Samstag, 26. Juli 2014


Rote Karte für Hühnerleid

(lifePR) (Aachen, ) Die Bundesregierung hat den Bundesrats-Kompromiss für das Aus der Kleingruppenkäfige Ende 2023 ignoriert und die Frist 31. März des Bundesverfassungsgerichts zur Neuregelung der Hennenhaltung verstreichen lassen.

Damit wird nun jedem Bundesland überlassen, wie lange Kleingruppenkäfige fortbestehen dürfen. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte ist das Nicht-Handeln der Bundesregierung ein Skandal.

"Ministerin Aigner kann bis heute nicht nachweisen, warum die Bundesrats-Frist 2023 verfassungswidrig ist, ihre Frist bis 2035 dagegen aber rechtmäßig sein soll. Für uns ist das reine Willkür. Sie lässt die Bundesländer im Regen stehen, und die Hennen müssen ihr politisches Versagen weiter mit lebenslangem Leid ausbaden", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. Zwar könne jedes Bundesland jetzt seine eigene Frist für das Käfigende setzen, riskiere jedoch aufgrund der unklaren Rechtslage die umgehende Klage der Kleingruppenbetreiber. "So risikofreudig wird aber kaum eine Landesregierung sein", sagt Simons.

Der Bundesverband ruft die Verbraucher auf, nicht erst an der Wahlurne Einfluss zu nehmen. Bereits zum bevorstehenden Osterfest könne jeder aktiv werden, und zwar nachhaltiger als durch den Kauf von Eiern aus Freiland- und Bodenhaltung. So empfiehlt der Verband, die Ernährung tierfrei auszurichten.

"Ich erinnere allein daran, dass auf jede sogenannte Legehenne ein männliches Küken kommt, das kurz nach dem Schlüpfen qualvoll getötet wird, nur weil es das falsche Geschlecht hat. Der beste Tierschutz ist, seinen Speiseplan völlig ohne Eier und Produkte vom Tier auszurichten. Zur Unterstützung hat unser Verband das Rezeptportal culinaria-vegan.de geschaffen. Wie wäre es z. B. Ostern mit Penne an grünem Spargel und Minzpesto, Ostertorte mit Mais und Paprika, einem veganen Osterzopf oder Quarkuchen?", so Simons weiter.

Informations- und Rezeptportal: www.culinaria-vegan.de
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