Dienstag, 21. Oktober 2014


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IHK-Branchenbarometer Hotellerie für das erste Halbjahr 2007

Zufriedenstellende Geschäftslage trotz sinkender Übernachtungspreise

(lifePR) (Düsseldorf, ) Insgesamt zufrieden mit seiner Geschäftslage im ersten Halbjahr 2007 ist das Beherbergungsgewerbe im IHK-Bezirk Düsseldorf. Dies gilt, gewichtet nach der Anzahl ihrer Zimmer, für zwei Drittel der Beherbergungsbetriebe in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann, die sich an der dritten Welle des IHK-Branchenbarometers beteiligt haben. Weitere 23 Prozent berichten über eine gute Geschäftslage. Ihnen stehen 10 Prozent gegenüber, die ihre Geschäftslage als schlecht bezeichnen. Der Saldo beträgt also gut 13 Prozentpunkte, nur etwas weniger als im zweiten Halbjahr 2006 (damals: 16 Prozentpunkte).

Dies sind die wesentlichen Ergebnisse der dritten Auflage des IHK-Branchenbarometers Hotellerie. Knapp 100 Beherbergungsbetriebe aller Größen haben sich diesmal im Laufe des Julis daran beteiligt. Sie repräsentieren zusammen eine Kapazität von fast 7.700 Zimmern, rechnen für das laufende Jahr mit einem Umsatz von über 241 Millionen Euro und beschäftigen insgesamt fast 3.300 Mitarbeiter im eigenen Betrieb oder regelmäßig durch Fremdfirmen.

„Dabei ist in Düsseldorf die durchschnittliche Zimmerauslastung gegenüber dem Vorhalbjahr sogar geringfügig auf jetzt 59,3 Prozent angestiegen“, so Graf Wachtmeister, IHK-Vollversammlungsmitglied und General Manager/ District Direktor der Holiday Inn Hotels in Düsseldorf. Im Kreis Mettmann dagegen hat die Branche einen merklichen Rückgang der Zimmerauslastung hinnehmen müssen, wenngleich sie mit knapp 51 Prozent immer noch um einen Punkt über dem Vorjahresstand lag. Zusammen genommen ist bei den Teilnehmern des IHK-Branchenbarometers die durchschnittliche Zimmerauslastung gegenüber dem zweiten Halbjahr 2006 nur leicht zurückgegangen. Mit fast 58 Prozent übertrifft sie ihren Vorjahresstand trotz des letztjährigen Weltmeisterschafts-Bonus um gut zwei Punkte.

Für das zweite Halbjahr erwartet die Branche eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Erstmals überwiegen die positiven Stimmen. Konkret geht jeder dritte Betrieb zuversichtlich in den Rest des Jahres, während nur fünf Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Zu Jahresanfang hatten noch die Skeptiker mit 17 Prozentpunkten überwogen. Dabei rechnet die Branche insgesamt auch damit, nun wieder höhere Übernachtungspreise realisieren zu können (Saldo 22 Prozentpunkte). Ob es dazu angesichts des weiteren Zubaus an Kapazitäten am Düsseldorfer Hotelmarkt tatsächlich kommen wird, ist aber noch nicht ausgemacht. Denn auch zu Jahresbeginn waren mit einem Saldo von 28 Prozentpunkten die Stimmen deutlich in der Mehrheit gewesen, die bereits im ersten Halbjahr 2007 ein Steigen der erzielbaren Übernachtungspreise erwartet hatten. Tatsächlich kam es aber anders.

