Donnerstag, 21. August 2014


Großer Andrang beim Tag der offenen Tür im Sozialen Teilhabe Zentrum (STZ) in Nürnberg

Auch Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und weitere politische und kirchliche Vertreter nutzten die Gelegenheit das STZ in Nürnberg kennenzulernen

(lifePR) (Röthenbach, ) Großer Andrang herrschte am Mittwoch, dem 14.03.2012 im Sozialen Teilhabe Zentrum der evang.-luth. Gehörlosenseelsorge in Nürnberg, als das Angebotsspektrum zum ersten Mal offiziell dem Publikum vorgestellt wurde. Über 200 Besucher, darunter zahlreiche Vertreter der Kirche und der Politik, verfolgten im voll besetzten Saal und draußen auf den Gängen die Grußworte von Dekan Dirk Wessel und von Werner Fack, Fachreferent der Diakonie Bayern.

Extra aus diesem Anlass reiste auch Rudolf Gast, der Präsident des Bayerischen Landesverbandes der Gehörlosen, an und begrüßte sehr charmant in Gebärdensprache die Besucher.

Als Einführung stellten zwei Mitarbeiterinnen in Gebärdensprachpoesie die Entwicklung der Lebenssituation von Gehörlosen früher und heute dar. In den 70-er Jahren war die Kommunikation für Gehörlose durch die fast unüberwindbaren Barrieren kaum möglich. Heute wird im STZ nicht nur in deutscher Gebärdensprache und in LBG kommuniziert, sondern man kann sogar die russische Gebärdensprache erlernen. Auch moderne Techniken, wie z.B VerbaVoice oder Skype, sind in den Büros im Einsatz. Entsprechend hat sich die Struktur der Mitarbeiter stark verändert. In 2002 waren noch 80% der Angestellten hörend, heute wird Teilhabe groß geschrieben; die Mehrheit der Kollegen ist hörgeschädigt und wird bei Bedarf von zwei festangestellten Gebärdensprach-dolmetschern unterstützt.

Ca. 150 Menschen kommen wöchentlich zu uns, großteils Familien, um an den verschiedenen Aktivitäten und Beratungen unserer gehörlosen und hörenden Fachleute teilzunehmen. Zukünftig wollen wir verstärkt die Angebote für Familien mit gehörlosen Angehörigen ausbauen. Nicht nur die Eltern, sondern auch weitere Familienangehörige wollen wir ansprechen" - so Kirchenrat Pfr. Klenk, Initiator und Leiter des Sozialen Teilhabe Zentrums.

Bei der Besichtigung des Zentrums erhielten die Besucher Einblicke in die vielfältigen Angebote wie z.B.:

- Ausbildung von Jugendleitern in Gebärdensprache; im Rahmen von Mitarbeiterfortbildung werden Jugendleiter ausgebildet (die Kosten trägt die Gemeinde), die später bei Kinderfreizeiten, Tagungen eingesetzt werden
- Familienförderung für Familien mit speziellen Problemen, individuell abgestimmt
- Sozialpädagogische Familienhilfe in Kooperation mit dem Jugendamt
- Angebote für gehörlose, schwerhörige und CI Kinder bereits ab 0 Jahren in der Gruppe der "Gebärdenmäuse", dann folgen "World of Kids", die "Himmelhüpfer", die "Rumpelwichte" und ab 14 Jahren der "Jugendtreff"
- Wöchentliche und monatliche Angebote für gehörlose Senioren, wie "Seniorenclub", "Bewegungsgruppe - Fit ins Alter" und "Seniorennachmittag"
- Gebärdensprachkurse für Hörende
- Gebärdensprachkurse für Gehörlose, gebärdensprachliche Fortbildungen
- Kulturcafe "Ararat"
- geschlechtspezifische Angebote für Männer und Frauen Auch Bezirkstagspräsident Richard Bartsch nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren und lernte gleich den internationalen Gruß der Gehörlosen.

Die ganze Veranstaltung wurde von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt. So konnten das Programm auch Besucher ohne Gebärdensprachkenntnisse verfolgen. Sowohl das Programm, wie auch das Zentrum sind ein gutes Beispiel dafür, wie Inklusion und Teilhabe wirklich funktionieren können. www.egg-bayern.de
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Über Judit Nothdurft Consulting

Die Firma Judit Nothdurft Consulting berät seit 2008 Firmen zu Themen Barrierefreiheit, Inklusion und unterstützt sie bei Marketing-, und Presseaktivitäten, um auch die hörgeschädigte/gehörlose Zielgruppe erreichen zu können. Neben der konsultativen Tätigkeit coacht Judit Nothdurft brachenübergreifend Firmen, um den Umgang und die Kommunikation mit Hörgeschädigten zu erlernen.

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