Montag, 05. Dezember 2016


Brustkrebs: Krebsvorstufe frühzeitig behandeln

Domäne der Diagnostik ist auch bei jüngeren Frauen die Mammographie

(lifePR) (Kronberg, ) Einer Brustkrebserkrankung geht insbesondere bei jungen Frauen häufig eine Krebsvorstufe, das so genannte „Carcinoma in situ", kurz DCIS, voraus. Dabei handelt es sich um Tumorzellen, die ihren Ursprung in den Milchgängen haben. Brustkrebs entsteht erst, wenn diese Zellen die Milchgänge verlassen und in das umliegende Gewebe vordringen. Ein DCIS äußert sich meist durch Mikrokalk, der weder tastbar noch durch Ultraschall sichtbar ist. Gewissheit bringt erst eine Mammographie. „Die Domäne der Diagnostik des DCIS ist und bleibt die Mammographie. In der Mammographie lassen sich die Struktur, die Anzahl sowie das Verteilungsmuster der Mikrocalcifikationen exakt darstellen. Ultraschall und Kernspinuntersuchung der Brust sind ergänzende Untersuchungen, die in Einzelfällen zusätzlich eingesetzt werden können“, sagt Prof. Dr. Volker Möbus, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Frankfurt Höchst in der aktuellen Ausgabe des Brustkrebsmagazins Mamma Mia!.

Frühzeitig behandelt kann verhindert werden, dass sich aus der Krebsvorstufe ein invasiver, bösartiger Tumor entwickelt. Da in Deutschland das Mammographie-Screening erst bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt wird, wird die Krankheit bei jüngeren Frauen häufig erst entdeckt, wenn bereits ein bösartiger Tumor getastet wird. „Aus Ländern, in denen das Mammographie-Screening bereits ab dem 40. Lebensjahr durchgeführt wird, weiß man, dass ein DCIS bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren relativ betrachtet häufiger vorkommt als bei Frauen über 50 Jahren“, so Möbus. Diese Erfahrung machte auch Eva Schumacher-Wulf, Chefredakteurin des Brustkrebsmagazins Mamma Mia!, nachdem sie einen Knoten in ihrer Brust spürte: „Die Ärzte machten einen Ultraschall meiner rechten Brust und teilten mir mit, dass auf jeden Fall brusterhaltend operiert werden könne, da der Tumor sehr klein sei. Die ganze Wahrheit kam erst später ans Licht, als auch die Bilder der Mammographie vorlagen: Die Brust war übersät mit Kalkablagerungen. Die Diagnose: DCIS, ein duktales Carcinoma in situ, die Amputation der Brust unumgänglich. Damals war ich 34 Jahre alt“, berichtet sie. Die Frage, wann eine Mammographie vor dem 50. Lebensjahr sinnvoll ist, beantwortet Professor Möbus wie folgt: „Wir haben in Deutschland sehr strenge Strahlenschutzbestimmungen und jede Mammographie ist mit einer geringen Strahlendosis verbunden. Obwohl ein DCIS bei jüngeren Frauen gehäuft vorkommt und es bekanntlich durch die Selbstuntersuchung der Frau oder eine Ultraschalluntersuchung nicht frühzeitig entdeckt wird, kann ich keine allgemeingültige Empfehlung zu einer so genannten „Basismammographie“ mit 40 Jahren aussprechen. Solche Entscheidungen können nur individuell unter Berücksichtigung der Risikosituation der einzelnen Frau getroffen werden.“

Bezüglich der Behandlung der Krebsvorstufe gibt es international gültige Leitlinien. „Der Standard in der Behandlung des DCIS besteht in der Operation sowie der postoperativen Nachbestrahlung. Sind die Hormonrezeptoren positiv, so kann eine zusätzliche Antihormontherapie diskutiert werden“, erklärt Möbus. Mehr zum Thema DCIS sowie weitere Beiträge rund um das Thema Brustkrebs können in der aktuellen Ausgabe des Brustkrebsmagazins Mamma Mia! nachgelesen werden.
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