Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Mitgliederversammlung des Landessportbundes: Karin Augustin erste Frau an der LSB-Spitze

Überwältigende Mehrheit für 51-jährige Mainzerin

(lifePR) (BINGEN, ) Die neue Präsidentin des Landessportbunds (LSB) Rheinland-Pfalz heißt Karin Augustin. Die rund 400 Delegierten wählten die 51-jährige Mainzerin mit überwältigender Mehrheit (354 von 356 Stimmen) als erste Frau in der knapp 60-jährigen Geschichte des LSB an die Spitze der mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern größten Personenvereinigung des Landes. Neben dieser Wahl, die durch den Tod des seitherigen Präsidenten Hermann Höfer (Koblenz) notwendig geworden war, standen die Verabschiedung des Haushaltes 2008 sowie Änderungen in der Finanzordnung im Mittelpunkt der Versammlung im Rheintal-Kongress-Zentrum in Bingen.

Karin Augustin, die aus Rennerod im Westerwald stammt, ist seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich im Sport tätig und war aktive Leichtathletin und Handballerin. Die Mutter zweier Kinder führt bereits seit 20. Mai 2006 die Geschicke des Sportbundes Rheinhessen, in dessen Präsidium sie seit 1998 verschiedene Funktionen ausübt, und gehört seit zwei Jahren auch dem neunköpfigen LSB-Präsidium an. In ihrer Vorstellungsrede dankte Augustin für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen und forderte dazu auf, die "Kräfte des Sports zu bündeln". Aufgabe des LSB ist es aus ihrer Sicht, Dienstleister für seine Mitglieder zu sein. Darüber hinaus ist ein Schwerpunkt der Aufgaben des LSB, den Leistungssport im Land weiter voran zu treiben. Und die Sportbünde sieht die Mainzerin als wichtige Basis auch für eine erfolgreiche Arbeit im Landessportbund.

In seinem Grußwort an die Versammlung forderte Roger Lewentz, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport, die Delegierten auf, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam anzunehmen. Die große Bedeutung des Sports dokumentieren die 150.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die rund 1,5 Millionen Mitglieder in den knapp 6.300 Sportvereinen des Landes. Die Arbeit der Vereine müsse auch aus Sicht der Landesregierung entsprechend gefördert werden. Hierzu tragen auch die Erträge von Lotto Rheinland-Pfalz bei, so Lewentz weiter. Für die Angebotsentwicklung der Vereine sei zu beachten, dass die Bevölkerung von heute knapp über 4 Millionen Rheinland-Pfälzern über 3,8 im Jahr 2035 bis im Jahr 2050 auf 3,5 Millionen zurückgehen wird. "Deshalb müssen bereits jetzt die Weichen in allen Institutionen gestellt werden - auch im Sport, um sich diesen verändernden Bedingungen zu stellen", so der Staatssekretär abschließend.

Walter Schneeloch, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), betonte in seinem Grußwort, dass der Landessportbund Rheinland-Pfalz im Reigen der Landessportbünde "eine ganz wichtige Rolle" spiele. Schneeloch: "Neue politische Allianzen für den Sport sollen geschmiedet, kluges Sportstätten-Management betrieben, dem demografischen Wandel begegnet und um die Sicherung der finanziellen Rahmenbedingungen gerungen werden." Der DOSB-Vizepräsident für Breitensport und Sportentwicklung forderte, dass der Sport entsprechende Initiativen und Forderungen an die Politik richten müsse wenn es darum geht, die Sportbewegung zu fördern. Denn Sportvereine leisten einen bedeutenden Beitrag zur Entlastung des Sozialstaates. "Lassen Sie uns in großer Gemeinsamkeit dafür sorgen, dass der Sport in den Ländern und Kommunen den Platz einnimmt, der ihm gebührt", rief Schneeloch abschließend den Delegierten zu.

LSB-Vizepräsident Fred Pretz (Vallendar) rief im Bericht des Präsidiums zur "Harmonie in Aufrichtigkeit und Fairness" auf. Der LSB als Dachorganisation des Sports im Lande müsse die Solidarität vorleben. Pretz dankte Dieter Noppenberger, dem LSB-Vizepräsidenten aus Deidesheim, für die Führung des Präsidentenamtes in Zeiten der Vakanz. Zur Finanzierung des rheinland-pfälzischen Sports zeigten sich Pretz und später auch Thomas Wansch, LSB-Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen, nach Gesprächen mit Minister Karl-Peter Bruch hoffnungsvoll, dass der pauschale Aufwendungsersatz auf 10,5 Millionen Euro angehoben werden könnte.

Nach der Vorstellung und Erläuterung durch Thomas Wansch und eingehender Diskussion wurde der rund 20 Millionen Euro umfassende Etat 2008 genehmigt. Gleichzeitig teilte Wansch den Delegierten mit, dass auch 2008 wieder zwei Millionen Euro für das Sonderprogramm zur Sanierung von vereinseigenen Sportanlagen zur Verfügung stehen. Die Finanzordnung des LSB wurde auf seinen Vorschalg hin in einigen Punkten den neuesten Erfordernissen angepasst und verabschiedet.

Ein weiteres Thema der LSB-Mitgliederversammlung: Jugendarbeit ist eine Kernaufgabe des Landessportbundes. Die Frage der organisatorisch-strukturellen Einordnung der Sportjugend in die Gesamtorganisation des LSB - insbesondere die Frage der rechtlichen Selbstständigkeit - wurde in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert. Mit dem einstimmigen Votum der Versammlung wurde ein entsprechendes Papier mit Grundsätzen der Zusammenarbeit der Jugendorganisation des Sports als Bestandteil des LSB verabschiedet.
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