Sonntag, 11. Dezember 2016


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Marktkommentar Renten

Trading - Range: 139.30-141.28 / Tendenz: schwächer

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Heute verkündet das Bundesverfassungsgericht das Urteil über die Rechtmäßigkeit von ESM und Fiskalpakt. Die meisten Marktteilnehmer erwarten, dass die Genehmigung des Rettungsschirms mit weitreichenden Auflagen verbunden ist.

Allerdings machen die Schuldenfürsten aus dem Mittelmeerraum schon im Vorfeld klar, was sie von dem ganzen Prozedere halten. Der spanische Ministerpräsident Rajoh plant, keinen Antrag auf Unterstützung zu stellen und verbittet sich jegliche Vorgaben zur Haushaltskonsolidierung seitens EU und EZB als Voraussetzung für einen Anleihekauf. Ähnlich sieht es auch sein italienischer Amtskollege Monti. Beide wissen, dass es die EZB im Fall der Fälle schon richten wird. Unterdessen geht das Ringen der Troika mit der griechischen Regierung um das letzte Sparpaket in Höhe von 11.5 Mrd. Euro weiter. 2.2 Mrd. Euro der jüngsten vorgesehenen Ausgabenkürzungen wurden zurückgewiesen, weitere 4-5 Mrd. Euro werden in Zweifel gezogen.

Die Kurse von Bundesanleihen bewegten sich trotz fester Aktienbörsen weiterhin innerhalb relativ enger Spannen um das Vortagsniveau und schlossen etwas schwächer. Der Handel war weiter von großer Nervosität geprägt, die Umsätze blieben unterdurchschnittlich. Die Rentenmärkte der EU- Schuldenländer zeigten sich dagegen in überwiegend freundlicher Verfassung. Nach anfänglicher Schwäche setzten in Italien und Spanien Käufe von Endinvestoren und Hedgefonds ein. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.05 %), spanischer (5.63 %) und portugiesischer Papiere (7.98 %) ermäßigten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 10, 2 bzw. 9 BP. Staatspapiere aus Frankreich (2.16 %) und Belgien (2.56 %) machten gegen Bunds 8 BP gut, die der Niederlande (1.85 %) holten nach der erfolgreichen Auktion 10- jähriger Papiere 3 BP auf. Amerikanische Staatsanleihen notierten angesichts freundlicher Aktienmärkte schwach und geben auch heute in Fernost weiter nach.

Der Bund- Kontrakt (140.38) verlor 31 Stellen, Schatz (110.66) und Bobl (125.18) gingen 1 1/2 bzw. 12 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.54 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 149 BP. 10-jährige USTreasuries rentieren 6 BP höher bei 1.71 %, der JGB- Future (143.89) notiert nach besser als erwarteten Auftragseingängen im Maschinenbau (+4-6 %/1.7 %) und nach Freigabe von Infrastrukturprojekten im Volumen von 150 Mrd. USD in China 6 Stellen leichter. Der Euro klettert auf 1.288 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 97.1 Dollar.

Von konjunktureller Seite konzentriert sich das Interesse auf Verbraucherpreise aus Frankreich (+0.3 %/2 %), die Industrieproduktion Italiens (-0.4 %/-7.6 %) und der Eurozone (0.1 %/-3.3 %) und die Arbeitslosenquote Großbritanniens (8 %). In den Vereinigten Staaten stehen die Importpreise (+1.5 %/-1.4 %) für August zur Veröffentlichung an.

Am Primärmarkt begibt die Finanzagentur des Bundes heute eine neue 5- jährige Bundesobligation im Volumen von 5 Mrd. Euro und stockt den Linker mit Fälligkeit April 2023 um 1 Mrd. Euro auf.. Am Donnerstag versteigert Italien 3-4 Mrd. Euro in den Juli 2015 BTP, 0.5-1 Mrd. Euro der August 2017 und 0.75-1.5 Mrd. Euro der März 2026 BTP. Das amerikanische Schatzamt versteigert 10- jährige Notes im Volumen von 21 Mrd. USD. Die 3- jährigen Notes erfreuten sich bei einem 3.94fachen Nachfrageüberhang und indirekten Geboten von 36.8 % lebhafter Nachfrage.

ANZ National begab einen 5-jährigen neuseeländischen Covered Bond im Volumen von 750 Mio. Euro bei Midswap +43 BP.

Banco Sabadell emittierte 2- jährige Cédulas Hipotecarias im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +375 BP.

BAWAG P.S.K. zahlte für einen 7- jährigen Hypothekenpfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro Midswap + 55 BP.

AXA Bank Europe SCF platzierte 7- jährige Obligations Foncières, besichert durch belgische Hypotheken, im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +52 BP.

Technik:

Der Bund- Future verpasste erneut die Rückkehr in den Aufwärtstrend, geriet unter mäßigen Druck und schloss (140.38) 31 Stellen unter Vortagsniveau. Die Ausgangslage bleibt angespannt, die Indikatoren auf Tagesbasis zeigen kein einheitliches Bild. Im Wochenchart ist der seit März dieses Jahres gültige Aufwärtstrend hinfällig, das 61.8 %- Retracement des letzten Aufwärtsimpulses bei 139.71 hat aber auf Schlusskursbasis bisher gehalten. Unterstützungen liegen bei 140.13 (Tief v. 10.09.), 139.96 (Tief v. 22.08.), 139.71 (61.8 %- Retracement von 135.27 bis 146.89), 139.43 (Tief v. 07.09.) und 139.30 (Tief v. 16.08.).

Widerstände sehen wir bei 140.33 (Tief v. 11.09.),140.77 (Hoch v. 07.09.), 140.93/98 (Hoch v. 10./11.09.), 141.08 (Tief v. 05.09.), 141.28 (Hoch v. 06.09./38.2 %- Retracement von 144.49 bis 139.30), 141.45 (Tief v. 31.08.) und 141.83 (Wochentrend).

Unterstützungen: 140.13 / 139.71 / 139.30
Widerstand: 140.77 / 140.98 / 141.28

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