Samstag, 10. Dezember 2016


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Aktienmärkte: folgt auf die Party nun die Korrektur?

Griechenland soll mehr Zeit für die Rückzahlung der Schulden bekommen

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die vergangenen zwei Wochen waren eindeutig dominiert von geldpolitischen und juristischen Entscheidungen. In dieser Woche werden die Marktteilnehmer wieder verstärkt den Blick auf die Datenveröffentlichungen lenken können. Stimmungsindikatoren sind dabei zunächst im Vordergrund. In Deutschland steht die ZEW-Umfrage im Kalender. Die Indikation vonseiten der Sentix-Befragung ist positiv. Die Entscheidung der EZB, Staatsanleihen von EWU-Peripheriestaaten kaufen zu wollen, hatte die Stimmung unter den Marktteilnehmern aufgehellt und so hat der Erwartungsindex der Sentix-Befragung zulegen können. Ähnliches dürfte sich beim ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen einstellen. Eine leicht positive Überraschung kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus werden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Deutschland, Frankreich und der Eurozone veröffentlicht. Zuletzt hatten sich die Indizes im Verarbeitenden Gewerbe verbessert und eine Fortsetzung dieser Entwicklung würde die konjunkturellen Sorgen deutlich zurückdrängen.

Erste September-Werte zur Stimmung der Industrie und des Immobiliengewerbes gibt es auch in den USA. Die vielbeachteten Barometer der Fed in New York und Philadelphia lagen im letzten Monat im negativen Bereich und zeugten von der Schwächephase der US-Wirtschaft. Es wird mit Spannung erwartet, ob die Indikatoren vor dem Hintergrund der Fed-Entscheidung den Sprung in positives Terrain schaffen. Der NAHB-Index, der Stimmungsindex der Immobilienbranche, hat sich im Trend der letzten Monate befestigt. Da insbesondere dieser Bereich durch die Käufe von hypothekenbesicherten Wertpapieren durch die Fed nochmals unterstützt wird, könnte sich der NAHB-Index nochmals erhöhen. Gegenüber der Konsensschätzung wäre dies eine positive Überraschung. Der Immobilienmarkt ist ohnehin der Bereich der US-Wirtschaft, der seit geraumer Zeit trendmäßige Verbesserungen aufweist, wobei nicht vergessen werden sollte, dass der Sektor sich aus einem tiefen Tal erholt. Die neuen Daten wie Immobilienverkaufszahlen und Baubeginne werden diesen Trend wohl fortsetzen. Ob es dabei gelingt, die Konsenserwartungen noch zu übertreffen, bleibt abzuwarten.

Aktienmärkte: Infolge der QE3-Entscheidung der Fed konnte der Aktienmarkt deutlich zulegen und bei 7.428 Punkten ein neues Jahreshoch markieren. Die quantitativen Indikatoren sowohl im Tages- als auch im Wochenchart stützen mehrheitlich und daher bleiben Chancen auf der Oberseite gewahrt. Die nächsten Hürden finden sich bei 7.441 und 7.516/23. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die QE3-Erwartungen bereits für einen Teil der Kursgewinne der letzten Wochen verantwortlich zu machen sind. Fallen die Stimmungsindikatoren nicht so gut aus wie erwartet, scheint Rückschlagspotenzial zu bestehen. Diese These wird auch von den Momentumindikatoren untermauert, welche allmählich damit beginnen, die steigende Tendenz zu verlassen. Erste Supports finden sich bei 7.308 und 7.249 Zählern. Darüber bieten die Marken von 7.225, 7.194 und 7.170 Punkten gute Unterstützungen.
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