Freitag, 09. Dezember 2016


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HORNBACH hält Kurs und geht mit Optimismus ins neue Geschäftsjahr

Geschäftsbericht 2007/2008 veröffentlicht

(lifePR) (Frankfurt/Main, ) .
- HORNBACH-Gruppe steigert Umsatz um 2,9% auf 2,62 Mrd. Euro
- Internationale Stärke macht Konsumschwäche in Deutschland wett
- Betriebsergebnis (EBIT) erreicht 102 Mio. Euro
- Expansion mit fünf Neueröffnungen erfolgreich fortgeführt
- Optimistischer Ausblick

Die HORNBACH-Gruppe, einer der größten Betreiber von Bau- und Gartenmärkten in Europa, hat sich im Geschäftsjahr 2007/2008 gut behauptet und wird trotz aller Turbulenzen in der Do-it-yourself-Branche unbeirrt an ihrer Unternehmenspolitik festhalten. "Wir werden unseren Kurs auch in Zukunft konsequent fortsetzen. Bei Hornbach gibt es keine Rabattschlachten, keine Übernahmen maroder Wettbewerber und keine Einschränkung von Produktqualität oder Beratungsleistung für unsere Kunden", so Vorstandsvorsitzender Albrecht Hornbach auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Die HORNBACH-Gruppe plant im laufenden Geschäftsjahr fünf Neueröffnungen großflächiger Bau- und Gartenmärkte sowie ein Umsatzwachstum mit überproportionalem Ergebnisanstieg. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Gesamtkonzern HORNBACH HOLDING AG bei Umsätzen von 2,62 Mrd. Euro ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 102 Mio. Euro.

Der Erfolg dieser Strategie beim Kunden zeige sich seit mehr als 20 Jahren täglich in den mittlerweile 125 Bau- und Gartenmärkten des Konzerns im In- und Ausland. "Unsere Prinzipientreue hat uns viel Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei den Verbrauchern gebracht. Dies wollen wir auch künftig rechtfertigen mit der konsequenten Fortsetzung unserer Strategie: Dauerniedrigpreise, professionelle Beratung, sehr guter Service und immer bestmögliche Qualität in den Produkten". Statt auf Aktionismus und Wachstum um jeden Preis setze man bei Hornbach auf langfristigen Erfolg und solides Geschäftsgebaren. "Mit diesem Kurs werden wir auch in den kommenden Jahren profitabel wachsen, attraktive Märkte im In- und Ausland eröffnen und neue Kunden in ganz Europa gewinnen", so Albrecht Hornbach in Frankfurt.

Umsatz: 2,9 % Wachstum gegenüber Vorjahr

Die HORNBACH-Gruppe hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 (1. März 2007 bis 29. Februar 2008) erfolgreich agiert. "Wir bewerten das Geschäftsjahr als insgesamt zufriedenstellend", sagte Albrecht Hornbach. Der Konzernumsatz (netto) der HORNBACH HOLDING AG wuchs um 2,9 Prozent auf 2.617 Mio. Euro (Vj. 2.544 Mio. Euro). Der Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG, der europaweit 125 großflächige Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern betreibt, verbuchte einen Umsatzanstieg von netto 3,2 Prozent auf 2.469 Mio. Euro (Vj. 2.392 Mio. Euro). HORNBACH eröffnete fünf großflächige Bau- und Gartenmärkte und setzte damit die Expansionsstrategie europaweit fort. Das Berichtsjahr war von einer zweigeteilten Umsatzentwicklung im In- und Ausland geprägt. In Deutschland war die negative Auswirkung der Mehrwertsteuererhöhung auf die Konsumlaune ebenso zu spüren wie der Rückgang der Wohnungsbautätigkeit aufgrund entfallener Eigenheimzulage. Im europäischen Ausland dagegen war und ist die erfreuliche Wachstumsdynamik ungebrochen. Durch deutliche Zuwächse im übrigen Europa (plus 11,6 %) konnte der leichte Umsatzrückgang in Deutschland (minus 1,5 %) wettgemacht werden. Da sich HORNBACH erneut deutlich besser als die Gesamtbranche in Deutschland entwickelte, stieg der Marktanteil im Inland auf 8,3 % (Vj. 8,1 %). Der Auslandsanteil am Umsatz im Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG erhöhte sich im zurückliegenden Geschäftsjahr von 36% auf 39%.

