Sonntag, 31. August 2014


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Grundstücksmarktbericht 2006 – Landeshauptstadt Potsdam

(lifePR) (Potsdam, ) Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Potsdam hat den Jahresbericht 2006 über die Entwicklungen auf dem Potsdamer Grundstücksmarkt fertig gestellt. Neben den bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Bodenrichtwerten zum Stichtag 01.01.2007 gibt der Grundstücksmarktbericht einen Überblick über die aktuellen Wertverhältnisse der verschiedenen Teilmärkte und stellt detailliert die Entwicklungstendenzen im Vergleich zu den Vorjahren dar. Verschiedene Einzeluntersuchungen liefern wichtige Daten, die von Sachverständigen, Banken und Behörden für ihre Bewertungsaufgaben benötigt werden.

1. Die Umsatzentwicklung auf dem Grundstücksmarkt
In den letzten 3 Jahren konnte eine spürbare Belebung des Grundstücksmarkts verzeichnet werden. Die Gesamtanzahl der Kaufverträge ist gegenüber dem Vorjahr um 12 % gestiegen, beim Geldumsatz betrug das Plus sogar 47 %. Besonders stark sind die Umsätze bei den bebauten Grundstücken gestiegen. Der Flächenumsatz betrug 409 ha, damit wechselten 2,2 % des Potsdamer Stadtgebietes den Besitzer.

2. Die Entwicklung der Bodenpreise
Die Bodenpreise weisen insgesamt ein stabiles Niveau auf, nur in einzelnen Gebieten waren leichte Preisrückgänge um 5 bis 10 EUR/m² zu verzeichnen. Von den insgesamt 60 ermittel-ten Bodenrichtwerten sind 13 leicht gesunken, Steigerungen konnten nicht registriert werden.
Die höchsten Bodenpreise weist das Potsdamer Stadtzentrum auf. Hier bewegen sich die Bodenrichtwerte zwischen 410 und 600 EUR/m². In der Brandenburger Vorstadt, Am Neuen Garten, in Klein Glienicke und der Villenkolonie Babelsberg am Griebnitzsee sind die Boden-preise um 10 EUR/m² (- 5 %) zurück gegangen. In den neuen Ortsteilen gaben die Preise um 5 EUR/m² in Fahrland, Golm und Uetz bzw. um 10 EUR/m² in Groß Glienicke nach.

3. Wohnungseigentum
Im Jahr 2006 registrierte der Gutachterausschuss den Verkauf von 873 Eigentumswohnun-gen mit einem Geldumsatz von 99 Mio. EUR. Das sind 185 Vertragsvorgänge mehr als im Vorjahr und damit der dritthöchste Umsatz seit 1991. Der gleichzeitige Rückgang des Geld-umsatzes um 6 % deutet auf sinkende Preise für Eigentumswohnungen hin. Bestand vor 2002 noch kein Markt für Weiterverkäufe von Wohnungseigentum, gewinnt dieser jetzt immer mehr an Bedeutung. Potsdam hat in Bezug auf das gesamte Land Brandenburg einen Marktanteil von 36 %. Die teuerste Eigentumswohnung wechselte im Stadtteil Potsdam in sehr guter Wohnlage für rund 3.500 EUR/m², inklusive Tiefgaragenstellplatz, den Eigentümer.

4. Ausblick
Potsdam bestätigt sich als attraktiver Standort mit positiven Entwicklungschancen auch im wirtschaftlich schwierigen Umfeld. Der Wegfall der Eigenheimzulage hat keine größeren ne-gativen Auswirkungen gezeigt, die Einwohnerprognosen sehen ein Bevölkerungswachstum auf 160.000 vor. Der steigende Umsatz wirkt sich nicht unmittelbar auf die Bodenpreise aus, die langjährig fallende Tendenz der Bodenpreise bleibt erhalten, weitere Preisrückgänge werden nur noch mäßig erfolgen. Die steigende Nachfrage nach Renditeobjekten, wie Büro- und Gewerbegebäuden, lässt auf einen anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung hoffen.

5. Informationen
Auskünfte über die Bodenrichtwerte für den Bereich der Stadt Potsdam bzw. über den Pots-damer Grundstücksmarkt erteilt die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Potsdam unter den Telefonnummern (0331) 289-3182 bzw. -3183.

Der neue Grundstücksmarktbericht (Abgabepreis: 22,50 EUR) kann ab sofort – wie auch die Bodenrichtwertkarte (30,00 EUR) – bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Stadtverwaltung Potsdam, Hegelallee 6-10, Haus 1, Zimmer 310, erworben werden.
Öffnungszeiten:
Dienstag 9 bis 18 Uhr
Donnerstag 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr
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