Freitag, 01. August 2014


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Nützliche Bakterien - vielfältig im Einsatz

(lifePR) (Wien, ) In der Frauenheilkunde werden nützliche Bakterien in Form von milchsäurebildenden Laktobazillen vaginal bei Scheiden- und Blaseninfektionen schon lange erfolgreich eingesetzt - aber auch die orale Gabe ist sinnvoll: bei Kinderwunsch und Schwangerschaft.

In der Scheide befinden sich in geringer Zahl Hefepilze und pathogene Keime und in hoher Anzahl Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die ein leicht saures Scheidenmilieu schaffen, um einen Schutz vor Krankheitserregern zu bieten. "Durch hormonelle Veränderungen, etwa in der Pubertät, während der Menstruation, in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren, aber auch bei Stress oder nach Medikamenteneinnahme - zum Beispiel Antipilzmittel, Antibiotika oder die Antibabypille - kann die gesunde Scheidenflora geschwächt werden", so Univ. Prof. Dr. Peter Frigo, Leiter der Hormonambulanz in der Medizinischen Universität Wien. Das bedeutet: Die Anzahl der Milchsäurebakterien nimmt ab und die der Pilze und pathogenen Keime zu - das mikrobielle Gleichgewicht der Scheide ist gestört. Die Folge ist oft eine Scheideninfektion, die mit sehr unangenehmen Beschwerden einhergeht, wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und beim Urinieren. Oft begleitet von einem dickflüssigen, weißlichen Ausfluss.

"Eine gesunde Scheidenflora kann mit Milchsäurebakterien, also mit Laktobazillen, wieder hergestellt werden", so Univ. Prof. Dr. Peter Frigo. "Diese nützlichen Bazillen haben in der gynäkologischen Praxis ein breites Einsatzgebiet. Da sie den gesamten Darm- und Urogenitaltrakt besiedeln und die Flora im Gleichgewicht halten, schützen sie vor Scheiden- aber auch Blaseninfektionen."

Wann nützliche Bakterien helfen können:

Bei Kinderwunsch: Ein gesundes Scheidenmilieu ist besonders bei Kinderwunschpatientinnen wichtig - ist die Flora durch Bakterien gestört, kann auch die Beweglichkeit sowie die Überlebensdauer der Spermien deutlich herabgesetzt werden; daher finden Laktobazillen auch beim Kinderwunsch ihre Anwendung.

In der Schwangerschaft: Eine Scheideninfektion in der Schwangerschaft ist gefährlich, da sie eine Frühgeburt auslösen kann. Eine gesunde Scheidenflora gilt als bester Schutz vor Infektionen. Sie ist auch gegen Ende der Schwangerschaft von größter Wichtigkeit, da die Geburtswege frei von Keimen sein müssen. Selbst einfache Bakterien können im Falle einer Aspiration von kontaminiertem Fruchtwasser zu einer schweren Lungenentzündung beim Baby führen. Während der Geburt wird auch die gesunde Flora der Frau auf das Kind übertragen und ist für die Verdauung des Kindes essentiell.

In der Stillzeit, im Wechsel: Bei hormonellen Veränderungen gibt die Scheidenhaut weniger Feuchtigkeit ab, die Drüsen am Scheideneingang produzieren weniger Sekret. Zudem geraten die Milchsäurebakterien, die im Normalfall für ein stark saures Milieu in der Scheide sorgen, aus dem Gleichgewicht.

Nach Antibiotikatherapie und bei ständig wiederkehrenden Scheiden- und Blaseninfekten ("Reizblase"): Lokale Therapien bei bakterieller Vaginose oder Pilzinfektionen, aber auch Breitbandantibiotika (z. B. bei Erkältungen) töten nicht nur die bösen, auch die guten Bakterien ab. Dadurch wird das Scheidenmilieu gestört. Laktobazillen bringen die Flora wieder ins Gleichgewicht, stärken die natürliche Schutzbarriere gegen Krankheitserreger und führen damit zu einer Verringerung der Infektanfälligkeit im Intimbereich.

Generell gilt: "Eine Kur mit Laktobazillen ist zur Vorbeugung diverser Erkrankungen und auch in der Nachsorge - nach Infekten - sinnvoll", sagt Univ. Prof. Dr. Frigo. "Allerdings: Nicht jeder Lactobacillus kann eine positive Wirkung gewährleisten."

Der Lactobacillus Casei Rhamnosus gehört zu den nützlichen Bakterien, er erfüllt alle Anforderungen eines schützenden Keimes. Er ist:

- stabil
Mutiert ein probiotischer Keim, kann er seine Wirksamkeit verlieren. Der Lactobacillus Casei Rhamnosus wird seit mehr als 50 Jahren unter pharmazeutischen Bedingungen produziert und hat sich seither nicht verändert. Er wirkt verlässlich und konstant.

- widerstandsfähig
Magensäure und Verdauungssäfte können ihm nichts anhaben, er überlebt unbeschadet die Magenpassage und gelangt lebend in den Dünndarm. Dort kann er sich ungehindert vermehren.

- anhaftungsfähig
Krankheitserreger werden nur dann gefährlich, wenn sie sich im Darm oder in der Scheide - an der Schleimhautwand - ansiedeln können. Sind die Laktobazillen des Stammes Casei Rhamnosus in ausreichender Anzahl vorhanden, versiegeln sie die Schleimhaut mit einem schützenden Biofilm. So haben Krankheitserreger keine Chance.

- reproduzierfähig
Der Großteil der Flora befindet sich im Darm. Der Lactobacillus Casei Rhamnosus besitzt nicht nur die Eigenschaft, sich im Darm anzusiedeln, sondern kann sich auch darin vermehren.

- entzündungshemmend
Gelangen Krankheitserreger wie etwa Salmonellen in den Darm, lösen sie unmittelbar eine Immunreaktion aus. Der Lactobacillus Casei Rhamnosus ist in der Lage, die Widerstandskraft der Darmwand zu stärken und kann so Entzündungen reduzieren.

Enthalten ist der Lactobacillus Casei Rhamnosus in dem neuen Prä- und Probiotikum Florea® (Kapseln zum Einnehmen) und in dem bewährten Medizinprodukt Gynophilus CE Scheidenkapseln. Beide Produkte sind in den Apotheken erhältlich.

Weitere Informationen: www.gesundescheide.at, www.florea.at

Broschüre und Gratismuster anfordern unter Tel.: 01/879 99 07 oder 0664/408 18 19
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