Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 341096

Marktkommentar Renten

Trading - Range: 141.45-142.61 / Tendenz: leichter

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Risikoampeln bei Investoren stehen weiter auf "Grün"! Während sich der Kursanstieg an den Aktienmärkten eher verhalten fortsetzte, erfreuten sich Anleihen europäischer Schuldenländer lebhafter Nachfrage. Hintergrund war ein "Spiegel"- Bericht, wonach die EZB erwägt, feste Zinsschwellen bei ihren künftigen Anleihekäufe für jedes Land festzulegen. Über diese Maßnahme will der EZB- Rat bei seiner nächsten Sitzung Anfang September entscheiden. Ob und welche Voraussetzungen bzw. Auflagen die betroffenen Länder für einen solchen Eingriff erfüllen müssen, darüber wird später beraten.

Nachrichten über neue Milliardenlöcher im Haushalt Griechenlands und Diskussionen über weitere Hilfen für die Regierung in Athen beunruhigten die Anleger scheinbar nicht.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen beendeten die kurze Korrektur zum Ende der vergangenen Woche und setzten ihren Abwärtstrend mit hoher Dynamik fort. Erst die Bedenken der Bundesbank zu Staatsanleihekäufen und eine fehlende Bestätigung der EZB zu den Pressemeldungen bremsten die Märkte wieder ein.

Die Rentenmärkte der Schuldenländer präsentierten sich weiter fest, wobei besonders spanische Schuldtitel herausragten. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.75 %), spanischer (6.22 %) und portugiesischer Anleihen (9.23 %) ermäßigten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 2, 17 bzw. 15 BP. Die Renditeabstände von Staatspapieren aus Frankreich (2.13 %), Belgien (2.56 %) und den Niederlanden (1.84 %) gingen gegenüber Bunds um 1 bis 3 BP zurück.

Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen traten auf der Stelle und zeigen sich auch heute in Fernost nur wenig verändert.

Bund- (141.90) und Bobl- Kontrakt (126.95) verloren 12 bzw.10 Stellen, der Schatz (110.83) ging 3 1/2 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.52 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 154 BP. 10-jährige USTreasuries rentieren 1 BP niedriger bei 1.80 %, der JGB- Future (143.41) verliert 6 Stellen. Der Euro klettert auf 1.235 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 95.9 Dollar.

Heute stehen keine marktrelevanten Daten auf dem Fahrplan. Ab morgen erwarten wir dann Zahlen zum US- Immobiliensektor sowie in der zweiten Wochenhälfte die vorläufigen Umfrageergebnisse der Einkaufsmanager in der Eurozone für August.

Am Primärmarkt begibt die Finanzagentur des Bundes am Mittwoch neue 2-jährige Schatzanweisung im Volumen von 5 Mrd. Euro. Sparebank 1 Boligkreditt platzierte einen 5 1/2- jährigen (28.02.2018) norwegischen Covered Bond im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +17 BP. ING Bank N.V. emittierte einen 8- jährigen niederländischen Covered Bond im Volumen von 2 Mrd. Euro bei Midswap +43 BP. Die EIB stockte eine 9-jährige Anleihe um 1 Mrd. Euro bei Midswap +30 BP auf.

Technik:

Der Bund- Future geriet zum Wochenstart stark unter Druck, konnte sich im Handelsverlauf aber wieder erholen und schloss (141.90) 12 Stellen unter Vortagsniveau. Die Ausgangslage bleibt angespannt, die Indikatoren auf Tagesbasis zeigen jedoch auf überverkauftem Niveau Stabilisierungsansätze. Im Wochenchart dominieren ebenfalls negative Vorzeichen, der Wochentrend bei 142.26 konnte nicht überwunden werden. Unterstützungen liegen bei 141.78 (38.2 %- Fibonacci von 141.14 bis 14217), 141.45 (Tief v. 17.08.), 141.33 (Tief v. 15.08.), 141.14 (Tief v. 20.08.), 141.08 (50 %- Retracement von 135.27 bis 146.89) und 140.78 (Tief v. 16.08.). Widerstände sehen wir bei 142.17/28 (Hoch v.20.08./Tief v.14.08), 142.45 (Hoch v. 15.08.), 142.61 (Tief v. 13.08.) und 143.09 (Trendlinie).

Unterstützungen: 141.78 - 141.45 - 141.14/08
Widerstand: 142.17/28 - 142.45 - 142.61

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