Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Equity Daily

Aktienmärkte bleiben nervös / 37.000 Bürger klagen mittlerweile gegen ESM / Schäuble erteilt weiteren Griechenland-Hilfen eine Absage

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Erneut sind es die Einkaufsmanagerindizes in Europa, welche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Diesmal sind es die Veröffentlichungen der Dienstleistungsindizes. Die Vorabschätzungen in den beiden großen Euro-Ländern fielen gemischt aus, wobei der deutsche Wert mit 48,3 enttäuschte, während in Frankreich die Talfahrt beendet scheint. Von Interesse werden daher die Ergebnisse in Italien und Spanien sein. In Spanien konnte sich zumindest der Industrie-PMI erholen und eine ähnlich erfreuliche Zahl im Servicebereich würde die Risikoaversion an den Märkten tendenziell reduzieren. In Italien dagegen sind die Erwartungen nicht so hoch zu stecken, denn in der Industrie zeigte sich eine neuerliche Schwäche und der PMI markierte ein neues zyklisches Tief. Daher wird das Bild der konjunkturellen Schwäche des laufenden Quartals in Südeuropa auch nicht revidiert werden müssen.

Ohnehin sind es vor allem die Erwartungen an die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank, die das Marktgeschehen stark beeinflussen. Zuletzt haben Äußerungen EZB-Chefs Draghi dafür gesorgt, dass der deutsche Rentenmarkt unter Druck stand und sich der Euro erholen konnte. Offenbar eskomptieren die Marktteilnehmer eine klare Entscheidung des EZB-Rates am Donnerstag. Angesichts der Tatsache, dass Anleihekäufe nicht unumstritten sind und in Deutschland zudem die wichtige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts erst in der kommenden Woche ansteht, könnten die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuscht werden.

Aktienmärkte: Nach dem überraschenden Kursanstieg in der Schlussphase des Vormittagshandels, setzte gestern beim Dax einen Konsolidierungsbewegung ein. Diese wurde nicht zuletzt vom enttäuschend ausgefallenen US-ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe begünstigt. Insgesamt verharrten die Marktteilnehmer, wie zuletzt, im "Warte-Modus". Nachvollziehbarer Weise wollte sich im Vorfeld der EZB-Sitzung niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. Denn Enttäuschungspotenzial ist vorhanden. Die Vola wird nach der EZB-Entscheidung deutlich ansteigen, so dass die Gefahr besteht, in kurzer Zeit einen größeren Kursverlust einzufahren. Beeindruckend war der Rebound gestern an der Wall Street. Die Nasdaq holte vom Tagestief ausgehend 23 Punkte auf. Eine vergleichbare Kursbewegung hatte es zuletzt im Mai dieses Jahres gegeben. Trotz der Kursverluste in Asien wird der Dax heute etwas freundlicher in den Handel starten. Im weiteren Verlauf wird sich wohl das Bild der letzten Tage wiederholen - abwartender, impulsloser Handel.

Charttechnik: Heute wollen wir unsere Chartbesprechung dem marktbreiten Russel 2000 widmen. In der Vergangenheit haben sich mehrfach W- oder M-Formationen ausgebildet, auf welche ausgeprägte, dynamische Bewegungen folgten. Aktuell zeichnet sich ein kleines, nicht ganz ideal-typisches "W" ab, welches nach oben aufgelöst werden könnte. Per gestern wurde die wichtige Widerstandsmarke von 820 Zählern erneut überwunden. Die Trendfolger zeigen weiter nach oben, einzig das gering ausgeprägte Momentum mahnt zur Vorsicht. Gelingt der Ausbruch nachhaltig, lauten die nächsten Kursziele 847, 859 und 888 Punkte. Auf der Unterseite wirken die Marken von 805 und 791 Zählern als Support.
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