Montag, 05. Dezember 2016


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Umkehrhypothek: Rentenplus für Immobilienbesitzer

(lifePR) (Nürnberg, ) Arm trotz Haus: Viele Senioren sind stolze Immobilienbesitzer, klagen am Monatsende aber über einen leeren Geldbeutel. Ihnen kann die neuartige Umkehrhypothek aus der Klemme helfen. Mit ihr lässt sich das Eigenheim beleihen und so die Rente aufbessern. Nicht ohne Nachteile, wie das Immobilienportal Immowelt.de berichtet.

Das Angebot klingt verlockend: Ein Wohneigentümer ab 60 Jahren leiht sich von der Bank bis an sein Lebensende (maximal bis zum 110. Lebensjahr) einen monatlichen Betrag, mit dem er seine Rente aufstockt. Als Sicherheit dient das eigene Häuschen samt Grundstück. Dies ist aber nur möglich, wenn es bereits abbezahlt ist. Zins und Tilgung werden für das Darlehen zunächst nicht fällig. Außerdem darf der Kreditnehmer in seiner Immobilie wohnen bleiben. Nach dessen Tod oder Umzug ins Pflegeheim muss die Zusatzrente allerdings zurückgezahlt werden. Jetzt sind die Angehörigen in der Pflicht: Sie können den Kredit ablösen oder das Haus verkaufen und aus dem Erlös die Schuld begleichen, weiß das Immobilienportal Immowelt.de. Andernfalls veräußert die Bank die Immobilie und zahlt einen eventuellen Überschuss an die Erben aus.

Ein interessantes Modell, das sich in der Realität allerdings nur für wenige Rentner lohnt. Nur wer ein werthaltiges Eigenheim in guter Lage besitzt, kann damit eine nennenswerte Zweitrente erzielen. Hauseigentümer auf dem Lande müssen sich meist mit 100 bis 200 Euro zusätzlich pro Monat begnügen. Zumal sich die Bank ihren Service einiges kosten lässt. Häufig beträgt der Darlehenswert der Immobilie weniger als zwei Drittel des eigentlichen Schätzwerts. Mit dem Differenzbetrag federt der Geldgeber unter anderem zwei Risiken ab: Die Unkenntnis, wie lange der Rentner lebt und die Unsicherheit, wie sich das Haus in 20 oder 30 Jahren verkaufen lassen wird.

Klamme Senioren sollten sich deshalb genau überlegen, ob sie ihren Lebensabend nicht anders finanzieren können. So kann es zum Beispiel sinnvoll sein, die bisherige Immobilie zu verkaufen, eine kleinere Wohnung zu erwerben und den möglichen Resterlös auf die hohe Kante zu legen. Wer sich dennoch für die Umkehrhypothek entscheidet, sollte laut dem Immobilienportal Immowelt.de noch etwas Geduld haben: In den nächsten Monaten werden neue, eventuell günstigere Angebote auf den Markt kommen.

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