Freitag, 09. Dezember 2016


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In fünf Tagen zum Junior Ranger

(lifePR) (Wilhelmshaven, ) 18 Kinder aus ganz Ostfriesland drückten in den Osterferien zwar nicht die Schulbank, lernten aber trotzdem jede Menge: Sie ließen sich zu Junior Rangern ausbilden. Basis-Camp war der Woldenhof in Wiegboldsbur.

In nur fünf Tagen lernten jetzt acht Mädchen und zehn Jungen alles, was ein richtiger Ranger so können muss. Als Junior Ranger wollen sie nun die Natur erforschen und beschützen. Seit dem Auftakt im Herbst 2008 war dieses das vierte Junior Ranger Camp für Ostfriesland und den Nationalpark und das Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer. Seit Januar 2010 sind die Junior Ranger im Rahmen eines 3jährigen Projekts bei der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer angesiedelt, finanziert von der niedersächsischen Lottostiftung, der Wattenmeerstiftung und dem WWF. "Unser Ziel ist es, das Naturinteresse und die Motivation der Kinder langfristig zu fördern", erklärt Nationalpark-Leiter Peter Südbeck.

Bei der Abschlussveranstaltung im Basiscamp, dem NABU Woldenhof in Wiegboldsbur, präsentierten die Kinder ihren Eltern, was sie alles gelernt und erlebt haben: Am ersten Tag trafen sie den "echten" Nationalpark-Ranger Frank Rabenstein von der Insel Juist. Er erzählte den Kindern von seiner Arbeit und gab eine Einführung in die Vogelbeobachtung mit Fernglas und Spektiv. Während einer Fahrradtour durch die Wiegboldsburer Meeden mit Michael Steven, Leiter des NABU Ostfriesland, übten die Kinder ihre Kenntnisse bei einer Kiebitz-Kartierung. Außerdem legten sie im Naturschutzgebiet Groen Breike kräftig Hand an: dort galt es ein Entwässerungsrohr zu verdämmen, damit das Wasser angestaut werden kann. "Dann ist der Boden weich genug, damit die Uferschnepfe wieder nach Futter stochern kann", erklärte Junior-Ranger Keno.

Mit André Marliani vom Nationalpark-Haus Seehundstation Norddeich machten die Kinder eine spannende und lustige Wanderung ins Watt, danach stand Gruppenarbeit zum Thema Seehund auf dem Programm.

Auch Öffentlichkeitsarbeit gehört zum Handwerkzeug eines Junior Rangers. Die Kinder bewiesen, dass sie verschiedene Präsentationstechniken, wie Vortrag, Inszenierung, Logbuch schreiben oder Interviews geben, schon gut beherrschen. Akrobatische Einlagen rundeten die unterhaltsame Präsentation ab. Stolz konnten die Kinder dann ihre Junior-Ranger-Zertifikate von der Nationalparkverwaltung entgegennehmen.

Die Ausbildung zum Junior Ranger geht aus dem NaturErlebnis-Abzeichen hervor. In zahlreichen Umwelteinrichtungen der Region können Kinder Veranstaltungen besuchen und bekommen dafür einen Stempel in einen speziellen Pass. Nach drei Stempeln erreichen sie das erste Abzeichen, den "Igel", nach vier die "Strandkrabbe" und nach zwölf Stempeln den "Kiebitz". Damit können sie die Ausbildung zum Junior Ranger antreten.

Das Projekt NaturErlebnisAbzeichen und Junior Ranger soll nun entlang der gesamten niedersächsischen Küste bis nach Cuxhaven ausgeweitet werden.

Weitere Informationen unter www.juniorranger.de
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