Samstag, 10. Dezember 2016


Beziehungssucht

(lifePR) (Tuningen, ) Von Ronald Engert Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Tattva Viveka, Studium der Germanistik, Philosophie und Indologie in Frankfurt/Main. Arbeitsschwerpunkt ist die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität.

"Was bedeutet es, von Beziehungen abhängig zu sein?"

Es bedeutet, eine Beziehung zu brauchen, um sich ganz zu fühlen. Es kann ein bestimmter Mensch sein, mit dem ich auf jeden Fall eine Beziehung haben will, egal wie. Oder die Menschen können austauschbar sein, wenn ich auf jeden Fall eine Beziehung haben will, egal mit wem. In beiden Fällen sehe ich den Menschen nicht, wie er wirklich ist, und kann nicht wirklich bei ihm sein. Und gleichzeitig kann ich nicht bei mir bleiben und mich nicht mit mir ganz fühlen.

"In Wirklichkeit ist es so, wir sind immer allein."

Niemand kann meinen Weg für mich gehen, niemand kann die Verantwortung für mich übernehmen. Und das ist das Schwierige. In letzter Konsequenz kann ich nur mir selbst vertrauen und muss selbst herausfinden, was für mich richtig ist, was mein Weg ist. Wir Menschen brauchen Menschen, und doch kann ich nicht bedürftig und saugend durch die Welt laufen und mich an anderen Menschen nähren. Das wäre ein Kindschema, die Opferhaltung.

"Wo kann ich mich nähren?"

Männer genesen mit Männern und Frauen genesen mit Frauen. Wenn ich als Kind nicht genug Liebe von meinen Eltern bekommen habe, dann fehlt mir etwas. Das muss nachgenährt werden. Es ist gut, das in nicht-sexuellen Freundschaften zu machen, aber nicht in Partnerschaften. Zugleich muss ich den Schmerz spüren, der durch diesen Mangel entsteht. Es ist wichtig, dem Schmerz nicht auszuweichen, denn sonst kommt die gleiche Situation immer wieder. Sonst fange ich an, die Nahrung bei meinem Partner zu suchen, und das ist nicht der Sinn einer Partnerschaft.

"Es ist wichtig, durch diesen Schmerz hindurch zu mir selbst zu kommen."

Ich bin alleine für mich verantwortlich und es gibt keinen Grund, traurig zu sein. Ich selbst bin ein riesiger Kontinent, den es zu entdecken gilt. Indem ich mich wahrnehme und mit mir bin, entdecke ich mich selbst und kann beginnen, mich zu lieben. Ich kann lernen, mir selbst Gutes zu tun und mich zu nähren. Ich kann selbst meinem inneren Kind Vater oder Mutter sein. Ich kann die Schönheit und Vielfalt des Lebens entdecken. So kann ich dankbar werden.
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