Freitag, 09. Dezember 2016


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Fulminanter Messe-Auftakt

Der Start der siebten art KARLSRUHE übertrifft alle Erwartungen

(lifePR) (Karlsruhe, ) Kunst ist eine stabile Währung. Das belegte bereits der Preview-Mittwoch zur siebten art KARLSRUHE. Es strömten über 11 000 Interessenten für Klassische Moderne und Gegenwartskunst zu bestem Vorfrühlingswetter ins badische "Eldorado der Kunst". Am frühen Nachmittag hätte Messekurator Ewald Karl Schrade noch mehr Zugänge zu den Hallen einrichten können, ein derart starker Andrang herrschte. Den überaus gelungenen Auftakt spiegelte gleichermaßen die Zahl von über 120 Journalisten zur Pressekonferenz.

Auch die ersten Umsätze erfreuten. Bei der Galerie Ludorff, Düsseldorf nahm ein Sammler sogleich eine Berliner Straßenszene des virtuosen Impressionisten Lesser Ury (1861 bis 1931) aus dem Jahr 1925 für 300 000 Euro mit. Neben den Werken aus dem Spitzensegment vermittelten die Kunsthändler am ersten Tag gemäß der Messetradition mit Erfolg auch im moderateren Bereich. Der Berliner Georg Nothelfer verstand es, einen Interessenten für einen 30 000 Euro teuren Armando, "Waldrand" (1983), zu begeistern. Am Stand der Karlsruher Galerie Supper addierte sich der Umsatz auf über 60 000 Euro mit Arbeiten von Roland Schauls, Andreas Wachter und Monika Thiele: "Wir wollen unsere Künstler aufbauen, und es ist schön, wenn es wie hier funktioniert", beschreibt der Galerist Dirk Supper, der von Anfang an auf der art KARLSRUHE dabei ist und regelmäßig beste Ergebnisse erzielt. Auch Erhard Witzel, Wiesbaden, berichtet, dass die Erwartungen weit übertroffen wurden: "Mein Stand war schwarz vor Menschen. Ich hätte mich vierteilen können". Diesmal waren es weniger seine Stamm-Sammler, sondern eher neue Interessenten, darunter viele aus dem Rheinland, Italien, Frankreich und der Schweiz. Und auch das Geschäft übertraf Witzels Erwartungen. Arbeiten von Ilse Haider und Rainer Fetting fanden umgehend Käufer. Eine ganze Reihe von Gerhard Mantz' Arbeiten wartet auf den Abschluss.

Wie bereits im vergangenen Jahr lässt sich auch seitens der Karlsruher Messe und Kongress-GmbH von einer Krise nichts vernehmen. Eine "Schwarze Null" bescheinigte die Sprecherin der Geschäftsführung, Britta Wirtz, dem Unternehmen. Nicht zuletzt deshalb und wegen des enormen Zuspruchs der Öffentlichkeit sei diese internationale Veranstaltung das Flaggschiff der Messe. Das Gütesiegel vergab die Ankaufskommission der Bundesrepublik Deutschland. Acht Experten begutachteten das Angebot. Zudem schickte das Land Baden- Württemberg seine Kommissionäre, um den öffentlichen Kunstbesitz zu vermehren. Baden-Württemberg stärke die Förderung der bildenden Kunst, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dietrich Birk. Daher beabsichtige das Land für zeitgenössische Kunst und Kunstschaffende in den kommenden zwei Jahren zusätzlich zu den bereits veranschlagten Mitteln weitere 1,5 Millionen Euro für Ankäufe und deren Präsentation bereitzustellen. Die Mittel sollen einzig dem Erwerb von 60 Kunstwerken dienen. "Es ist wichtig, dass die Kunst- und Kulturszene die Krise bewältigt", begründete Birk im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Messe das Engagement und lobte die positive Entwicklung der art KARLSRUHE.

Die zahlreich angereisten Künstler ermöglichen neben direkter Tuchfühlung mit den Werken vertiefende Einblicke und spannende Gespräche. Beispielsweise besuchte der 95-jährige Karl Otto Götz, ein Hauptvertreter des Informel, den Stand der Stuttgarter Galerie Schlichtenmeier. Und etliche junge Künstler, etwa Anja Ganster (bei Cerny + Puff, Wiesbaden), erläuterten zur Eröffnung ihre Arbeiten. Ganz nebenbei zeigten auch Prominente des Betriebs, zum Beispiel Markus Lüpertz, ihr Interesse an der Karlsruher Messe.

Auf der art KARLSRUHE, die noch bis kommenden Sonntag, 7. März, zu erleben ist, gibt es nicht nur Käufliches. Beispielsweise können sich die Besucher auf der Museumsmeile am Stand der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe oder beim Zentrum für Kunst und Medientechnologie über die Aktivitäten der öffentlichen Häuser informieren. Damit präsentiert sich die Messe wieder einmal als einzigartiges Forum für alle Akteure rund um die bildende Kunst.
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