Sonntag, 04. Dezember 2016


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Personaler als Veränderungsmanager gefordert

(lifePR) (Freiburg, ) Veränderungsprojekte in Firmen, die wie "Kontinuierliche Verbesserung (KVP)" oder "Lean Production" rein methodisch getrieben sind, erzielen in jedem dritten Unternehmen nicht den erhofften Erfolg. Das Personalressort ist hier zunehmend als "Change Agent" gefordert.

Das ergab die Studie "Aufschwung jetzt", die Wifo-Consult (Frankfurt/Main) und die Europa Fachhochschule Fresenius Köln gemeinsam mit dem "Personalmagazin" der Haufe Mediengruppe und unter der Schirmherrschaft der Fraunhofer Gesellschaft durchgeführt haben. Befragt wurden insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen nach dem Verlauf und den Erfolgen der Veränderungsprojekte der letzten Jahre. Außerdem haben die Studienmacher untersucht, welche Qualifizierungsmethoden zum Einsatz kamen. Teilgenommen haben 421 Personen aus deutschen und österreichischen Unternehmen der Fahrzeug-, Flugzeug-, Maschinenbau- sowie der Elektro- und Metallindustriebranche. In Österreich war zudem die Dienstleistungsbranche stark vertreten.

Die Ergebnisse belegen, dass die Fragen der Mitarbeiterführung und Kulturgestaltung im Rahmen von Veränderungsprojekten kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Lagen diese in der Vergangenheit noch auf Rang neun der Prioritätenliste der Change-Manager, stehen sie künftig auf Rang eins, gaben die Studienteilnehmer an. Unter den Veränderungsmethoden dominieren weiterhin Programme wie "Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)" und "Lean Production/Management", stark an Bedeutung verloren hat die Einführung von "ISO 9000"-Systemen. Erfreulich aus Sicht der Studienautoren sind die für Qualifizierung aufgewendeten Tage (ein Drittel der Befragten investiert pro Jahr und Mitarbeiter durchschnittlich vier Tage), alarmierend dagegen ist die Personalplanung: Rund die Hälfte aller Firmen weiß laut Studie nicht, wie viele Mitarbeiter sie mit welcher Qualifikation benötigen.

Für die Studienautoren ist daher klar: Das Personalressort muss sich künftig stärker in Veränderungsprozesse einbringen. Studien-Schirmherr Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, folgert in seinem Statement gegenüber dem Personalmagazin: "Der Change-Agent soll den Veränderungs-Prozess initiieren und antreiben; wenn das nicht der Unternehmenschef ist, brauchen wir dafür aktive Personaler."

Die Ergebnisse der Studie stehen unter http://www.personal-magazin.de zum Download bereit.
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