„Die Belegung der Zimmer ist, mit einem Wert von unter 60 Prozent, sicherlich nicht zufriedenstellend, aber insgesamt noch erträglich. Nicht zufrieden sind wir Hoteliers dagegen mit den im ersten Halbjahr erzielten Umsätzen“, betont Graf Wachtmeister. „Hier hat es in diesem Jahr einen deutlichen Einbruch gegeben.“ Im Durchschnitt erzielt die Branche dabei gut 70 Prozent ihres Umsatzes im Bereich Übernachtungen/Logis, knapp 25 Prozent im Gastronomiebereich und rund 5 Prozent durch sonstiges wie Parkgebühren, Telefon oder Kiosk-Umsätze. Zeigten sich dabei die Hoteliers im Halbjahr zuvor insge-samt noch zufrieden, so berichtet nun mehr als jeder Zweite über gesunkene Umsätze. Und nur fast jeder Siebte konnte sich über einen höheren Umsatz freuen. Dabei haben sich für viele Häuser auch die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Veranstaltungs- und Tagungsbereiches nicht erfüllt. Die Branche spürte trotz der guten Konjunkturentwicklung, dass sich die Unternehmen bei der Buchung von Räumlichkeiten für Schulungen, Seminare und Veranstaltungen zurückgehalten haben.

Etwas ausgeprägter als der Umsatzrückgang mit Geschäftsreisenden war insgesamt der mit Urlaubsreisenden. Besonders aus dem Kreis Mettmann berichten dabei die Hoteliers über gesunkene Umsätze, und zwar konkret mehr als zwei Drittel der Betriebe. Die starke Konkurrenz zur Landeshauptstadt, in der im Gegensatz zum Kreis die Kapazitäten weiter aufgestockt wurden, ist ein wesentlicher Grund dafür. Als Folge ist sowohl in Düsseldorf als auch im Kreis Mettmann der Anteil der Hotels mit sinkenden Gewinnen (oder steigenden Verlusten) wieder deutlich angestiegen. Er übertrifft in der Landeshauptstadt den Anteil der Betriebe, die sich über eine Gewinnverbesserung freuen können, um 45 Prozentpunkte, im Kreis Mettmann sogar um über 60 Punkte.

Trotz des starken und durch Hotelneubauten sogar noch zunehmenden Wettbewerbsdrucks rechnet die Branche nun für das zweite Halbjahr damit, höhere Übernachtungspreise durchsetzen zu können. Zum einen wird mit höheren Buchungszahlen gerechnet, auch wegen der Messe Düsseldorf, dem wachsenden Düsseldorfer Flughafen mit seinen zusätzlichen Destinationen sowie dem offenkundig stabilen Wirtschaftsaufschwung. Zum anderen aber bedeuten höhere Preise nicht automatisch eine betriebswirtschaftliche Verbesserung. Immerhin sind von den Energiepreisen bis zu den Löhnen und beispielsweise den Nahrungsmittelpreisen die Kosten der Hotels deutlich angestiegen, so dass ein Teil der beabsichtigten Preiserhöhungen nur ein Weiterleiten der eigenen höheren Kosten ist, aber nicht zu einer Ergebnisverbesserung beiträgt.

Die meisten Hoteliers treibt weiterhin die Sorge vor den in den nächsten Monaten und Jahren in den Markt drückenden zusätzlichen Übernachtungskapazitäten. Sie befürchten, dass die Nachfragezunahme damit nicht Schritt halten kann, die durchschnittliche Zimmerauslastung also sinkt. Dazu ein Rechenbeispiel: Bei einer mittelfristig absehbaren Aufstockung um 1.700 Zimmer müssen rein rechnerisch über 360.000 zusätzliche Belegungen pro Jahr realisiert werden, allein um die derzeit schon unbefriedigende Auslastung von etwa 59 Prozent sicherzustellen. Der eine oder andere Hotelier sieht durch die neuen Mitbewerber zudem auch Engpässe beim Personal auf die Branche insgesamt zu-kommen.

„Große Erwartungen knüpft die Hotel-Branche deshalb an weitere Vermarktungserfolge der Destination durch Städte und den Kreis Mettmann“, erläutert Graf Wachtmeister. Die Anstrengungen bei allen Beteiligten sind zwar unübersehbar. Dennoch lässt vor allem die Wochenend-Auslastung noch zu wünschen übrig. Ein weiterer Ausbau bei Städteprogrammen und Shopping-Paketen könnte hier für weitere Impulse sorgen. Zudem hegen die Hoteliers im IHK-Bezirk Düsseldorf auch die Hoffnung und Erwartung, dass die Auslastung der Veranstaltungsorte wie LTU-Arena oder ISS-Dome sukzessive zunehmen werde.
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