Sonntag, 04. Dezember 2016


More than spoken Words - das aufregende Leben eines gehörlosen Künstlers

Preview am 16. September ab 14 Uhr

(lifePR) (Gundelfingen, ) Seit Ende Juni arbeitet der taubstumme Künstler Shepherd Mahufe aus Simbabwe in der "Galerie Stadeleck" in Birkenried an seiner neuen Ausstellung. Bei seiner Ankunft schleppte er eine dicke Rolle Leinwände mit sich - Bilder, die er unbedingt aus Simbabwe mitbringen wollte. Lieber verzichtete er auf einen Teil seines persönlichen Gepäcks.

So außergewöhnlich und bewegt wie das Leben des 45-jährigen Künstlers bisher verlaufen ist, sehen auch seine Bilder aus. Kraftvolle Pinselstriche und Farbkontraste sind seine Sprache, Reduktion auf das Notwendige ist sein Stilmittel und Bildideen aus seinem jeweiligen Lebensumfeld zeigen die Bandbreite seiner Umwelt, die er genau beobachtet aber nicht hören kann: Bilder und visuelle Eindrücke pur.

Nach verschiedenen Schulen, unter anderem auch Gehörlosenschulen, besuchte Shepherd das ILSA College in Harare und die Cambridge University "A Level Art" in London. Seine Behinderung, er ist seit seinem 4. Lebensjahr taubstumm, hinderte ihn nicht, sich ausschließlich auf die Kunst zu konzentrieren. Ab dem Zeitpunkt 1989/90 stellte er jedes Jahr in mehreren Galerien aus, wobei ihn die "Gallery Delta" in Harare über all die Jahre begleitete und ihm eine ständige Plattform bot. Ausstellungen in der National-Galerie von Zimbabwe in Harare, in der Solstic Galerie in Edinburgh, Schottland folgten. Seit 2011 wurden seine Werke auch in München und Swaziland mit Ausstellungen gewürdigt. Neben Auszeichnungen durch die National Galerie von Simbabwe wurde er von der "Creative Arts Foundation" (ETA) 1996 für 4 Wochen nach Chicago und 1999 zu den "Gasworks Studios" nach London eingeladen. Dort besuchte er in diesen Wochen zusätzlich eine Ballettschule. Dass Shepherd Mahufe neben seiner künstlerischen Berufung auch noch Spieler der Rugby-Nationalmannschaft von Simbabwe war, zeigt deutlich den eisernen Willen dieses Menschen.

Als einem emotionalen Expressionisten geraten seine Bilder oftmals zu satirischen und sozialkritischen Allegorien. Dabei verpasst er seinen menschlichen Körpern auf der Leinwand konsequent Tierköpfe, was in engem Kontext zur Shona-Kultur steht, aber eine sehr moderne Darstellungsweise präsentiert. Darüber hinaus sieht er in einer Hinsicht wenig Unterschied zwischen Menschen und Tieren: "Beide kämpfen mit ihren Mitteln ums Überleben".

Preview am 16. September, Vernissage mit Musikprogramm am 6. Oktober

Am Sonntag dem 16. September ab 14 Uhr sind seine Bilder in den Birkenrieder Galerien erstmals offiziell zu besichtigen. Bis zum 6. Oktober werden dann alle Bilder der Ausstellung zum "Zimbabwe-Weekend" in Birkenried fertig sein. Dann werden zur feierlichen Eröffnung die Gruppe "Pamuzinda" aus Simbabwe (nachmittags) www.pamuzinda.de sowie die Band "Staubstumm" (abends) http://www.haus-lindenhof.de/..., eine Band von behinderten Jugendlichen der Stiftung Haus Lindenhof in Schwäbisch Gmünd den musikalischen Rahmen bieten.

Das Kulturgewächshaus Birkenried und die Galerie Little Zim liegen an der B16 zwischen Günzburg und Gundelfingen bei der 5-köpfigen Giraffe Monika.
Info: www.birkenried .de und www.littlezim.de
Kontakt: info@birkenried.de littlezim@birkenried.de
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