Sonntag, 04. Dezember 2016


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Erste junge Kegelrobbe auf Amrum gefunden

(lifePR) (Berlin, ) Auf einigen Sandbänken im Nationalpark Wattenmeer werden ab Mitte November die ersten jungen Kegelrobben geboren. Bei starken Westwinden werden die Sandbänke überflutet und manche Jungtiere verdriften nach Amrum und Sylt. Ein etwa zwei Wochen altes Junges wurde am Wochenende auf Amrum gefunden. Mit der dünnen Speckschicht kann es sich noch nicht lange im Wasser aufhalten und liegt allein an einem höher gelegenen Strand. So kann der Eindruck entstehen, das Junge wäre verlassen, doch das stimmt nicht. Die Mutter schwimmt meist in der Nähe im Wasser und säugt regelmäßig das Junge, manchmal allerdings nur nachts. Auch vor Helgoland wurde jetzt die erste Kegelrobbengeburt gemeldet.

Im Winter 2008/2009 wurden auf Sandbänken vor Amrum 16 Kegelrobben geboren, vor Helgoland 70. Bei der Geburt sind die Jungen schon bis zu einem Meter groß. Knapp drei Wochen lang werden sie gesäugt. Um sie vor Störungen zu schützen, bittet die Nationalparkverwaltung darum, Abstand zu halten und die Mitarbeiter der Naturschutzvereine zu benachrichtigen. Auf Amrum teilen sich der Verein Jordsand, die Schutzstation Wattenmeer und der Öömrang Ferian die Arbeit, auf Sylt ist die Schutzstation Wattenmeer zuständig. Sie richten "flexible Ruhezonen" ein und informieren die Gäste. Die Wurfzeit der Kegelrobben dauert bis Januar.

Im Mittelalter waren Kegelrobben im Wattenmeer genauso häufig wie Seehunde, doch dann verschwanden sie hier fast vollständig. Erst in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts haben sie sich wieder vor Amrum angesiedelt, Mitte der neunziger Jahre auch vor Helgoland. Im Frühjahr 2009 wurden insgesamt 448 Tiere gezählt, 139 mehr als im Vorjahr.
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