Samstag, 10. Dezember 2016


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Equity Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Aktienmärkte: geht das Sommerloch zu Ende?
- EZB (Coeure) " Der Zusammenhalt der Währungsunion ist bedroht"

Während Ben Bernanke beim Wirtschaftsymposium der Fed Details zu einem möglichen dritten Anleihekaufprogramm schuldig geblieben ist und lediglich die Bereitschaft der Notenbank erneuerte, rechnen Marktteilnehmer bezüglich der Europäischen Zentralbank in dieser Woche mit mehr Klarheit. Bereits vor Wochen hatte EZB-Chef Draghi angedeutet, die Notenbank werde alles tun, um den Fortbestand des Euros zu gewährleisten und in diesem Zusammenhang Käufe von Staatsanleihen ins Spiel gebracht. Details zu Zielrenditen oder -renditedifferenzen sowie Volumen der Käufe oder Bedingungen für die Intervention fehlen jedoch noch. Bei der EZB-Ratssitzung könnte all dies beschlossen werden. Zudem steht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den Eilanträgen zum ESM erst am 12. September an. So bleibt es spannend, denn der EZB-Rat könnte eine Entscheidung über die Details vor diesem Hintergrund noch aufschieben.

Das datenseitige Interesse richtetet sich zunächst auf die europäischen Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes, da in den USA heute Feiertag (Labor Day) ist und der ISM-Index daher erst morgen zur Veröffentlichung ansteht.

Auch die am Mittwoch auf der Agenda stehenden Service-Indizes, werden im Blickpunkt stehen.

Der ISM-Index der US-Industrie steht derweil unter gemischten Vorzeichen, denn die regionalen Umfragen zur Stimmung im August fielen uneinheitlich aus. Im Hinblick auf die zukünftige Fed-Politik könnte aber der Arbeitsmarktbericht für den abgelaufenen Monat wichtiger sein. Die Arbeitslosenquote dürfte auf unangenehm hohem Niveau von 8,3 % verharren, wenngleich sich der moderate Stellenaufbau fortsetzen dürfte.

In Großbritannien steht ebenfalls die Notenbankentscheidung an. Allerdings ist hier keine Veränderung zu erwarten.

Aktienmärkte: Mit großer Spannung wurde am Freitag die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke in Jackson Hole von den Finanzmärkten erwartet. Im Vorfeld hofften viele auf einen ähnlichen Paukenschlag, wie dies vor zwei Jahren der Fall war. Damals verhalf die Notenbank mit reichlich Liquidität den Börsen zu einem acht Monate andauernden Höhenflug, an dessen Ende ein Kursplus von 28 % zu verzeichnen war. Am Freitag wurden indes keine neuen Konjunkturmaßnahmen angekündigt, was zunächst für nachgebende Notierungen an den Aktienmärkten sorgte. Die Tatsache, dass die Fed Maßnahmen ergreifen wird, so die Aussage, wenn es die ökonomischen Bedingungen erfordern, versöhnte zu guter Letzt, so dass der Dax mit einem Kursgewinn von 1,09% auf 6.970 Punkte ins Wochenende ging. Die Indikationen für den heutigen Handelsstart deuten auf eine leicht schwächere Eröffnung hin. Im weiteren Verlauf werden zunächst die Einkaufsmanagerindizes die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Durch das feiertagsbedingte Fehlen der US-Marktteilnehmer ist zu befürchten, dass das Handelsgeschäft am Nachmittag sehr ruhig verlaufen wird. Insgesamt besteht aber die Hoffnung, dass der Aktienmarkt in diesem Monat das Sommerloch hinter sich lassen könnte. Insbesondere die anstehenden Entscheidungen der EZB und des Bundesverfassungsgerichts in Sachen ESM untermauern diese Erwartungshaltung.

Charttechnik : Das technische Bild des Dax hat sich mit den Kursgewinnen vom Freitag wieder aufgehellt. Allerdings ist die Gefahr einer Korrekturbewegung noch nicht gebannt. Eine ganze Reihe von gleitenden Durchschnitten zeigen nach unten, gleiches gilt für den ADX und die Momentum-Indikatoren. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 6.835 Zählern, auf der Oberseite wirken die Marken von 6.978, 7.024 und 7.105 Punkten als Widerstand.

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