Donnerstag, 08. Dezember 2016


Home Sweet Home – arbeiten von Zuhause aus: gut oder schlecht?

(lifePR) (München, ) Gerade die heißen Sommertage, die wir zurzeit haben, lassen einen in nicht klimatisierten Räumen schier verzweifeln. Wäre es da nicht sinnvoller, von zu Hause aus zu arbeiten? Die Arbeitszeiten an die Hitze anzupassen? Früher freute man sich auf die heißen Tage, denn: man bekam Hitzefrei in der Schule!

Aber auch abgesehen von der Jahreszeit ist das Thema Homeoffice top aktuell und wird gerade heiß diskutiert. Neidische Blicke richten sich auf die benachbarten Niederlanden, wo es seit 01. Juli 2015 unter bestimmten Bedingungen ein Recht auf Homeoffice gibt.

IT-Branche Vorreiter der Telearbeit

In Deutschland nutzt laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom ungefähr jeder Vierte hin und wieder die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Jeder Zwölfte arbeitet bereits an festen Tagen regelmäßig außerhalb der Firma. In Europa zeichnet sich ein Trend in Richtung Telearbeit ab, durch die digitalisierten Arbeitsabläufe ist eine physische Anwesenheit immer öfter unnötig. Speziell in der IT-Branche bieten sich flexible Arbeitsabläufe an. Firmen wie Google und Microsoft fördern die Möglichkeit des Homeoffice für ihre Mitarbeiter. Aber auch Firmen des Mittelstandes ziehen mit diesem Angebot nach.

Win-Win Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Die Vorteile für beide Parteien liegen auf der Hand: Zum Beispiel können Eltern, die normalerweise wegen Krankheit der Kinder oder Schließung der KITAs keine Arbeit verrichten könnten, nun von zu Hause aus arbeiten. Darüber hinaus zeigen Studien, dass Mütter und Väter, die an dieser Stelle Unterstützung von ihrer Firma erhalten, sehr viel loyaler sind. Eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf wird von Arbeitnehmern sehr geschätzt.

Außerdem sind die Mitarbeiter im Homeoffice sogar noch produktiver und effektiver - auch das belegen Studien. Oftmals arbeiten die Angestellten in den eigenen vier Wänden sogar länger, als sie es in der Firma tun würden.

Eine Forschung der Universität Stanford hat in einem Versuch 255 Angestellte eines Callcenters in China zum Arbeiten nach Hause geschickt, um ihre Arbeitsleistung zu untersuchen. Heraus kam, dass diese Mitarbeiter ihre Produktivität um 13 Prozent erhöhten. Sie waren seltener krank, brauchten weniger Pausen und schafften ein größeres Arbeitspensum als vorher. Aber auch die Zufriedenheit der Arbeiter stieg an - das hatte zur Folge, dass 50 Prozent weniger Mitarbeiter kündigten als in der Vergleichsgruppe derer, die weiterhin im Büro tätig waren.

Die Arbeitsleistung wird anscheinend keineswegs geschmälert. Dennoch gibt es Zweifel.

Letztendlich ist es auch eine Vertrauensfrage gegenüber den Mitarbeitern mit der viele Vorgesetzte nicht klar kommen. Wird daheim wirklich gearbeitet? Lässt sich der Einzelne zu leicht ablenken? Gerade bei Eltern stellt sich die Frage, ob die Kinder nicht doch zu viel Zeit und Energie beanspruchen. Und wer kontrolliert eigentlich, ob der Mitarbeiter nicht einfach seinen Tag in der Hängematte verbringt? Oft kann auch das soziale Firmenleben nicht kompensiert werden, wer vor Ort fehlt, verpasst interne Informationen der Kollegen - und die haben nicht unbedingt Lust, jemanden ständig auf dem Laufenden zu halten, der nicht da ist.

Das weit größere Problem scheint jedoch die Unsichtbarkeit zu sein. Wer nicht präsent ist, könnte vergessen werden bei der Karriereplanung, Projekten und Weiterbildungen.

Arbeitsrechtliche Regeln beachten

Wichtig ist, klare Regeln zu definieren. Der Arbeitsumfang, die Tätigkeiten und natürlich auch die Erwartungen müssen klar kommuniziert werden. Mitarbeitermeetings, Feedback Gespräche und ein ständiger Dialog sind unbedingt nötig, um den Zusammenhalt zu fördern und keine Ausgrenzungen zu bewirken. Realistische Ziele und die Messbarkeit derer sollen festgelegt werden.

Erfolgreiche Wirtschaftsbilanz

Laut einer Studie des Economist sind Unternehmen mit flexiblen Arbeitsformen bis zu dreimal profitabler als ihre Konkurrenten.

Wir können damit rechnen und hoffen, dass sich in naher Zukunft einiges in unserer Arbeitswelt verändern wird - und wie es den Anschein macht, nicht zum Nachteil des Angestellten!
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