Dienstag, 06. Dezember 2016


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Helaba Research und Volkswirtschaft - FX Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen.
- Euro erholt nach Merkels Unterstützung für EZB-Pläne für Anleihekauf.
- Fed: Kocherlakota kritisiert Versprechen niedriger Leitzinsen bis 2014.

Der US-Dollar befestigte sich in dieser Woche zunächst und der Euro stand demgegenüber unter Druck. Vor allem war es das Auspreisen der Erwartung einer baldigen Runde von Anleihekäufen der US-Notenbank (QE3). Zwar kauft die Fed jede Woche Anleihen längerer Laufzeiten, eine Bilanzausweitung wie bei QE3 ist mit der sogenannten "Operation Twist" aber nicht verbunden. Die in den USA anstehenden Konjunkturdaten werden vor diesem Hintergrund daraufhin untersucht, ob die Wahrscheinlichkeit für QE3 zu- oder abnimmt. Daher richtet sich das Interesse heute auf das Michigan Sentiment. Diese vielbeachtete Verbraucherumfrage steht unter gemischten Vorzeichen. Bisher veröffentlichte Umfrageergebnisse gingen zurück, weisen jedoch teilweise noch erhöhte Indexstände auf. Angesichts dessen sollten die Erwartungen an das heutige Michigan Sentiment nicht zu hoch geschraubt werden, zumal steigende Benzinpreise die Stimmung belastet haben könnten. Auch Sorgen wegen der in den USA herrschenden Dürre könnten sich negativ bemerkbar machen. Ein Signal für eine ansteigende Konsumdynamik, wie es die starken Einzelhandelsumsätze im Juli suggerieren, wäre ein Verharren auf dem Niveau zwischen 70 und 75 Punkten nicht. Des Weiteren steht der Index der Frühindikatoren des Conference Boards des Monats Juli im Kalender. Vor allem eine verbesserte Arbeitsmarktindikation sowie die Geldmengen- und Arbeitsmarktentwicklungen liefern positive Beiträge. Per saldo sollte der Frühindikator das Szenario eines anhaltenden gleichwohl moderaten Wachstums der US-Wirtschaft bestätigen. In der Summe sollten keine zusätzlichen QE3-Fantasien geweckt werden.

In Deutschland stehen am Morgen die Erzeugerpreise des vergangenen Monats zur Veröffentlichung an. Jüngst haben Öl- und Nahrungsmittelpreise an den Rohstoffmärkten zugenommen und der disinflationäre Effekt der letzten Monate dürfte daher auslaufen. Dass es bereits im Juli zu einem signifikanten Teuerungsschub gekommen ist, glauben wir indes nicht. Die oben erwähnten Entwicklungen werden sich erst im August deutlich bemerkbar machen, da es auch keinen Ausgleich seitens der Währungsentwicklung gibt.

EUR-USD: Mit einem neuen Tief bei 1,2256 kam der Euro gefährlich nahe an das bisherige Augustttief, letztlich erholte er sich aber angesichts der Tatsache, dass die Datenveröffentlichungen in den USA nicht restlich überzeugen können und obwohl die schwelende EWU-Schuldenkrise latent belastet. Das technische Umfeld gibt dem Euro gleichwohl wenig Unterstützung, denn die Indikatorenlage ist unverändert uneinheitlich und vor allem im Wochenchart sind Risiken zu erkennen. Es sind die Trendfolger wie MACD und DMI, die weiterhin im Verkauf stehen und Erholungen des Euros nur als Gegenbewegungen im Abwärtstrend interpretieren lassen. Sinkt der Euro unter 1,2241, findet sich die nächste Haltemarke bei 1,2134, dem Tief vom 2. August. Auf der Oberseite ist noch immer das Hoch bei 1,2444 entscheidend. Erst ein Sprung darüber würde das technische Bild deutlich aufhellen. Trading-Range: 1,2256 - 1,2444.

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