenräumen".

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