Samstag, 10. Dezember 2016


Internationale Studierende entwerfen Buddy-Programm für Flüchtlinge bei der Sommerakademie der Hochschule Osnabrück

Während der Sommerakademie "Führung und Gesellschaftliches Engagement" entwickeln Studierende gemeinnützige Projekte

(lifePR) (Osnabrück, ) Internationale Studierende aus China und Südafrika sowie Studierende der Hochschule Osnabrück arbeiteten während der Sommerakademie "Leadership in Community Engagement" (LCE) an eigenen Ideen für ehrenamtliches Engagement. Zum ersten Mal setzten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Inklusion, Gleichstellung und Flüchtlingshilfe auseinander.

Neben der theoretischen Fortbildung im Bereich des Ehrenamts, der Arbeit in gemeinnützigen Organisationen oder der sozialen Unternehmensführung lag der Fokus der Sommerakademie auf der praktischen Arbeit an einem Projekt. Am Ende der Sommerakademie stellten die 14 Studierenden der Capetown Peninsula University of Technology in Kapstadt, Südafrika, der Guizhou University of Finance and Economics in Guiyang, China, und der Hochschule Osnabrück in einer abschließenden Präsentation die Projekte "Share to Share", "Sunshine Buddies", "Hope for Change" und "EduGration" vor. Das Projekt "Share to Share" hat das Ziel, Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen bei der Aufnahme eines Studiums zu unterstützen. "Sunshine Buddies" zielt darauf ab, Schulkinder mit physischen Behinderungen besser zu integrieren. Bei "Hope for Change" wird versucht, ehemaligen Sträflingen mit einer Gärtnerausbildung den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern und das Projekt "EduGration" will mithilfe von freiwilligen Helfern und Helferinnen Flüchtlinge sozial integrieren. "Es ist wirklich beeindruckend, wie detailliert die Studierenden ihre Projekte in nur zwei Wochen ausgearbeitet haben", freute sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram.

Die Studentinnen Louisa Hasse, Siphokazi Moloinyane, Jiaxin Xie und Liliia Pohl stellten ihr Konzept "EduGration" vor, ein Buddy-Programm, bei dem Osnabrücker Studierende syrischen Flüchtlingen ehrenamtlich zur Seite stehen. Durch die soziale Integration, die Vermittlung grundlegender Sprachkenntnisse und den kulturellen Austausch soll den Flüchtlingen nachhaltig geholfen werden. "Das größte Problem der Flüchtlinge ist, das sie nach ein oder zwei Jahren Flucht in Deutschland ankommen und hier ohne Sprachkenntnisse oder soziales Umfeld Fuß fassen müssen. Unser Projekt soll den Flüchtlingen eine informelle Vertrauensperson zur Seite stellen, die ihnen dabei hilft, sich sozial zu integrieren", erklärte Studentin Louisa Hasse.

Die Kernmaßnahmen des Konzepts "EduGration" sind Sprachkurse, soziale Einbindung durch ehrenamtliche Helfer und Helferinnen und ein in Workshops organisierter kultureller Austausch. Die freiwilligen Mitwirkenden des Projekts nehmen die Rolle eines "EduGreaters" ein. Diese "EduGreaters" übernehmen die Funktion einer sozialen Bezugsperson im gleichen Alter, die den Flüchtlingen im Alltag als Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Finanziert werden soll "EduGration" durch Spenden, Regierungs- und Stiftungsmittel sowie Crowdfunding. Die Konzeptionistinnen des Projekts ziehen auch eine Kooperation mit der städtischen Caritas in Betracht. Diese hatten sie während der Sommerakademie besucht, um von den Erfahrungen der Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen zu profitieren. Die Sommerakademie Leadership in Community Engagement wurde von der Hochschule Osnabrück veranstaltet und durch die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gefördert.
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