Erträge: Unter Vorjahr

"Die Ergebnisentwicklung 2007/2008 blieb erwartungsgemäß hinter den hohen Vorgaben des Geschäftsjahres 2006/2007 zurück", sagte Finanzvorstand Roland Pelka. Die HORNBACH HOLDING AG erwirtschaftete ein Betriebsergebnis (EBIT) von 101,9 Mio. Euro, ein Minus von 14,4% gegenüber Vorjahr (119,1 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss lag bei 58,3 Mio. Euro (Vorjahr 75,9 Mio. Euro, minus 23,2%). Im größten Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG wurde ein EBIT von 76,1 Mio. Euro (Vorjahr 96,1 Mio. Euro, minus 20,8%) und ein Konzernjahresüberschuss von 46,6 Mio. Euro (Vorjahr 60,7 Mio. Euro, minus 23,2%) erzielt. Neben den flächenbereinigten Umsatzrückgängen im Inland belasteten ungünstigere Kostenrelationen in den Filialen und der Verwaltung das DIY-Kerngeschäft. "Hier haben wir aber bereits gegengesteuert und im vierten Quartal wieder Boden gut machen können", sagte Roland Pelka. "Hinzu kamen nicht operative Sondereinflüsse im Immobiliensegment, die im Vorjahresvergleich das Betriebsergebnis mit 11 Mio. € belasteten." Erfreulich sei hingegen die Ertragsssituation im Ausland. Pelka: "Der Blick auf die Ergebnisbeiträge außerhalb Deutschlands belegt, welche Dimension unser internationales Wachstum inzwischen erreicht hat." Positiv auf die Ertragslage des Konzerns wirkten sich im Geschäftsjahr 2007/2008 überdies eine leicht höhere Handelsspanne und ein verbessertes Finanzergebnis aus.

Inland: Licht und Schatten

"Die Konsumstimmung in Deutschland war im Jahr 2007 aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung und der deutlich teureren Nahrungsmittel-, Benzin- und Energiepreise empfindlich beeinträchtigt", sagte Albrecht Hornbach. Bis in den April 2007 hinein habe sich die Kaufzurückhaltung der deutschen Verbraucher nicht negativ in den Zahlen bemerkbar gemacht, da die ungewöhnlich milde Witterung im Frühjahr für einen rekordverdächtigen Run auf die HORNBACH-Baumärkte gesorgt habe. Erst danach habe sich die Schwäche des privaten Konsums abrupt offenbart. Als sehr positiv wertete der Vorstandsvorsitzende den Zugewinn weiterer Marktanteile in Deutschland, obwohl einige größere Bau- und Heimwerkerprojekte in das Jahr 2006 vorgezogen worden waren. "Was im Heimatmarkt an Umsätzen wegbrach, haben wir aber dank unseres großen Erfolges außerhalb Deutschlands mehr als ausgleichen können. Vor diesem Hintergrund werden wir die internationale Expansion in den nächsten Jahren weiter forcieren", so Albrecht Hornbach. Rund 61 % der Umsätze (Vorjahr 64 %) im Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG entfielen auf die inländischen Bau- und Gartenmärkte. Die Nettoumsätze sanken hier leicht um 1,5 % auf 1.507 Mio. Euro (Vorjahr 1.530 Mio. Euro). Die vergleichbare Nettoumsatzveränderung der Branche in Deutschland fiel nach Berechnungen von HORNBACH um mehr als zwei Prozentpunkte schwächer aus.

Im Teilkonzern HORNBACH-Baumarkt-AG haben sich die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, im Gesamtjahr dank des anhaltenden Wachstums außerhalb Deutschlands auf Vorjahresniveau behaupten können (minus 0,2 %). Die Umsatzkurve im deutschen Markt durchlief drei Phasen: Nach dem erfolgreichen Start im ersten Quartal des Geschäftsjahres (plus 1,7%) entwickelte sich der flächenbereinigte Umsatz zwar im Vergleich zur DIY-Branche in Deutschland weiterhin überdurchschnittlich, konnte sich aber den allgemeinen negativen Einflüssen nicht entziehen. Dies hat sich insbesondere in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2007 bemerkbar gemacht. Viele Projekt- und Profikunden hatten ihre Investitionen noch ins Jahr 2006 vorgezogen, um noch letztmalig vom niedrigeren Mehrwertsteuersatz zu profitieren. Diesen negativen Basiseffekt bekam HORNBACH vor allem im dritten Quartal 2007/2008 (flächenbereinigt minus 8,3 % vs. plus 5,2 % im Vorjahr) und am stärksten im Dezember 2007 (minus 16,6 % vs. plus 14,7 % im Vorjahr) zu spüren. Indessen begann das Jahr 2008 dann vielversprechend: Im Januar und Februar kehrten die inländischen Umsätze wieder auf den Wachstumspfad zurück, was sich auch auf die Ergebnisentwicklung im vierten Quartal positiv auswirkte. Nach zwölf Monaten lagen die Nettoumsätze auf zum Vorjahr vergleichbarer Verkaufsfläche bei einem Minus von 3,6 % (Vj. plus 2,3 %). "Die DIY-Branche in Deutschland war flächenbereinigt im Schnitt zwischen zwei und drei Prozentpunkten schlechter als HORNBACH, obwohl wir der Kaufzurückhaltung wegen unserer Ausrichtung auf größere Projekte mehr Angriffsfläche boten. Daher ist es besonders erfreulich, dass wir unseren Marktanteil in Deutschland auf 8,3 % ausgebaut haben", strich Albrecht Hornbach heraus.

