Dienstag, 23. September 2014


Aufbruchstimmung im KWS"Rübencafé"

(lifePR) (Einbeck, ) Über 60 Experten trafen sich in Soltau und diskutierten auf Einladung der KWS SAAT AG über das Thema Biogas aus Rüben. Im Mittelpunkt der Diskussion: Lagerung von Rüben als Biogassubstrat, die Züchtung spezieller Energierübensorten sowie die Fruchtfolge in Betrieben mit Biogasanlagen unter der Beteiligung der Rübe.

Die Zuckerrübe ist ein wahres Multitalent: Sie liefert Zucker, ist begehrter Rohstoff für Bioethanol und dient als Substrat in Biogasanlagen. Ihre Entwicklung ist rasant: Mittlerweile werden pro Jahr etwa zwei Millionen Tonnen Zuckerrüben in 7500 deutschen Biogasanlagen vergoren.

Der Austausch von Wissen spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Zuckerrübe. Im Rahmen einer von KWS organisierten Tagung besuchten die Experten zwei Biogasanlagen bei Soltau, die Rüben als Substrat einsetzen. "Die Lagerungsverfahren auf den beiden Anlagen stellten die einzig bekannten Möglichkeiten zur Solosilierung von Rüben dar: Als Brei, hier in einem abgedeckten Folienerdbecken, und unzerkleinerte Rüben in einem speziell vorbereiteten Fahrsilo," berichtet Sebastian Schaffner, Berater Biogas bei KWS und Organisator der Veranstaltung.

Während Dr. Andreas von Felde, Leiter der Abteilung Energiepflanzen bei KWS, verschiedene Lagerungsverfahren von Rüben als Biogassubstrat präsentierte, ging Dr. Knuth Weißleder auf die Energierübenzüchtung bei KWS ein: Die ersten Energierübensorten des Unternehmens, GERTY KWS und LISSY KWS, wurden 2010 in Dänemark zugelassen. 2011 kamen die einfachtolerante Sorte DEBBY KWS und die nematodentolerante Sorte BECKY KWS hinzu. Die Rübensorten für Zucker- und Energieproduktion würden sich langfristig differenzieren. Zurzeit seien jedoch die leistungsstärksten Zuckerrüben auch noch die leistungsstärksten Rüben zur Biogasnutzung.

Kontrovers diskutiert wurde der Vortrag von Dr. Johannes Thaysen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, der über die Verluste bei verschiedenen Rübensilierungsverfahren referierte. Einig war man sich, dass weitere Untersuchungen notwendig seien, um die tatsächlichen Silierverluste bei unterschiedlichen Verfahren zu ermitteln. Anschließend diskutierten die Teilnehmer im "Rübencafé" über die Vor- und Nachteile verschiedener Lagerungsmöglichkeiten von Rüben für Biogas.

"Wir sind auf einem guten Weg. Diese Expertenrunde macht deutlich, dass neben Mais auch die Zuckerrübe als Biogassubstrat gesetzt ist. Wir nehmen aber auch viele offene Fragestellungen und Aufgaben mit, an denen wir arbeiten werden", fasste Dr. Alexander Coenen, Regionenleiter Zuckerrübe Deutschland bei der KWS die Tagung zusammen.
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