Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Equity Daily

Kommen die Aktienmärkte nun aus dem Sommerloch? / Nikkei bestätigt das Überwinden der 200-Tage-Linie / Charttechnik: viele Indizes brechen nach oben aus

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Heute richtet sich das datenseitige Interesse auf das Michigan Sentiment und den Index der Frühindikatoren in den USA. Konjunkturzahlen werden daraufhin überprüft, ob die Wahrscheinlichkeit für eine weitere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank in Form eines zusätzlichen Anleihekaufprogramms steigt oder sinkt. Die Fed um Präsident Bernanke ist grundsätzlich bereit, die schwache Konjunktur und die lahme Erholung des Arbeitsmarktes notfalls zu stützen. Konkrete Hinweise auf eine bevorstehende Bilanzausweitung gab es bisher aber nicht. In letzter Zeit sind die Argumente für ein weiteres Eingreifen der Zentralbank schwächer geworden. Im Fall des Michigan Sentiments sprechen die zuletzt gestiegenen Energiepreise sowie der rückläufige IBD/TIPP-Index gegen zu viel Optimismus. Das Verbrauchervertrauen würde mit Werten um 72,0 auf einem nur moderaten Niveau verharren, das in unseren Augen kein Signal für eine echte Konsumdynamik darstellt. Für einen ebenso moderaten aber anhaltenden Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten spricht der Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Ein Plus im Rahmen der Konsensschätzung ist möglich.

Aktienmärkte: Der Dax startete am Donnerstag auf Basis der freundlichen Vorgaben des Tokioter Aktienmarktes mit einem freundlichen Unterton in den Handel. Danach entsprach das Bild dem der Vortage - Lethargie setzte ein. Allerdings passierte am Nachmittag das, wovon man zunächst nicht ausgehen konnte - die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Zählern wurde kurzzeitig übersprungen. Auch die Tatsache, dass der Schlusskurs des Dax gestern nahezu dem Tageshoch entsprach, ist positiv zu werten. Auslöser für den Kursanstieg waren bessere Daten aus UK und den USA, die Hoffnung auf weitere Maßnahmen der Notenbanken und sicherlich ein "short-Squeeze" im Vorfeld des heutigen, kleinen Verfalltermins. Die Umsätze legten im Vergleich mit den Vortagen etwas zu. Allerdings gilt es zu bedenken, dass rund 1/4 des gesamten Tagesvolumens in der Schlussauktion abgewickelt wurde. Die große Frage ist nun, ob sich die freundliche Tendenz fortsetzten wird. Grundsätzlich deuten die trendfolgenden Indikatoren auf weiter steigende Kurse hin, wenngleich die Umsätze und das Momentum noch ein wenig zu wünschen übrig lassen.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart lassen eine leicht bessere Eröffnung erwarten. Der bereits erwähnte kleine Verfall könnte im Verlauf für die eine- oder andere Verwerfung sorgen.

Charttechnik: Heute wollen wir nochmals einen Blick auf den spanischen IBEX werfen. In einer vergangenen Besprechung hatten wir an dieser Stelle auf die Möglichkeit einer Topbildung ("Triple Top") hingewiesen. In den vergangenen Tagen ist es dem Index zunächst tatsächlich nicht mehr gelungen, das Monatshoch bei 7.219 Zählern zu überwinden, was gestern nun eindrucksvoll, mit einer langen weißen Kerze (bei dieser entsprach der Schlusskurs dem Tageshöchstkurs ("closing tail")) geschehen ist. Damit ist davon auszugehen, dass zunächst ein Test des 61,8%-Retracements bei 7.625 Zählern ansteht. Dann wird sich zeigen, ob der noch vorherrschende Abwärtstrend beendet werden kann.

Der japanische Nikkei hat das positive Signal, ausgelöst durch das Überwinden der 200-Tage-Linie, heute nochmals, mit einem weiteren Schlusskurs oberhalb des MA bestätigt. Sehr positive Signale wurden u.a. auch beim CAC40, FTMIB, SSMI und dem ATX generiert.

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Indikation // Unterstützungen // Widerstände // Handelsbreite
DAX // 7.005 // 6.915 / 6.835 // 7.028 / 7.096 // 6.880 / 7.090
EuroStoxx 50 // 2.460 // 2.420 / 2.396 // 2.470 / 2.511 // 2.420 / 2.510
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