Samstag, 10. Dezember 2016


Hochschule Bayern e.V. begrüßt vbw-Studie mit Handlungsempfehlungen zu mehr Exzellenz an bayerischen Hochschulen

(lifePR) (München, ) Die von der vbw vorgestellte Studie mit Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die bayerische Hochschullandschaft greift in weiten Teilen bestehende Forderungen der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften - Fachhochschulen auf. Deren starke Praxisorientierung in Lehre und Forschung mit dem Ziel einer klaren Berufsqualifizierung ihrer Absolventen würde bei Umsetzung ausgewählter Handlungsempfehlungen deutlich gestärkt.

Prof. Dr. Gunter Schweiger, Vorsitzender von Hochschule Bayern e.V. stellt fest: "Die grundsätzliche Ausrichtung der Empfehlungen auf die Möglichkeit zu Vielfalt im Hochschulsystem und zur Entwicklung individueller Profile unterstützt den von den Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereits heute eingeschlagenen Weg der Differenzierung."

Die Studie macht in ihren Aussagen zum Umgang mit knappen Ressourcen aber auch wieder deutlich, dass die Aufwendungen pro Studierenden sich für Bayern im deutschlandweiten Vergleich nur unterdurchschnittlich darstellen. Dies gilt für Deutschland im weltweiten Benchmark in gleicher Weise. Daran werden auch die aktuellen großen Anstrengungen des Freistaats Bayern im Hochschulbereich nur wenig ändern, da die zur Verfügung gestellten zusätzlichen Mittel in erster Linie zur Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen eingesetzt werden und das Betreuungsverhältnis zwischen Professor und Studierenden sowie die räumliche Situation an den Hochschulen kaum beeinflussen.

"Wir werden die Studie der vbw eingehend analysieren sowie die einzelnen Handlungsempfehlungen detailliert reflektieren und aus unserer Sicht auf ihre Umsetzbarkeit prüfen" stellt Schweiger weiter fest. "Beispielhaft herausgegriffen aus den 49 Empfehlungen seien folgende Themenfelder, die wir in der weiteren politischen Diskussion mit vorantreiben werden: Übertragung des Liegenschaftsmanagements an die Hochschulen, eigenverantwortlicher Umgang mit Studienbeiträgen, Flexibilisierung der Lehrdeputate, Anrechenbarkeit von Stiftungsprofessuren, Förderung der beruflichen Weiterbildung. Insbesondere die Handlungsempfehlung, ein Promotionsrecht für forschungsaktive FH-Professoren zu schaffen sowie Forschungsprofessuren zu ermöglichen würde bei Umsetzung die angewandte Forschung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und damit auch die bayerische Wirtschaft weiter stärken."

Hochschule Bayern e.V. sieht sich in vielen Empfehlungen der Studie in seinen bestehenden strategischen Überlegungen und Handlungen bestätigt. So wird beispielsweise ein weiterer Ausbau des dualen Studiums gefordert, das die Hochschulen für angewandte Wissenschaften seit Jahren erfolgreich vorantreiben. Auch die von Hochschule Bayern e.V. seit langem geforderte Möglichkeit der Einführung von gebührenfinanzierten berufsbegleitenden Bachelor-Studiengängen ist als Handlungsempfehlung formuliert.

Hochschule Bayern e.V. sieht viele Handlungsempfehlungen der Studie im operativen Bereich und beurteilt diese grundsätzlich positiv. Strategische Betrachtungen zum Verhältnis der beiden Hochschularten und zu deren Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht enthalten.
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