Freitag, 09. Dezember 2016


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Pattmöller: Lehrkrankenhäuser haben Win-Win-Situation endlich erkannt

(lifePR) (Berlin, ) "Unser Einsatz hat sich gelohnt! Viele Lehrkrankenhäuser sind unserer Forderung gefolgt und haben eine Aufwandsentschädigung für Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) eingeführt", sagte Max Pattmöller heute anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin. Der Vorsitzende des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund verwies damit - gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Dr. Kuno Winn - auf die Ergebnisse einer Befragung, die der Verband unter den über 500 Kliniken, die PJler ausbilden, durchführte. Zahlreiche Antwortschreiben dokumentierten die neu gewonnene Erkenntnis vieler Krankenhäuser, dass sich Anreizsysteme für Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) zunehmend lohnten. Ob durch Aufwandsentschädigung oder immaterielle Leistungen wie Fahrtkostenerstattung, Mietkostenzuschüsse, Buchgutscheine, kostenfreie Mahlzeiten etc. - die Leistungen der PJler würden endlich gewürdigt.

Dass das nicht nur den Medizinstudenten, sondern auch den Kliniken stark zu Gute kommen kann, weiß Fabian Spies. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Hartmannbund-Medizinstudenten hatte seinerzeit die Initiative für die so genannte PJ-Aktion übernommen und konstatiert heute: "Ich kann nun auch aus der Perspektive des Arztes sagen, dass PJler im klinischen Alltag unersetzlich geworden sind. Neben einer Honorierung dieser Arbeit steht ganz klar aber auch die Ausbildungsqualität im Vordergrund. Die Lehrkrankenhäuser sollten ein derart gut geschnürtes Paket anbieten, dass der Student sich nach dem PJ auch dort bewirbt." Das Praktische Jahr stelle somit auch einen wichtigen Faktor in Sachen Nachwuchsrekrutierung und Ärztemangel dar. "Vor allem Kliniken, die es schwer haben, Stellen neu zu besetzen, können über das PJ frühzeitig neues Personal an ihre Häuser binden", sind sich Pattmöller und Spies einig. Das bestätigte auch Dr. Michael Almeling, Geschäftsführer der SRH-Kliniken: "Die PJler sind inzwischen ein wesentlicher Grund dafür, dass wir den Status Lehrkrankenhaus überhaupt noch verfolgen. Gerade für Standorte im ländlicheren Raum wollen wir die angehenden Ärzte von der weiteren Tätigkeit an unseren Häusern überzeugen."
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