Dienstag, 29. Juli 2014


Naturnah bewirtschaftete Buchenwälder garantieren Biodiversität

Buchenwälder im schönsten Frühlingskleid

(lifePR) (Braunschweig, ) Die Buchenwälder der Niedersächsischen Landesforsten präsentieren sich aktuell im schönsten Frühlingskleid und erfreuen mit den noch frühlingshaft zarten Grüntönen die Herzen zahlreicher Erholungssuchender und Wanderer. Dieses Frühlingsgrün weicht in einigen Wochen dem dunkleren Sommerkleid. Aber nicht nur in punkto Erholung hat diese Waldgesellschaft viel zu bieten: Buchenwälder erfreuen sich in Niedersachsen dem besonderen Augenmerk der Förster. Sie wachsen in der Fläche und werden immer vorratsreicher.

"Die Buche ist die Hauptprofiteurin unserer langfristigen ökologischen Waldentwicklung", analysiert Dr. Klaus Merker, Präsident der Landesforsten, nach 20 Jahren LÖWE - Waldbau.

Um die Buche, auch Mutter des Waldes genannt, in Niedersachsen zu fördern, wurden in den Landesforsten allein von 1991 bis zum Jahr 2011 rund 57 Millionen junge Buchen gepflanzt. Heute wachsen diese noch kleinen Buchen in den großen Fichten- und Kiefernwäldern von Harz und Heide, um diese zu Mischwäldern zu entwickeln. Durch diese Investitionen wird der Flächenanteil der Buche schon in den kommenden fünf Jahren auf 27 % anwachsen, dies entspricht einer Fläche von ca. 83.000 Hektar bzw. der vierfachen Stadtfläche von Hannover.

20 Jahre Waldbewirtschaftung nach LÖWE (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) zeigen Wirkung: viele Vogelarten wie Seeadler, Kranich, Schwarzstorch, Wildkatze oder auch Uhu, die in Niedersachsen bereits als ausgestorben galten oder kurz davor standen, sind durch die Arbeit der NLF erhalten worden und gelten heute als gesichert. Ein besonders wichtiger Charaktervogel der heimischen Buchenwälder ist der Schwarzspecht. Dieser fliegende Zimmermann meißelt Höhlen in dicke Stämme. Viele Tierarten, wie Hornissen, Fledermäuse oder auch die Hohltaube beziehen diese Baumhöhlen als "Nachmieter" und finden so einen wertvollen Lebensraum. Um alle diese Arten zu fördern, belassen die Landesforsten in ihren Wäldern flächendeckend sogenannte Totholz- und Habitatbäume.

Der Anteil sehr alter Buchenwälder wächst ebenfalls seit 20 Jahren. Fanden sich 1991 nur rund 2.400 Hektar Buchenwälder mit einem Alter über 160 Jahre, so hat sich ihre Fläche auf rund 5.300 Hektar im Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Die nachhaltige und naturnahe Waldwirtschaft hat die Biodiversität in den Buchenwäldern der NLF in den vergangenen 20 Jahren deutlich verbessert.

Die Niedersächsischen Landesforsten haben sich schon frühzeitig der internationalen Kampagne "Countdown 2010" angeschlossen, um aktiv dem Rückgang der Biologischen Vielfalt entgegenzutreten. "Für den eigenen Verantwortungsbereich können die Landesforsten die Bilanz ziehen, dass keine natürlich vorkommende Art mehr verloren geht. Mit unserer Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Biodiversitätsverlust.", so Merker.

Trotzdem nutzen die Landesforsten ihre Buchenwälder weiterhin in nachhaltiger Weise. Jährlich wachsen im Landeswa3d 0,63 Mio. Kubikmeter Buchenholz nach, hiervon werden etwa 0,33 Mio. Kubikmeter geerntet. Der Buchenholzvorrat wuchs von 13 Mio. Kubikmetern 1991 auf 19 Mio. Kubikmeter im Jahr 2011 an. Würde man diesen Vorrat nutzen, entspräche dies ca. 190.000 voll beladenen Güterwaggons.

Weitere Informationen zu den Niedersächsischen Landesforsten finden Sie unter www.landesforsten.de .
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