Samstag, 25. Oktober 2014


Schwarzwaldstraße: Bis Oktober kompletter Umbau von Hauskante zu Hauskante zwischen Maria-Hilf-Kirche und Stadthalle

(lifePR) (Freiburg im Breisgau, ) In den vergangenen Jahren wurden die Gleisanlagen und Haltestellen der Stadtbahnlinie 1 zwischen der Schwabentorbrücke und der Wendeschleife Lassbergstraße durch die Freiburger Verkehrs AG (VAG) nach und nach erneuert. Auch das Garten- und Tiefbauamt (GUT) investierte im Zusammenhang mit diesen Maßnahmen in einige Verbesserungen im Straßenraum und in Straßensanierungen. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung der Schwarzwaldstraße belaufen sich auf rund 5,4 Millionen Euro.

Als letzter Abschnitt kommt nun der Bereich zwischen der Seminarstraße und der Möslestraße an die Reihe, der in seiner heutigen Gestaltung in den 50er und 60er Jahren ausgebaut wurde. Sowohl was den Zustand der Gleise und der Straßen betrifft als auch hinsichtlich der Qualität der Haltestellen sind die am 28. März beginnenden Arbeiten notwendig. Neben dem Neubau der Gleise, der Oberleitung und der Haltestellen wird in Zusammenarbeit mit dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) auch der Straßen-, Radfahr- und Fußwegbereich neu gestaltet.

Die Stadtbahn wird künftig über einen eigenen Gleiskörper verfügen, der in weiten Bereichen begrünt sein wird. Vollkommen erneuert werden die beiden Haltestellen "Alter Messplatz" und "Stadthalle", die hinsichtlich ihrer Fahrgastinformationseinrichtungen, ihre Zugänglichkeit für Mobilitätsbehinderte und auch hinsichtlich der heute noch unzureichenden Warteflächen vollkommen erneuert und den fahrgastfreundlichen Standards der VAG Haltestellen verbessert und angepasst werden.

Weil wegen der Planungen für einen Neubau der B31-Ost und dessen jahrzehntelange Verzögerung alle Modernisierungen entlang der Schwarzwaldstraße aufgeschoben wurden, ist die Mängelliste auch was den Fahrrad- und Fußgängerverkehr betrifft besonders lang: Es fehlen die Radwege und die Gehwege sind viel zu schmal. Vom kommenden Montag an wird diese Mängelliste konsequent abgearbeitet. Mit Ausnahme des Abschnitts rund um das "Zentrum Oberwiehre", der bereits im Zuge der Bebauung des alten Messplatzes 2004 gemäß der aktuellen Planung umgebaut wurde, wird von Hauskante zu Hauskante alles erneuert. Breitere Gehwege, ein durchgehender Radstreifen auf der Nordseite, bessere Querungsmöglichkeiten vor dem Einkaufszentrum, ein separater, begrünter Gleiskörper für die Stadtbahn sowie zwei komplett neu gestaltete Haltestellen kennzeichnen den Umbau.

Weil auch im Untergrund vieles im argen lag, hat die badenova im Vorfeld bereits den Abwasserkanal erneuert und neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen verlegt.

Die Baustelle ist in drei Phasen aufgeteilt:

Die erste Bauphase beginnt am 28. März und dauert bis zum 14. Mai. In dieser Zeit wird die stadtauswärtige Fahrbahnseite erneuert. Der Kraftfahrzeugverkehr wird in dieser Zeit über die Seminarstraße, Schützenallee und Möslestraße umgeleitet.

In der zweiten Bauphase vom 15. Mai bis Mitte August sind die Gleiserneuerung und der Neubau der beiden Haltestellen an der Reihe. In dieser Zeit fährt die Stadtbahnlinie 1 nur bis "Maria-Hilf-Kirche". Dort wird eine Umsteigehaltestelle auf die als Ersatz verkehrenden Busse angeboten, die bis zur Lassbergstraße fahren. Außerdem werden die Omnibuslinien 17 und 18, die aus Kappel und ebnet kommend normalerweise an der Lassbergstraße enden, bis zur "Maria-Hilf-Kirche" verlängert. Die Gleissanierung schließt an der Hansjakobstraße an den Bestand an. Die Straßensanierung reicht über die Kreuzung Hansjakobstraße bis in die östliche Schwarzwaldstraße hinein.

Die dritte Bauphase dauert von Mitte August bis Ende Oktober. In dieser Zeit wird die stadteinwärtige Fahrbahn erneuert. Der Kraftfahrzeugverkehr wird in dieser Zeit über den Sandfangweg, die Kartäuserstraße und die Fabrikstraße umgeleitet.

Die neuen Haltestellen:

Die Haltestelle "Alter Messplatz" und "Stadthalle" liegen zwischen den Fahrbahnen des motorisierten Verkehrs und entsprechen beide nicht einem modernen, behindertengerechten Standard. Während die Haltestelle "Alter Messplatz" noch über beidseitige, signalgeregelte ebenerdige Zugänge verfügt, ist die Haltestelle "Stadthalle" nur über eine Unterführung und entsprechende Treppenanlagen zu erreichen. Damit scheidet die Benutzung durch mobilitätseingeschränkte Personen bisher hier gänzlich aus. Im Zuge dieser Maßnahme wird die Fußgängerunterführung im Gleisbereich angepasst, damit nach Fertigstellung der Fußgänger im Bereich der Möslestraße und Hirzbergstraße die Schwarzwaldstraße zusätzlich zur Unterführung gequert werden kann. Somit ist ein barrierefreier Zugang für den Fahrgast gesichert.

Der Wartebereich auf den Bahnstiegen an der Haltestelle "Alter Messplatz" ist für die hohe Frequenz der ein- und aussteigenden Fahrgäste durch das an der Haltestelle liegende Einkaufszentrum und die darüber erschlossenen Schulen zu schmal. Zudem liegen die Haltestellen teilweise in leichten Gleisbögen, was das ebenerdige einrollen in die Fahrzeuge erschwert, wenn nicht gar verhindert.

Mit dem Umbau der Haltestelle werden mehrere Ziele verfolgt:

Die Gleise werden in den Haltestellenbereichen künftig in eine Gerade liegen, so dass der Spalt zwischen Wagenkasten und Bahnsteigkante auf die zulässige, behindertenfreundliche Breite verringert werden kann. Zudem werden die Bahnsteige auf eine Höhe von 24 Zentimetern angehoben, um den annähernd niveaugleichen Einstieg zu ermöglichen. Die Einrichtung von taktilen Leitstreifen ermöglicht Sehbehinderten die Orientierung an der Haltestelle. Die Bahnsteige werden am Haltepunkt alter Messplatz 4m breit sein und an der Stadthalle 3m betragen Mit dem Umbau werden auch die Fahrgastinformationssysteme entscheidend verbessert. So erhalten die beiden Haltestellen dann endlich auch die ansonsten üblichen Dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen, auf denen die Abfahrt der nächsten Züge angekündigt wird.

Baubüro im Zentrum Oberwiehre

Im Zentrum Oberwiehre, Schwarzwaldstraße 78b, 2. Obergeschoss, wird während der Bauzeit ein Baubüro eingerichtet in dem man sich über den Bauablauf informieren kann. .Öffnungszeiten: dienstags von 15 bis 17 Uhr; Tel.: 0761/ 70439477
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