Freitag, 19. Dezember 2014


  • Pressemitteilung BoxID 2919

Energie aus Europas Untergrund

European Geothermal Congress 2007

(lifePR) (Geeste, ) Das Gemeinsame an Europa sind seine Besonderheiten. Das gilt für (fast) alle Lebensbereiche, für Kultur und Natur, für Geographie und Geologie. Die Herausforderungen, denen sich unser Kontinent gegenübersieht, sind enorm. Der Klimawandel gehört sicherlich zu den schwierigsten Szenarien. Innerhalb der Palette der Lösungsmöglichkeiten nehmen die Erneuerbaren Energien eine herausragende Stellung ein. Sie nutzen die Strahlung der Sonne, direkt oder über Umwege wie Wind, Biomasse, Wasserkraft. Auch der Planet selbst strahlt ständig Wärme ab. 99% seines Innern sind heißer als 1000 °C, und 99% des Rests immerhin noch wärmer als 100 °C - eine eigentlich dünne Schale, auf der wir leben. Und an manchen Stellen, in Island etwa, ist sie besonders dünn. Aber egal, wo man sich auf Europas fester Erde bewegt, überall im Untergrund ist Wärmeenergie zu finden. Man braucht nur die richtige Technologie, um sie nutzbar zu machen.

Auf unserem Kontinent geschieht das schon lange und für die unterschiedlichsten Zwecke. In Thermalbädern, Kraftwerken, Fernwärmenetzen, in Landwirtschaft und Gartenbau, zum Heizen und Klimatisieren von einzelnen Gebäuden, im Einfamilienhaus oder Industriebetrieb - Geothermie zeigt viele Talente. Der weltweit erste geothermische Strom ließ bereits 1904 in Italien die Möglichkeiten dieses Energieträgers aufleuchten. Heute sind rund um den Globus über 9000 Megawatt Kraftwerksleitung installiert. Bis 2010 werden einige Tausend MW hinzukommen. Mit fast 30 000 MW trägt die saubere Energie aus der Tiefe zu einer das Klima- und die Ressourcen schonenden Wärmeversorgung bei.

Überall steigen die Preise für fossile Rohstoffe. Das schlägt sich in den Strompreisen und vor allem in den Heizkosten nieder. In etlichen europäischen Ländern, in der Schweiz, in Schweden oder Österreich zum Beispiel gehören oberflächennahe Erdwärmeanlagen längst zum Alltag. Frankreich und Deutschland sind dabei, kräftig aufzuholen. In anderen Ländern beginnt der Markt sich zu entwickeln.

Nicht nur Island oder Italien bauen jetzt geothermische Kraftwerke. Neue Technologien, die es ermöglichen, auch Temperaturen zwischen 100 - 200 °C für die Verstromung zu nutzen, haben die Brandbreite der Möglichkeiten beträchtlich erweitert. Österreich ist schon 2000 in die Stromliga aufgestiegen, die erste ungarische Anlage wird in zwei Jahren an das Netz gehen. Auch in anderen Ländern wird geplant und entwickelt. Die Geothermie wird in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur Entschärfung des Klimaproblems leisten können.

In Deutschland steht für 2007 die Fertigstellung von drei neuen kleinen Kraftwerken an. Sie sind die Speerspitze einer Entwicklung, die die Karten unter den Erneuerbaren Energieträgern im Lande neu mischen wird. Ein guter Grund, die zentrale Veranstaltung der europäischen Geothermie, den European Geothermal Congress EGC2007 in diesem Jahr nach hier zu holen. Eine dieser Anlagen entsteht gegenwärtig in Unterhaching bei München. Der Austragungsort wurde also mit Bedacht gewählt.

Träger der Kongresse ist die International Geothermal Association IGA. Ihr europäischer Zweig sowie der Bundesverband Geothermie GtV-BV, das European Geothermal Energy Council, die Geothermischen Vereinigungen der Schweiz, Serbiens und Mazedoniens bilden 2007 die Gruppe der Veranstalter. Die organisatorische Durchführung liegt beim GtV-BV.

In Unterhaching werden ca. 250 Teilnehmer aus allen Regionen Europas, aus Forschung, Entwicklung und Wirtschaft erwartet. Der Kongress wird durch eine Fachausstellung begleitet. 22 Stände von Unternehmen und Organisationen geben einen Einblick in das weite Spektrum der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Tagungsort des EGC2007 ist die Unterhachinger Generali-Sportarena am Utzweg.

Der Kongress beginnt am 30.05.2007 um 10:00 mit einer Eröffnungsveranstaltung. Das Bundesministerium ist durch seine Parlamentarische Staatssekretärin Astrid Klug vertreten, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt durch Staatssekretär Dr. Otmar Bernhard.

Für Medienvertreter:

Unmittelbar nach Schluss der Eröffnungsveranstaltung um ca. 12:30 Uhr findet eine Pressekonferenz statt. Anmeldungen per Email, Telefon oder Fax werden erbeten.
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