Mittwoch, 07. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 340092

Marktkommentar Renten

Trading Range: 140.68-141.93 / Tendenz: sehr schwach

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Hoffnung auf Hilfe durch die EZB treibt die Anleger derzeit aus als sicher geltenden Bondmärkten in riskantere Anlageklassen. Dies ist vor dem Hintergrund trüber Konjunkturperspektiven und fehlender Lösungen zur Eindämmung der Schuldenkrise nur schwer verständlich. Dennoch steigen Renditen von Bundesanleihen und US- Treasuries weiter kräftig an und Bonds aus Südeuropa sowie Aktien erfreuen sich lebhafter Nachfrage. Konjunkturdaten hatten dagegen kaum Einfluss auf das Handelsgeschehen. Zwar lag die US- Industrieproduktion im Juli mit einem Anstieg 0.6 % über den Erwartungen, die Stimmung in der Industrie wird jedoch schlechter. Der Empire State Index brach im August von +7.39 auf -5.85 Punkte ein.

Bundesanleihen gaben angeführt von langen und mittleren Laufzeiten deutlich nach, die Umsätze blieben jedoch auch wegen des Feiertages in einigen Euroländern unterdurchschnittlich. Überwiegend technische Faktoren wurden nach dem Bruch der wichtigen Renditemarke von 1.50 % für 10-jährige Bunds als Gründe für den erneuten Ausverkauf ins Feld geführt.

Die Rentenmärkte der Schuldenländer präsentierten sich weiter in freundlicher Verfassung. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.74 %), spanischer (6.58 %) und portugiesischer Anleihen (9.51 %) ermäßigten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 15, 17 bzw. 10 BP. Von den Kernländern machten Staatspapiere aus Frankreich (2.15 %) und Belgien (2.59 %) 3 bzw.5 BP gut.

Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen konnten sich nach dem Einbruch der Stimmung im verarbeitenden Gewerbe der Region New York nur kurz erholen. Der Druck auf die Bondpreise nahm weiter zu und erhöht sich heute mit der freundlichen Entwicklung an den Aktienbörsen in Fernost nochmals.

Bund- (141.48) und Bobl- Kontrakt (126.69) verloren 92 bzw. 43 Stellen, der Schatz (110.80) ging 5 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.55 %, der Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 157BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 13 BP höher bei 1.85 %, der JGB- Future (143.56) verliert 29 Stellen. Der Euro gibt auf 1.228 Dollar nach, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 94.3 Dollar.

Einzelhandelsumsätze Großbritanniens (-0.1 %/1.4 %) und Verbraucherpreise der Eurozone (-0.5 %/2.4 %; Kernrate 1.7 %) im Juli bergen heute kaum Überraschungen, die den Markt bewegen könnten.

In den Vereinigten Staaten stehen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (365K), Baubeginne (757K/-0.4 %) und Baugenehmigungen (770K/+1.3 %) auf der Agenda. Der Blick richtet sich allerdings auf die Umfrage im verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia (Philly- Fed- Index -5.0 nach -12.9) für August.

Am Primärmarkt sind keine Transaktionen europäischer Schuldner geplant. Auch in der kommenden Woche sind die Aktivitäten überschaubar. Bislang ist nur die Emission einer neuen 2-jährigen Bundesschatzanweisung im Volumen von 5 Mrd. Euro sowie die Aufstockung 6- jähriger Gilts in Großbritannien geplant.

Technik:

Der Bund- Future setzte mit erhöhter Schwungkraft seine Abwärtsbewegung fort, markierte ein Tagestief bei 141.33 und schloss (141.48) 92 Stellen unter Vortagsniveau. Die Ausgangslage bleibt angespannt, die Indikatoren auf Tagesbasis sind klar nach Süden gerichtet. Im Wochenchart dominieren ebenfalls negative Vorzeichen, der Trend bei 141.94 ist gebrochen. Unterstützungen liegen bei 141.33/25 (Tief v. 15.08./03.07.), 141.08 (50 %- Retracement von 135.27 bis 146.89), 140.68 (Juli- Tief), 140.52 (Tief v. 22.06.), 140.17/10 (50 %- Retracement von 133.95 bis 146.26/ Tief v. 20.06.) und 139.72 (Tief v.29.06.).

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