Dienstag, 06. Dezember 2016


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Musikalische Liebeserklärung

FR 08.01.10 / 20.00 Uhr / Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

(lifePR) (Berlin, ) Antoine Tamestit, Artist in Residence des Konzerthauses Berlin und seine kammermusikalischen Partner widmen sich der Liebe. Besser gesagt: Sie spielen Liebeserklärungen.

Die erste geht an Madeleine. Zwei Musen - die Poesie und die Musik - ringen um Madeleines Gunst. Wem gebührt der Vorrang? Die Oper »Capriccio - Konversationsstück für Musik« ist Richard Strauss' letztes Bühnenwerk; sie setzt sich mit dem Grundkonflikt eines jeden Opernkomponisten auseinander: der Rangfolge von Musik und Text. Strauss gestaltet das Libretto anhand der Entstehungsgeschichte einer Oper - sozusagen einer Oper in der Oper. Doch wird das Wort durch die Musik (Streichsextett) ergriffen. Vielleicht ist dies die Antwort?

Tschaikowskys musikalische Liebeserklärung gilt der Stadt Florenz. Das Streichsextett »Souvenir de Florence« ist die musikalische Frucht seines Toskanaaufenthaltes. Es entstand 1890, kurz nach seiner Rückkehr nach Moskau. Vor allem der schwärmende Ton der vier Sätze - sei es die Solovioline im 1. Satz oder das gefühlvolle Adagio des 2. Satzes - verrät seine Liebe zu Italien. Im 3. Satz widmet sich Tschaikowsky dann jedoch seiner Heimat Russland, die er durch volkstümliche Tanzweisen darstellt.

Mozarts Schaffen ist eine einzige Liebeserklärung - an die Musik und an das Leben. In seinem letzten Jahrzehnt feierte er große Erfolge mit seinen Sinfonien und Opern wie »Le nozze di Figaro«, »Don Giovanni« oder »Die Zauberflöte«. Doch das Leben war kein Zuckerschlecken mehr, ständige Geldnöte plagten ihn. In dieser Zeit beschäftigte sich Mozart mit Kammermusik für Streicher, nicht zuletzt veranlasst durch die enge Freundschaft zu Joseph Haydn, den er in Wien kennenlernte. Das Streichquintett g-Moll KV 516 entstand 1787, vier Jahre vor Mozarts Tod. Sein Stil war seiner Zeit schon weit voraus. Seine kammermusikalische Arbeit wurde (noch) nicht verstanden, obwohl sie in faszinierender Art und Weise thematisches Material miteinander verbindet und sich durch metrische Verschiebungen und dynamische Kontraste von vorgegebenen Strukturen wie der des Menuettes löst.

Kammermusik des Konzerthausorchesters

Sayako Kusaka Violine
Johannes Jahnel Violine
Antoine Tamestit Viola
Ferenc Gábor Viola
Stefan Giglberger Violoncello
Andreas Timm Violoncello
Richard Strauss Streichsextett aus der Oper »Capriccio«
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquintett g-Moll KV 516
Pjotr Tschaikowsky »Souvenir de Florence« - Streichsextett d-Moll op. 70
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