Sonntag, 04. Dezember 2016


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EZB hält still

Der Interhyp-Zinskommentar vom 9. Mai 2008 von Robert Haselsteiner / Gründer und Co-CEO der Interhyp AG

(lifePR) (München, ) Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Leitzinsen für den Euroraum unverändert bei 4,0% belassen. Damit behält sie vorerst ihre Politik der ruhigen Hand bei und widersteht den Rufen nach konjunkturfördernden Zinssenkungen von politischer Seite mit dem Argument eines nach oben gerichteten Trends bei der Inflationsentwicklung. Preisstabilität ist und bleibt das Credo der Notenbank. Diese klare Haltung zur Inflationskontrolle führt auch zu Stabilität bei den langfristigen Zinsen, nachdem diese in den vergangenen Wochen doch deutlich angestiegen waren. Auch die Bank of England hat ihren Leitzinssatz trotz schwacher Konjunkturentwicklung am Donnerstag unverändert bei 5,0% belassen und behält sich damit Spielraum für spätere Maßnahmen. Der Ölpreis erreichte diese Woche neue Höchststände von über 120 Dollar pro Barrel. Damit sorgt er für weitere Nervosität bei den Notenbankern in Bezug auf die zukünftige Inflationsentwicklung. Wir rechnen daher auch für die nächsten Monate mit keinen Leitzinsänderungen der EZB. Die Kapitalmarktzinsen werden sich sehr stark an der Inflationsentwicklung orientieren, wobei hohe Zahlen zum Aufbau einer Risikoprämie in Form von höheren Zinsen führen werden. Interhyp erwartet daher die langfristigen Zinsen, gemessen an den zehnjährigen Pfandbriefsätzen, in den nächsten Wochen in einer Range zwischen 4,40 - 4,75% bei einem heutigen Niveau von 4,48%.

Da wir uns am unteren Ende dieser Bandbreite bewegen, empfehlen wir Finanzierungsinteressenten mit langen Laufzeiten für Kalkulationssicherheit zu sorgen. Eine Spekulation auf sinkende Zinsen halten wir für riskant. Gerade Anschlussfinanzierungskunden sollten hier Risiko und Chance klar abwägen. Insbesondere 15- und 20-jährige Zinsbindungen bieten gute Möglichkeiten, Sicherheit und Flexibilität zu kombinieren, da nach zehn Jahren grundsätzlich ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht besteht. Viele unserer Banken bieten durch den Einbau von KfW-Mitteln Optimierungsmöglichkeiten für Eigennutzer. Die weiterhin günstigen Aufschläge für Forward-Darlehen sollten von Anschlussfinanzierern ebenfalls konsequent genutzt werden. Bei einer steileren Zinskurve würden die Zinsaufschläge für Forward-Darlehen wieder ansteigen und die Absicherung des Verlängerungszinssatzes teurer machen.

Die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre liegen derzeit bei 4,50%, für zehn Jahre bei 4,61%, für 15 Jahre bei 4,85% und für 20 Jahre bei 5,04% effektiv.

Tendenz: kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts
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