Ausland: Uneingeschränkt positiv

Im Gegensatz zum Inland befand sich die Umsatzentwicklung der internationalen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte weiterhin im Aufwind. Hier stiegen die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche in jedem Quartal. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wuchs der flächenbereinigte Umsatz um 6,0 %. "Dies belegt die Schlagkraft unserer Organisation und die Beliebtheit bei unseren Kunden außerhalb Deutschlands", sagte Albrecht Hornbach. Weil es außerhalb Deutschlands keine steuerbedingten Vorzieheffekte gegeben habe, beweise dies aber auch, wie negativ sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland auf das Konsumentenverhalten ausgewirkt habe. Der Auslandsumsatz stieg von 862 Mio. Euro um 11,6 % auf 962 Mio. Euro. Der Anteil der internationalen Märkte am Umsatz des Teilkonzerns hat sich im Berichtsjahr von 36 % im Vorjahr auf 39 % erhöht.

Expansion: Fünf neue Standorte eröffnet

Im Berichtsjahr 2007/2008 wurden insgesamt fünf neue, großflächige HORNBACH Bau- und Gartenmärkte in Betrieb genommen. In Deutschland wurden neue Filialen in München-Freiham sowie in Darmstadt eröffnet. Im Ausland ging HORNBACH im niederländischen Alblasserdam an den Start und feierte mit der Eröffnung in Bukarest den erfolgreichen Markteintritt in Rumänien. Ferner wurde in Olomouc der sechste HORNBACH-Standort in der Tschechischen Republik eröffnet. HORNBACH hatte zum Bilanzstichtag 29. Februar 2008 konzernweit 125 Einzelhandelsfilialen (28. Februar 2007: 120). Die Verkaufsfläche der 91 (Vj. 89) Filialen im Inland beläuft sich auf rund 955.000 qm. Außerhalb Deutschlands werden auf einer Verkaufsfläche von rund 430.000 qm 34 (Vj. 31) Bau- und Gartenmärkte betrieben. Die internationalen Märkte verteilen sich auf die Länder Österreich (11), Niederlande (8), Luxemburg (1), Tschechische Republik (6), Schweiz (3), Schweden (2), Slowakei (2) und Rumänien (1). Bei einer Gesamtverkaufsfläche im Konzern von rund 1.385.000 qm (Vj. 1.308.000 qm) liegt die durchschnittliche Verkaufsfläche je Filiale inzwischen bei knapp 11.100 qm (Vj. rund 10.900 qm). Im Laufe der nächsten Monate ist die Eröffnung neuer Märkte in der Schweiz, Schweden und Rumänien geplant, Anfang 2009 folgt der erste HORNBACH-Markt in Hamburg.

Neben dem DIY-Einzelhandelsgeschäft ist die HORNBACH-Gruppe auch im regionalen Baufachhandel tätig. Zum Bilanzstichtag betreibt der Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH im Südwesten Deutschlands 18 Niederlassungen.

Ausblick: Optimistisch

Albrecht Hornbach sieht die Zukunft des Konzerns positiv. "Wir gehen mit großem Optimismus in die nächsten Jahre. Unser Management und unsere Mitarbeitermannschaft ist bestens aufgestellt, dadurch ist für Qualität im Tagesgeschäft gesorgt. Und wir verfügen über ausreichende finanzielle Mittel, um die weitere Expansion im In- und Ausland solide abzuarbeiten. Somit können wir uns voll und ganz auf unser Kerngeschäft konzentrieren". Hornbach bekräftigte das Ziel, weiter organisch zu wachsen. Im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009 sind fünf Neueröffnungen geplant. "Wir erwarten eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Bereich. Das Betriebsergebnis (EBIT) wird sich voraussichtlich deutlich überproportional zum Umsatzanstieg erhöhen und auch den Wert des Jahres 2006/2007 übertreffen. Dies wollen wir erreichen durch eine gesteigerte Ertragskraft im Kerngeschäft, aber auch durch signifikante Ergebnissteigerungen im Segment Immobilien", so Hornbach.

Hinweis: Die Geschäftsberichte des HORNBACH HOLDING AG Konzern und HORNBACH-Baumarkt-AG Konzern für das Geschäftsjahr 2007/2008 sind im Internet veröffentlicht: www.hornbach-gruppe.com
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